Herthas Fußballarena

Tegel

Der Flughafen Tegel liegt im Westen von Berlin, ca. 9 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Der Standortbereich Flughafen Tegel hat eine Gesamtfläche von ca. 115 Hektar. Das Stadion und die nötige Infrastruktur würden ca. 33 Hektar davon beanspruchen.

POTENZIALE:
Die ÖPNV-Anbindung ist schon jetzt gut und würde sich durch einen Ausbau der U7 nochmals verbessern. Der Autoverkehr ließe sich mithilfe eines Anschlusses an die A111 direkt an das überregionale Straßennetz anbinden. Von der A111 aus ist der Standort gut zu sehen, ein Stadion an dieser Stelle hätte eine entsprechende optische Wirkung.

RISIKEN:
In Standort-Nähe stehen Wohnhäuser. Im direkten Umfeld sind Mischgebiete geplant, hier könnte es zu Nutzungskonflikten kommen. Die Böden sind teilweise mit Schadstoffen belastet. Zudem ist für das Flughafenareal – konkret um das Terminal inklusive der Start- und Landebahn – ein Forschungs- und Industriepark Zukunftstechnologie vorgesehen. Die Planungen dafür sind fortgeschritten.

Buchholz Nord

Buchholz Nord liegt am nördlichen Stadtrand von Berlin, ca. 12 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Der Standortbereich Buchholz Nord hat eine Gesamtfläche von ca. 115 Hektar. Rund 37 Hektar davon würden auf das Stadion und die nötige Infrastruktur entfallen.

POTENZIALE:
Der Standort ist bereits an den ÖPNV angeschlossen, ein zusätzlicher (Bedarfs-)Halt an der S-Bahn- und Regionalbahnstrecke würde hier eine deutliche Verbesserung bringen. Der Autoverkehr ließe sich über die A111 direkt an das überregionale Straßennetz anbinden. Ein Stadion am Standort Buchholz Nord wäre von der A 114 und der A 10 gut sichtbar. In der direkten Nachbarschaft gibt es keine Flächen oder Einrichtungen, die bei einem Stadion-Neubau Nutzungskonflikte erwarten ließen.

RISIKEN:
In der Nähe des Standorts steht ein Seveso III-Betrieb; d.h., dort wird mit potenziell gefährlichen Stoffen gearbeitet. Ein näheres Gutachten hierzu steht noch aus; eine sogenannte 'publikumsintensive Nutzung' des geplanten Standorts wäre in diesem Fall aber ausgeschlossen. Bei einem Stadion-Neubau wären Eingriffe in das angrenzende Landschaftsschutzgebiet zu erwarten, außerdem sind die Böden dort mit Schadstoffen belastet (ehemalige Rieselfelder). Im Stadtentwicklungsplan Industrie und Gewerbe ist der Standort zudem derzeit als sogenannter 'Vorbehaltsstandort' für größere Produktionsbetriebe ausgewiesen.

Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld liegt zentral, in ca. 5,7 Kilometern Luftlinie zum Alexanderplatz. Der Standortbereich Tempelhofer Feld hat eine Gesamtfläche von 285 Hektar. Etwa 31,5 Hektar davon würde ein Stadion mitsamt der nötigen Infrastruktur belegen.

POTENZIALE:
Die ÖPNV-Anbindung ist bereits gut, ein zusätzlicher S-Bahn-Halt wäre von Vorteil. Der PKW-Verkehr ist über die A100 angebunden, teilweise aber über recht lange Zuführungen. Der Standort ist von der A100 aus gut sichtbar, ein Stadion hätte hier eine hohe Außenwirkung.

RISIKEN:
In der direkten Nachbarschaft gibt es Wohngebäude und Freizeitbereiche (Wohnen, Freizeitbereiche), ein Stadion-Neubau könnte sich hier als problematisch erweisen. Zudem gibt es Pläne, Randbereiche des Standorts als Wohngebiete oder gemischte Nutzung auszuweisen. Auf Grundlage eines Volkentscheids wurde 2014 das sog. Gesetz für den Erhalt des Tempelhofer Feldes rechtskräftig. Ein Stadion würde dem entgegenstehen. Nutzungskonflikte sind zu erwarten, weil es in der Nähe Wohngebiete gibt und auch der PKW-Verkehr durch Wohngebiete geleitet werden müsste. Nicht zuletzt würde ein Neubau Eingriffe in die Parkanlage bedeuten, Konflikte mit dem Denkmalschutz (Flughafengebäude, Rollfeld, Gleisanlage) sind wahrscheinlich.

Lichterfelde

Lichterfelde liegt am südlichen Stadtrand von Berlin, rund 14,7 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Der Standortbereich Lichterfelde ist rund 90 Hektar groß, davon würden rund 41 Hektar auf das Stadion und die nötige Infrastruktur entfallen.

POTENZIALE:
Der Standort ist an die S-Bahn angebunden, ein zusätzlicher (Bedarfs-)Halt der Regionalbahn wäre wünschenswert.

RISIKEN:
Die Anbindung des Standorts lässt zu wünschen übrig. Für den überregionalen Autoverkehr gibt es eine A10-Anschlussstelle, allerdings in rund 13 Kilometern Entfernung. Die Innenstadt ist über die B101 erreichbar. In der direkten Nachbarschaft gibt es Wohngebiete, was bei einem Stadion-Neubau für Konflikte sorgen dürfte – auch, weil der PKW-Verkehr durch diese sensiblen Bereiche geleitet werden müsste. Wegen seiner Entfernung zur Autobahn hätte ein Stadion hier zudem nur wenig repräsentative Wirkung. Besonders problematisch: Fast die gesamte Fläche ist Lebensraum für seltene und gefährdete Tierarten. Bisherige Pläne sehen ohnehin vor, am Standort Lichterfelde ein Wohngebiet mit einer grünen Mitte anzulegen. Weil das Areal einmal Truppengelände war, sind im Boden Altlasten zu vermuten.

Dallgow-Döberitz

Dallgow-Döberitz liegt ca. 1,2 Kilometer westlich der Stadtgrenze von Berlin in der Gemeinde Dallgow-Döberitz, rund 20,5 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Der Standortbereich Dallgow-Döberitz hat eine Fläche von rund 140 Hektar. Das Stadion und die nötige Infrastruktur würden 49 Hektar davon belegen.

POTENZIALE:
In der direkten Nachbarschaft des Geländes gibt es keine sogenannten sensiblen Nutzungen, also Wohn- oder Freizeitgebiete.

RISIKEN:
Die Anbindung des Standorts ist schlecht: Es führt bisher keine ÖPNV-Linie dorthin, ein (Bedarfs-)Halt der Regionalbahn wäre erforderlich. Bis zur Autobahn-Anschlussstelle (A10) sind es rund 9 Kilometer – das heißt, ein Stadion hätte an diesem Standort auch keine nennenswerte optische Wirkung. Die Innenstadt ist über die B 5 erreichbar. Ein großes Problem: Der Standort liegt in der sogenannten Trinkwasserschutzzone IIIA. Es gibt schadstoffbelastete Böden sowie ein Bodendenkmal auf dem Areal – beides ebenfalls kritisch für einen Stadion-Neubau an dieser Stelle.

Olympisches Dorf

Das Olympische Dorf liegt ca. 9 Kilometer westlich der Stadtgrenze von Berlin in der Gemeinde Wustermark, rund 28,7 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Der Standortbereich Olympisches Dorf hat eine Fläche von rund 51 Hektar, die mit 49 Hektar fast komplett für das Stadion und seine Infrastruktur benötigt würden.

POTENZIALE:
Es besteht eine Regionalbahn-Anbindung.

RISIKEN:
Die Autobahn-Anschlussstelle (A10) ist rund 3,5 Kilometer entfernt. Die Innenstadt ist über die B 5 erreichbar. Insgesamt ist die Anbindung her schlecht. Problematisch auch: In der direkten Nachbarschaft des Standorts gibt es diverse Wohn- und Schutzgebiete. Auch das Denkmal Olympisches Dorf liegt in unmittelbarer Nähe. Von der Autobahn aus wäre ein Stadion nicht oder kaum sichtbar, der Standort also auch nicht besonders repräsentativ. Nicht zuletzt liegt er in der Trinkwasserschutzzone IIIA, und die Fläche ist als sogenannte 'Altlastenverdachtsfläche' eingestuft.

Dreieck Velten/Oranienburg

Das Dreieck Velten/Oranienburg liegt ca. 6,5 Kilometer nördlich der Stadtgrenze von Berlin im Stadtgebiet Hohen Neuendorf, rund 24,5 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Der Standortbereich Dreieck Velten/Oranienburg ist rund 50 Hektar groß; allein dies stellt schon ein Problem dar, weil für ein Stadion mitsamt Infrastruktur an diesem Standort rund 57 Hektar nötig wären.

POTENZIALE:
In der direkten Nachbarschaft des Standortes sind keine sogenannten sensiblen Nutzungen anzutreffen. Ein Stadion wäre hier von der A111 und A10 gut sichtbar.

RISIKEN:
Bisher ist der Standort nicht an den ÖPNV angebunden. Der PKW-Verkehr müsste über den Anschluss Dreieck Velten/Oranienburg an die A111 und A10 angeschlossen werden. Aktuelle Pläne sehen vor, dass das Areal als Abbaufläche 'Leegebruch SO II' ausgewiesen wird. Dass an dem Standort zudem europarechtlich streng geschützte Tierarten in den Bewässerungskanälen leben (Teichfrosch und Knoblauchkröte), könnte bei einem Stadion-Neubau ebenfalls problematisch werden.

Blankenfelde-Mahlow

Der Standort Blankenfelde-Mahlow liegt ca. 5,5 Kilometer südlich der Stadtgrenze von Berlin in der Gemeinde Blankenfelde Mahlow, rund 20,5 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Auch hier ist die verfügbare Fläche zu klein für den berechneten Bedarf: Der Standortbereich Blankenfelde-Mahlow hat eine Größe von rund 35 Hektar, für Stadion und Infrastruktur wären rund 45 Hektar erforderlich.

POTENZIALE:
Der Standort ist nur schlecht von größeren Straßen, dafür aber – wegen der Nähe zum geplanten Flughafen Berlin-Brandenburg – vom Flugzeug aus sichtbar. Daher hat ein Stadion hier ein mittleres Außenwirkungspotenzial.

RISIKEN:
Der Standort ist zwar mit Regionalbahn und S-Bahn angebunden, jedoch in einer größeren Entfernung. Die Anschlussstelle an die A10 liegt rund 5 Kilometer südlich des Standorts. Die Innenstadt ist über die B 96 erreichbar. Alles in allem eine schlechte Anbindung. In der direkten Nachbarschaft gibt es Flächen und Gebäude, die sich mit einem Stadion-Neubau womöglich nicht vertragen würden, außerdem bestehen am Standort erhöhte Naturschutzauflagen.

Grenzallee Späthstraße

Der Standort Grenzallee Späthstraße liegt im Süden von Berlin, rund 8,1 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Der Bereich hat eine Größe von rund 55 Hektar, davon würden rund 33,5 Hektar auf Stadion und Infrastruktur entfallen.

POTENZIALE:
Der Standort ist an die U-Bahn und – in größerer Entfernung – an die S-Bahn angebunden. Der PKW-Verkehr könnte über die A113 an das überregionale Straßennetz angeschlossen werden. Von dort aus wäre ein Stadion gut sichtbar.

RISIKEN:
In direkter Nachbarschaft eines möglichen Stadions gibt es Wohngebiete und viele Kleingärten, was für Probleme sorgen könnte. Außerdem ist geplant, eine Hauptverkehrsstraße über das Areal zu führen. Nicht zuletzt kommen dort schadstoffbelastete Böden vor – auch das ein kritischer Faktor, wenn es um den Neubau eines Stadions geht.

Clubhaus Seeberg

Der Standort Clubhaus Seeberg liegt direkt westlich der Stadtgrenze von Berlin in der Gemeinde Dallgow-Döberitz, rund 18,5 Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt. Der Bereich ist rund 87,5 Hektar groß, rund 49 Hektar davon würden auf das Stadion und seine Infrastruktur entfallen.

POTENZIALE:
Keine nennenswerten vorhanden. Der Standort hat zwar eine Regionalbahn-Anbindung, allerdings in großer Entfernung. Die Anschlussstelle zur A10 ist rund 13 Kilometer weit weg. Die Innenstadt ist über die B2/B5 erreichbar.

RISIKEN:
Der Stadion-Neubau würde nah an dörflichen Wohngebieten entstehen, was Konflikte wahrscheinlich macht – unter anderem, weil Fußballfans von der Regionalbahn-Haltestelle oder per PKW durch diese Wohngebiete geleitet werden müssten. Erschwerend kommt hinzu, dass das Areal in einem Landschaftsschutzgebiet liegt und weitere ökologisch wertvolle Bereiche angrenzen (Naturschutzgebiet, FFH-Gebiet). Ohnehin wäre ein Stadion wegen der schlechten Verkehrsanbindung an der betreffenden Stelle schlecht zu sehen und damit nur wenig repräsentativ.

Fußballarena, 30.03.2017
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