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Hertha BSC trauert um Alex Alves

Herthas ehemaliger Angreifer starb am Mittwoch (14.11.12) an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung.

Berlin - Das ist eine ganz traurige Nachricht für alle Hertha-Fans: Herthas ehemaliger Angreifer und früherer Bundesligaprofi Alex Alves ist tot. Er starb am frühen Mittwochmorgen (14.11.12) im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen seiner schweren Leukämie-Erkrankung. Das bestätigte die Krebsklinik Amaral Carvalho in der brasilianischen Kleinstadt Jau (Bundesland Sao Paulo), in der Alex Alves behandelt worden war.



Bis zuletzt hatten die Herthaner - ehemalige Mitspieler, Freunde, Bekannte wie Fans - noch gehofft, dass Alex Alves seine schlimme Krankheit überwinden könnte. Zuletzt war ihm in der Klinik in Jau Knochenmark transplantiert worden, einer seiner Brüder war der Stammzellen-Spender. Alex Alves litt seit vier Jahren an der schweren Krebs-Erkrankung.


Der Hämatologe des Krankenhauses, Pedro de Souza, sagte dem Internetportal globoesporte: "Er hat heldenhaft gekämpft und in allen Aspekten mitgearbeitet, aber es gab viele Schwierigkeiten." Eine Transplantation sei zwar erfolgreich gewesen, das Knochenmark habe sich erholt, "doch es war zugleich die Ursache dafür, dass der Körper es wieder abstieß."

Michael Preetz, Geschäftsführer von Hertha BSC und ehemaliger Mitspieler des Brasilianers: "Ich bin total erschüttert. Wir Herthaner hatten alle gehofft, dass sich der Zustand durch die Stammzellenbehandlung bessert und er diese schwere Situation übersteht. Wir sind tief getroffen, unsere Gedanken sind jetzt vor allem bei seiner Familie."

Gerade einmal 37 Jahre wurde der Stürmer, der in Berlin bei der Hertha nicht nur erster Brasilianer des Klubs war, sondern auch als 'Paradiesvogel', irgendwie auch als 'bunter Hund', vor allem aber als exzellenter Fußballer in die Klubgeschichte eingehen wird. "Das ist wirklich nicht zu fassen", sagt sein Ex-Kollege und U17-Coach Andreas Thom, "ich bin absolut entsetzt, wie schnell das jetzt gegangen ist." Auch Pal Dardai, ebenfalls Ex-Mitspieler und heute Trainer bei Hertha BSC, rang nach Fassung: "Ich bin total erschüttert, er war noch so jung."

Alex Alves kam im Januar 2000 vom brasilianischen Erstligisten Cruzeiro Belo Horizonte an die Spree und verstärkte das Team des damaligen Trainers Jürgen Röber. In seiner Zeit bei Hertha BSC bis zum Ende der Spielzeit 2002/03 gelangen ihm in 81 Bundesliga-Spielen 25 Tore und 15 Vorlagen.

Besonders im Gedächtnis blieb sein Tor aus dem Mittelkreis beim 4:2-Sieg über den 1. FC Köln im September 2000, dass zum 'Tor des Jahres' gewählt wurde. Ebenso machte er mit extravaganten Roben – einem weißen Pelzmantel zur Klub-Weihnachtsfeier zum Beispiel – auf sich aufmerksam. Darüberhinaus geriet er vor allem auch wegen seiner wiederholten Eskapaden in die Schlagzeilen besonders der Berliner Boulevardblätter – ein Umstand, den ihm die Fans jedoch niemals übelnahmen.

2003 wechselte er dann ein Jahr vor Vertragsende aus Berlin in seine Heimat. Dort fand er jedoch nie wieder zu seiner Top-Form. Nach Brasilien zurückzukehren, bezeichnete er einmal als "schlimmste Entscheidung für meine Karriere". Alex Alves beendete 2009 seine sportliche Laufbahn bei Griechenlands Zweitligist Kavala.

Alex Alves war etwas ganz Besonderes bei Hertha BSC. Der Klub  trauert um seinen ehemaligen Stürmer und ist in Gedanken bei seiner Exfrau Nadya Franca und Tochter Alexandra!

Hertha BSC wird zu Ehren von Alex Alves sein nächstes Heimspiel gegen den FC St. Pauli am kommenden Montag (19.11.12, 20.15 Uhr, Olympiastadion) mit Trauerflor bestreiten.

Intern, 23.08.2016
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