Bild: citypress

Gänsehautmomente

75 Tage nach dem Jubiläum spricht Bernd Schiphorst über die Highlights der Feierlichkeiten.

Berlin – 75 Tage ist es nun her, das große Vereinsjubiläum von Hertha BSC. 75 Tage ist der 25. Juli nun her, an dem gefeiert wird, wie sich die Brüder Fritz und Max Lindner sowie Otto und Willi Lorenz vor 125 Jahren zusammenschlossen und dazu entschieden, den BFC Hertha 92 Hertha zu gründen.

Diesen historischen Moment thematisiert der Gründungsfilm, der anlässlich Herthas Geburtstags gedreht und auf den Feierlichkeiten als eines der Highlights gezeigt wurde. "Als wir während der Vorbereitungen unseren Gründungsfilm das erste Mal gesehen haben, lief einigen eine Gänsehaut über den Rücken", erinnert sich Bernd Schiphorst. "Sehr anrührend, dieser Film. Die Geschichte von Hertha BSC von Schauspielern umgesetzt, toll", so der Aufsichtsratsvorsitzende weiter. 

Einen kleinen Rückblick auf die Feierlichkeiten zu Ehren des besonderen Jubiläums wirft herthabsc.de mit Bernd Schiphorst.

herthabsc.de: Herr Schiphorst, zuletzt haben wir 75 Tage vor dem großen Jubiläum miteinander gesprochen, nun sind eben so viele Tage nach der 125-Jahres-Feier vergangen. Mit etwas Abstand: Wie haben Sie die Feierlichkeiten erlebt?
Schiphorst:
Ich fand unsere Feierlichkeiten sehr authentisch, sehr emotional. Alle Erwartungen und alle Hoffnungen haben sich mehr als erfüllt. Insgesamt blicke ich mit großer Freude und Genugtuung auf die Feierlichkeiten zurück, und ich glaube, das ging allen Beteiligten so. Direkt im Anschluss an den Festakt haben wir eine sehr schöne Ausstellung im Ephraim-Palais eröffnet. Alle Gäste waren gespannt, wollten zu den ersten gehören, die Hertha im Museum sehen. Dazu Speisen und Getränke, alles in allem sehr informell – und dadurch glücklicherweise sehr ungezwungen.

herthabsc.de: Was war Ihr persönliches Highlight der Festivitäten, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?
Schiphorst:
Wir hatten eine eher familiäre, eine intime Feier am Bahnhof Gesundbrunnen – mit dem Urenkel von Hanne Sobek auf den Schultern seines Opas Bernd Sobeck. Der kleine Zwerg hat so viel Ähnlichkeit mit Hanne, von dem ein großes Bild im Hintergrund hing. Das war Hertha von seiner besten Seite, so haben es alle Anwesenden empfunden – auch Gäste, die nicht so eng mit uns verbunden sind. Einer dieser unvergesslichen Momente.

herthabsc.de: Die Ausstellung "Hauptstadtfußball" im Ephraim-Palais wurde am 25. Juli eröffnet und erzählt die Geschichte des Vereins und des Fußballs in Berlin. Wie sind die bisherigen Reaktionen der Besucher?
Schiphorst:
Die Ausstellung findet nach wie vor großen Anklang und läuft noch bis zum 8. Januar 2018. Ich habe mir die Mühe gemacht und mir das Gästebuch des Museums mit ein paar hundert Einträgen schon mal angeschaut. Insgesamt bin ich auf viele positive Rückmeldungen gestoßen: informativ, cool, aufschlussreich. Die Besucher sind von der Ausstellung ausgesprochen angetan. Natürlich gab es hier und da auch Kritik, aber das gehört dazu. Alle, die es noch nicht ins Museum geschafft haben, kann ich daher nur bitten, sich diese Ausstellung noch zu Gemüte zu führen. Es lohnt sich.

herthabsc.de: Haben Sie selbst so etwas wie ein Lieblingsausstellungsstück?
Schiphorst: Mir persönlich gefallen die Kutte direkt im ersten Raum sehr gut, mit der Lärmkulisse des Olympiastadions im Hintergrund eine wunderbare Einstimmung auf die Ausstellung, und die Victoria, gewonnen 1930 und 1931. Schön ist auch, dass unsere Historikerin im Vereinsarchiv die erste Satzung von Hertha BSC wiedergefunden hat. Sie taucht ebenso wie die stilisierte Kneipe von Wolfgang Holst am Zoo im Museum wieder auf. Also: "nüscht wie hin"!

(lb,fw/City-Press)

Intern, 08.10.2017
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