Bild: citypress

Historische Momente mit Zuschauerrekorden

Das Olympiastadion war schon immer eine Bühne der Geschichte - sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga.

Berlin - Die Zukunft gehört Berlin! Doch auch die Geschichte hat gezeigt, dass Berlin im Allgemeinen und Hertha BSC im Speziellen eine ganz besonderere Konstellation für historische Momente bietet. Der nächste große Augenblick wartet bereits am Sonntag (10.09.17). Wenn um 15:30 Uhr Hertha BSC den SV Werder Bremen empfängt, wird mit Bibiana Steinhaus die erste Frau eine Partie in der Beletage des deutschen Fußballs leiten. Ein wahrlich historisches Ereignis in der 55-jährigen Geschichte der Fußball-Bundesliga.

Doch der geschichtsträchtige Ort, das Berliner Olympiastadion, war schon viele Male Schauplatz historischer Ereignisse - und das auch in Verbindung mit Hertha BSC. Spiele in der Gründungssaison der Bundesliga 1963, Europapokal-Schlachten bis hinein ins Halbfinale, Champions League, aber auch Niederungen der zweiten Liga bis hin zur gefühlten Bedeutungslosigkeit. Historisch waren viele Momente, wir schauen auf einige ganz besondere zurück.

Zuschauerrekord - und das ligaunabhängig!

Fußball elektrisiert die Massen! Das gilt ebenfalls in Berlin - wenn auch vielleicht nicht immer. Am 26. September 1969 gab es keinen Zweifel: Im Vorverkauf zum Heimspiel der Herthaner gegen den 1. FC Köln war es schon zu vermuten, dass die Marke von 80.000 Zuschauern an diesem Freitagabend durchbrochen werden könnte. Mutige Optimisten rechneten sogar mit einer Einstellung des Bundesligarekords von 85.411 Zuschauern (am 21.09.1963 ebenfalls gegen den 1. FC Köln). Und tatsächlich sahen an diesem Abend 88.075 Zuschauer im Berliner Olympiastadion die Begegnung zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Köln und hatten ihren Anteil an einem neuen Bundesliga-Zuschauerrekord! Die Herthaner gewannen durch den Treffer in der 63. Minute von Wolfgang Geyer mit 1:0 - die Saison 1969/70 schlossen die Herthaner auf Rang drei ab.

In der Spielzeit 2010/11 spielten die Herthaner eine Liga weiter unten, doch das Duell als Spitzenreiter gegen den Tabellenzweiten FC Augsburg war nicht nur eine riesige Meisterfeier in blau-weiß, es war auch gleichzeitig das Abschiedsspiel für Herthas aktuellen Cheftrainer Pál Dárdai. Mit 2:1 (1:0) gewannen die Berliner um den damaligen Kapitän Andre Mijatovic und durften die Meistertrophäe der Zweiten Liga - die sogenannte 'Felge' - in den Himmel des heimischen Olympiastadion recken. Die Kulisse war dem historischen Moment angemessen: Dank einer Zusatztribüne am Marathontor war Herthas Wohnzimmer mit 77.116 Zuschauern restlos ausverkauft. Niemals in der Geschichte der 2. Fußball-Bundesliga sahen mehr Zuschauer ein Spiel im Stadion. Geleitet wurde die Partie übrigens von Bibiana Steinhaus, so wie es auch am Sonntagnachmittag (10.09.17) ab 15:30 Uhr gegen Werder Bremen der Fall sein wird. So schließt sich der Kreis - von einem historischen Moment zum nächsten. Und wir freuen uns schon auf den nächsten... Heute geht's los!

(war/City-Press)

Intern, 10.09.2017
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