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Bundesliga-Debüt für Elias Nerlich

Der gebürtige Berliner Elias Nerlich tritt als eSport-Talent für die Hertha BSC eSport-Akademie in der Qualifikation für das Finale der Virtuellen Bundesliga an. Vor dem Turnierbeginn am 10. März stellt herthabsc.de den 20-Jährigen vor.

Berlin - Wenn am Wochenende (10./11.03.18) in Düsseldorf die Qualifikation für das Finale der Virtuellen Bundesliga (VBL) beginnt, gibt es eine Berliner Premiere. Erstmals wird Hertha BSC mit einem eigenen Spieler in der VBL an der PlayStation vertreten sein. Und das in Gestalt eines gebürtigen Berliners: Der 20-jährige Elias Nerlich, der an der Konsole unter dem Namen 'Mern22' auftritt, repräsentiert die blau-weißen Farben. Auch für das eSport-Talent ist es sein Bundesliga-Debüt. herthabsc.de stellt euch den angehenden Abiturienten vor.

herthabsc.de: Elias, am 10. März startet die Qualifikation für das Finale der Virtuellen Bundesliga. Du gehst in der neunten Auflage für den Hauptstadtclub an der PlayStation an den Start. Wie groß ist deine Vorfreude auf dein Debüt und mit welchen Erwartungen gehst du in das Turnier?
Nerlich:
Ich freue mich sehr! Da ich gebürtiger Berliner bin, ist es eine riesengroße Ehre für mich, Hertha BSC in FIFA vertreten zu dürfen. Ich glaube, dass ich bei dem Turnier gut abschneiden werde. Natürlich wird es aber ein harter Wettbewerb - viele gute Spieler gehen in der VBL an den Start.

herthabsc.de: In welchem Modus wird in der VBL gespielt?
Nerlich:
Wir spielen im 'Ultimate Team'-Modus. Das bedeutet, dass sich jeder Teilnehmer eine beliebige Mannschaft zusammenstellen darf. Dabei dürfen jedoch maximal drei FIFA-Spieler aus demselben Team ausgewählt werden. Es gibt insgesamt 16 Gruppen, in denen je vier Teilnehmer gegeneinander spielen. Die Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die K.O.-Phase. Die Zweit- und Drittplatzierten spielen untereinander in Hin- und Rückspielen aus, wer von ihnen weiterkommt. Die Vierten scheiden aus dem Turnier aus.

herthabsc.de: Was bedeutet es für dich als Hauptstädter, die blau-weißen Farben und deine Heimatstadt zu vertreten?
Nerlich:
Dadurch, dass ich in Berlin geboren und aufgewachsen bin, habe ich eine enge Bindung zum Club: Hertha BSC ist mein Verein.  Pro Saison gehe ich in der Regel drei bis vier Mal ins Stadion. Wenn ich nicht im Stadion bin, gucke ich mir die Zusammenfassungen der Spiele an. Ich verfolge auf jeden Fall immer, wie es bei Hertha läuft. Eine entsprechend große Ehre und Freude ist es, nun für Hertha BSC an der Konsole zu spielen.

herthabsc.de: Hast du im Kader von Hertha BSC einen Lieblingsspieler – sowohl im echten Leben als auch in FIFA?
Nerlich:
In FIFA ist Salomon Kalou offensiv der wohl stärkste Spieler. Was die Defensive betrifft, mag ich Mitchell Weiser. Im echten Leben ist Jordan Torunarigha mein absoluter Lieblingsspieler; ich halte sehr viel von ihm. Selbst in FIFA hat er schon einiges drauf: Er ist groß und schnell (lacht). Ansonsten gibt es auch noch zwei junge Herthaner, gegen die ich regelmäßig an der Konsole spiele: Sidney Friede und Julius Kade.

Gesagt...

"Um mich auf die Spiele vorzubereiten, höre ich klassische Musik. Ich bin großer Fan von Hans Zimmer."

Elias Nerlich

herthabsc.de: Viele Jugendliche spielen in ihrer Freizeit an der Konsole FIFA. Wann hast du gemerkt, dass du ein besonderes Talent in dem Spiel hast?
Nerlich:
FIFA 12 war das erste FIFA, das ich gespielt habe. Bis FIFA 16 habe ich gemerkt, dass ich besser als meine Kumpels bin. Und trotzdem habe ich bis dahin nie exzessiv FIFA gezockt – ich hatte einfach nicht die Zeit dazu, weil ich damals noch aktiv für den RSV Waltersdorf Fußball gespielt habe. Einen Tag vor der Veröffentlichung von FIFA 17 habe ich mir dann in einem Spiel das Wadenbein gebrochen, sodass ich zwei Wochen lang an mein Bett gebunden war. Als FIFA 17 dann rauskam, sagte ich zu meinem Bruder: "Jetzt werde ich der beste FIFA-Spieler!" Von da an habe ich mich intensiv mit FIFA beschäftigt und bin in der 'Weekend League' angetreten.

herthabsc.de: Wie läuft denn die 'Weekend League' ab?
Nerlich:
Man bestreitet 40 Spiele - je mit einer Halbzeitlänge von sechs Minuten - und versucht, davon so viele wie möglich zu gewinnen. In der Regel dauert das insgesamt um die 12 Stunden.  

herthabsc.de: Du hast schon erwähnt, dass du lange Zeit selbst Fußball gespielt hast. Inwiefern helfen dir deine Erfahrungen auf dem Platz im Spiel an der Konsole?
Nerlich:
Es ist ein großer Vorteil, dass ich aktiv gespielt habe. Man hat ein ganz anderes Spielverständnis und weiß, wie man in welcher Situation am besten zu handeln hat – das lässt sich auf das Spiel an der Konsole übertragen. Selbstverständlich kann man bei FIFA Aktionen ausführen, die unrealistisch und im echten Leben so nicht möglich sind, aber die Spielidee ist dieselbe.

herthabsc.de: Fußballprofis trainieren in der Regel fünf bis sechs Mal pro Woche. Hinzu kommt meist ein Spiel am Wochenende. Wie oft und wie lange sitzt du an der PlayStation?
Nerlich:
Unter der Woche, von Montag bis Donnerstag, insgesamt maximal eine Stunde täglich. Am Wochenende spiele ich regelmäßig in der 'Weekend League'.

herthabsc.de: Wie bereitest du dich auf deine Partien vor?
Nerlich:
Am liebsten höre ich vor den Spielen klassische Musik. So kann ich runterkommen und mich voll auf den Wettkampf konzentrieren. Und auch während der Spiele selbst lasse ich im Hintergrund Klaviermelodien laufen, am liebsten Filmmusik. Ich bin großer Fan von Hans Zimmer.

herthabsc.de: Im Sommer wirst du dein Abitur machen. Du stehst auf dem Sprung, professioneller eSportler zu werden. Was hast du dir für deine bevorstehende Karriere vorgenommen?
Nerlich:
Zunächst einmal möchte ich in der VBL soweit wie möglich kommen. Abgesehen davon wäre es ein Traum, wenn ich mich für die Weltmeisterschaft qualifizieren könnte.

(af,fw/HerthaBSC)

Intern, 30.05.2018
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