Bild: citypress

Eine Kooperation für die Zukunft Berlins

Hertha BSC unterstützt ab sofort tatkräftig den Berliner Hebammenverband.

Berlin - Im Jahr 2016 wurden in Berlin 2.500 Kinder mehr geboren als im Vorjahr. Damit ist Berlin die Baby-Hauptstadt Deutschlands und das einzige Bundesland, in dem sich der demografische Wandel wieder umgekehrt hat. Dieser Baby-Boom stellt den Berufsstand der Hebamme vor immense Herausforderungen. Seit Jahren sorgt die schlechten Arbeitsbedingungen dafür, dass das Fachpersonal zunehmend rar wird. Dazu kommt, dass der Beruf nur an wenigen Hochschulstandorten in Deutschland gelehrt wird. Eine Vollzeit-Hebamme kümmert sich mittlerweile um durchschnittlich 190 Geburten im Jahr- hinzu kommen zusätzliche Aufgaben wie Sprechstunden, Verwaltung oder die Wartung der medizinischen Geräte im Kreißsaal. Die Überbelastung der Geburtsstationen und der Hebammen bedroht zusehends das Recht auf freie Wahl des Geburtsortes.

Hertha BSC geht deshalb gemeinsam mit dem Berliner Hebammenverband zukünftig zusammen neue Wege. Die Kooperation setzt genau da an, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird: bei der Ausbildung der jungen Hebammen. Der Berliner Senat hat kürzlich 100 zusätzliche Ausbildungsplätze pro Jahr avisiert. Bewerberinnen gibt es. Das Problem liegt jedoch bei der praktischen Ausbildung der zukünftigen Geburtsbegleiterinnen. Diese erfolgt in den Kliniken, Geburtshäusern und Hebammenpraxen nämlich durch sogenannte Praxisanleiterinnen - Hebammen, die eine Weiterbildung absolviert haben, um Hebammenschülerinnen professionell ausbilden zu können. Diese Weiterbildung muss jedoch meist selbst finanziert werden und die Hebammen erhalten für ihren Einsatz für die Nachwuchssicherung ihres Berufsstandes auch keine zusätzliche Vergütung, sie übernehmen diese wichtigen Aufgaben ehrenamtlich.

Im Rahmen der gemeinsamen Kooperation wird Hertha BSC zukünftig Patenschaften für Praxisanleiterinnen übernehmen, denn für den Hauptstadtklub ist es zugleich Verpflichtung und Herzensangelegenheit: "Die Zukunft gehört Berlin".

(thb/City-Press)

Intern, 16.12.2017
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