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Stadionfrage im Sportausschuss

Am Freitag (18.05.18) stellten Hertha BSC und der Senat dem Sportausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus die Überlegungen zur Stadionfrage vor.

Berlin – Punkt zwei der Tagesordnung war der, auf den der Saal gespannt wartete, der, weswegen zahlreiche Journalisten am Freitag (18.05.18) ins Berliner Abgeordnetenhaus gekommen waren. Dort tagte am Morgen der Sportausschuss. Großes Interesse weckte das Thema Hertha-Arena. Nachdem in der vergangenen Woche klar wurde, dass sowohl ein Umbau des Olympiastadions als auch ein Neubau technisch realisierbar sind, präsentierten nun beide Seiten ihre Pläne.

Sportsenator Andreas Geisel machte erneut klar, dass der Senat einen Umbau der aktuellen Heimspielstätte der Herthaner favorisiert. "Vorzugsvariante des Landes Berlin ist sicherlich, dass Hertha weiter im Olympiastadion spielt", sagte Geisel. Der Senat stellte eine Variante vor, die es vorsieht, das "Fußballstadion unter den besonderen Bedingungen des Bestandes" mit einem "erheblichen Eingriff" umzubauen. Dies solle etwa 190 Millionen Euro kosten, sieht die Absenkung des Spielfeldes vor und ermöglicht es, den Oberrang mit LED-Leinwänden abzuhängen. Geisel erklärte, dass auch ein Neubau eine Option sei. "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass Hertha eindeutige Vorstellungen hat – und das ist auch legitim", so der Sportsenator. Zentrale Bedeutung habe in beiden Fällen, dass die Wirtschaftlichkeit des Olympiastadions gesichert bleibt. Eine Option kommt für den SPD-Politiker nicht in Frage: "Die Variante 'Es passiert nichts' gibt es nicht". Außerdem machte er klar, dass in jedem Fall 30-40 Millionen Euro ins Olympiastadion investiert werden müssten, um es als moderne Spielstätte zu erhalten – "unabhängig davon, ob Hertha dort spielt oder nicht", so Geisel.

Zettel voll mit Hausaufgaben

Anschließend stellte der Hauptstadtclub in Person von Klaus Teichert, Geschäftsführer der Hertha BSC Stadion GmbH, und Ingo Schiller, Geschäftsführer Finanzen, dem Ausschuss die aktuellen Pläne für den geplanten Neubau vor. "Wir freuen uns auf einen partnerschaftlichen Dialog, damit der Neubau für die Stadt und den Verein ein Erfolgsprojekt wird", betonte Schiller. Von den Abgeordneten gab es einige Fragen: Zum Beispiel zu den Nachnutzungskonzepten des Olympiastadions, der Finanzierung eines Neubaus, der Zugänglichkeit und der Kapazität bei Topspielen. Einige Fragen beantworteten die Hertha-Offiziellen sofort, andere nehmen sie mit. "Ich habe den Zettel voll mit Hausaufgaben. Auf die Fragen wollen wir im Detail antworten - sie werden in unseren Arbeitskatalog mitaufgenommen", sagte Teichert. Ingo Schiller zieht ein positives Fazit: "Wir freuen uns über das große Interesse und Feedback an dem Stadion-Thema und werden an den Plänen weiterarbeiten", so der Geschäftsführer.

Hinweis: Der Stadion-Neubau im Bild ist lediglich ein Platzhalter und kein architektonischer Vorschlag.

(lb/Senatsverwaltung, HerthaBSC)

Intern, 30.05.2018
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