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Kiek ma, wer da kommt: Freiburg

Am Samstag (10.03.18) treffen die Blau-Weißen um 15:30 Uhr auf Freiburg. Kapilendo präsentiert die Gegnervorschau.

Berlin – Wenn der Sport-Club Freiburg am Samstag (10.03.18) im Olympiastadion zu Gast ist, wollen die Herthaner endlich den ersten Heimsieg im neuen Jahr einfahren. Die Vorzeichen könnten schlechter stehen, treffen die Berliner doch auf ein Team, das seit langer Zeit nicht mehr auswärts gewann. Dennoch gibt Pál Dárdai zu verstehen, dass er großen Respekt vor den Breisgauern hat: "Ich habe eine große Wertschätzung für das, was Christian Streich in Freiburg leistet. Er ist ein guter, erfahrener Trainer und hat eine bissige Mannschaft", meint der Ungar. "Jahr für Jahr müssen sie Leistungsträger abgeben. Und trotzdem schafft Streich es immer wieder, eine Mannschaft auf das Feld zu schicken, die wettbewerbsfähig ist", so Dárdai weiter. Auf welchen Gegner der Cheftrainer seine Mannschaft einstellen muss, hat herthabsc.de zusammengefasst.

Die sportliche Situation: Der Sport-Club steht aktuell mit 29 Zählern auf dem 13. Tabellenplatz und rangiert damit einen Rang und zwei Punkte hinter den Berlinern. Die Freiburger kassierten in der laufenden Saison bereits 42 Gegentreffer, 31 davon in Auswärtsspielen; nur Schlusslicht Köln hat bisher noch mehr Tore hinnehmen müssen (46). In der Fremde konnten die Breisgauer in dieser Spielzeit nur eine Partie für sich entscheiden: Am 15. Spieltag siegten sie mit 4:3 in Köln. Allerdings bewies Freiburg schon mehrfach Moral: Kein Bundesligist holte mehr Punkte nach Rückstand als der SCF (14). Vor allem in der Rückrunde sahen die Schützlinge von Christian Streich gegen vermeintlich stärkere Gegner gut aus. Sie schlugen Leipzig und spielten gegen Dortmund, Leverkusen sowie Hoffenheim unentschieden. Entsprechend zufrieden ist der Coach: "Wir haben uns eine Ausgangssituation geschaffen, die sehr respektabel ist. Gegen gute Mannschaften haben wir gute Ergebnisse erzielt."

Die Schnittstellen: Vladimir Darida lief zwischen 2013 und 2015 für den Club aus dem Schwarzwald auf. Für den SC bestritt der Tscheche 54 Bundesliga-Spiele, erzielte dabei neun Tore und bereitete sieben weitere vor. Philipp Lienhart, den die Freiburger von Real Madrid ausgeliehen haben, spielt mit Valentino Lazaro für die österreichische Nationalmannschaft. Außerdem haben beide Teams Spieler in ihren Reihen, die im Sommer 2017 mit dem DFB die U21-Europameisterschaft gewannen: So liefen neben den Berlinern Mitchell Weiser, Niklas Stark und Davie Selke auch die Freiburger Janik Haberer und Marc-Oliver Kempf für die Auswahl von Bundestrainer Stefan Kuntz in Polen auf.

Gesagt...

"Wir wollen in Berlin Punkte holen und uns nicht das Stadion anschauen."

Florian Kath

Die Freiburger im Fokus: Trainer Streich steht für den Sport-Club wie kein anderer. Seit über sechs Jahren fungiert er im Schwarzwald als Übungsleiter der Profis - damit ist er der mit Abstand dienstälteste Bundesliga-Trainer. Selbst als der SC im Jahr 2015 in die 2. Liga abstieg, hielten die Verantwortlichen an Streich fest. Auf dem Feld ist Nils Petersen der Shootingstar. Seit Januar 2015 läuft er für die Breisgauer auf und spielt aktuell die beste Bundesliga-Saison seiner Karriere. Der Stürmer erzielte in der laufenden Rückserie bereits sechs Treffer. Außerdem verpasste der Freiburger Kapitän in den vergangenen neun Begegnungen nicht eine einzige Spielminute.

Das Hinrundenduell: Das Hinspiel im Oktober letzten Jahres endete mit 1:1. Die im Schwarzwald-Stadion anwesenden Zuschauer erlebten eine recht erignislose erste und eine packende zweite Hälfte: Kurz nach Wiederanpfiff bekamen die Hausherren einen Elfmeter zugesprochen, den Haberer zur Freiburger Führung verwandelte. Eine Viertelstunde vor Schluss gab Schiedsrichter Guido Winkmann dann auf der anderen Seite einen Strafstoß. Salomon Kalou trat an - und verschoss. Als Winkmann nur drei Minuten später nochmals auf den Elfmeterpunkt zeigte, präsentierte sich der Ivorer von seiner abgezocktesten Seite: Er trat nochmal an - und netzte diesmal zum Ausgleich ein. "Nach dem ersten Elfer habe ich zu Michael Preetz gesagt, dass wir verhext sind. Aber so etwas passiert. Beim zweiten Strafstoß habe ich weggeschaut, aber Kalou hatte die Eier", schmunzelte Pál Dárdai nach der Partie.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: Freiburgs Florian Kath warnt insbesondere vor den gefährlichen Standards und der Kompaktheit der Berliner: "Wir wissen, dass die Berliner bei Standards gut sind und eine gute defensive Stabilität haben." Gleichzeitig betont der Linksaußen, dass seine Mannschaft auf Sieg spielen werde: "Wenn wir Bayern mal rausnehmen, können wir - auch wenn das eine Phrase ist - jede Mannschaft in der Liga schlagen. Auch in Berlin können wir gewinnen. Natürlich wollen wir dort Punkte holen und uns nicht das Stadion anschauen." Streich meint: "Hertha BSC hat in Leverkusen sehr gut gespielt. Dann hatten sie Spiele wie in Mainz, wo sie Probleme hatten. Sie suchen die Schwächen vom Gegner. Das ist immer klar, wenn du die Spiele siehst."

(af/City-Press)

Profis, 29.05.2018
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