Bild:

Kiek ma, wo dit hinjeht: Leverkusen

Am Samstag (10.02.18) gastiert Hertha BSC bei Bayer Leverkusen. Wir stellen die 'Werkself' vor.

Berlin – 19.200 Zuschauer waren in der BayArena anwesend, als Hertha BSC am 4. Oktober 2008 mit 1:0 in Leverkusen siegte. Ausgerechnet der Ex-Leverkusener Andrij Voronin erzielte damals in der 89. Minute nach Vorarbeit von Arne Friedrich das goldene Tor. Seit jener Partie im Herbst 2008 siegten die Blau-Weißen nicht mehr in Leverkusen. Immerhin: Pál Dárdai stand seinerzeit über die vollen 90 Minuten auf dem Rasen. Er weiß also, wie man die Rheinländer schlägt. Ob es seiner Mannschaft in die Karten spielen mag, dass Leverkusen unter der Woche im Pokal gegen Bremen in die Verlängerung musste? "Ich glaube nicht, dass das ein Vorteil für uns ist. Wir sprechen über Profis. Für die ist es nicht so schlimm, wenn sie auch mal 120 Minuten spielen müssen", meint der heutige Chefcoach vor dem Bundesliga-Duell am Samstag (10.02.18). Mit wem es die Herthaner zu tun bekommen, verrät euch herthabsc.de.

Die sportliche Situation: Seitdem Hertha die Leverkusener in der Hinrunde mit 2:1 im Olympiastadion schlug, hat die 'Werkself' einen Lauf. In den vergangenen 16 Bundesliga-Partien mussten sich die Mannen von Heiko Herrlich nur ein einziges Mal geschlagen geben – und das gegen den FC Bayern München. "Leverkusen ist vor allem im Konterspiel stark, wenn sie über ihre schnellen Flügelspieler nach vorne kommen. Da müssen wir auf jeden Fall wach und aufmerksam sein", warnt Herthas Eigengewächs Arne Maier. Aktuell sind die guten Leistungen von Bayer 04 gleichbedeutend mit dem zweiten Tabellenplatz, 35 Zählern und einem Torverhältnis von 41:27. Die 'Werkself' präsentiert sich momentan als Einheit, die es trotz der erfolgreichen Serie auch versteht, mit Rückschlägen umzugehen. Am vergangenen Mittwoch (07.02.18.) egalisierten die Leverkusener im DFB-Pokal einen frühen 0:2-Rückstand. In der Verlängerung gewann Bayer 04 sogar noch mit 4:2 gegen Bremen und steht nun im Halbfinale. Julian Brandt sagte nach diesem Spiel: "Die Mannschaft hat Moral bewiesen."

Die Schnittstellen: Im Kader von Bayer 04 findet sich in Gestalt Karim Bellarabis ein gebürtiger Berliner. Allerdings wuchs Bellarabi in Bremen auf und wechselte bereits im Alter von acht Jahren in die Jugend des SV Werder. Zudem ist Patrick Weiser, Vater von Herthaner Mitchell, Teil des Trainerstabs von Leverkusens U17. Und auch zwischen Hertha-Legende 'Zecke' Neuendorf und Bayer besteht eine Verbindung: Im Jahr 1997 zog es den Ex-Profi nach drei Jahren in Leverkusen an die Spree. Nach drei Spielzeiten im Olympiastadion wechselte der aktuelle U17-Coach wiederum zurück zu Bayer. Nur eine Saison später war 'Zeckes' Heimweh schließlich so groß, dass es ihn wieder zurück zum Hauptstadtclub zog.

Gesagt...

"Hertha wird nicht hierher fahren und sagen: 'Wir wollen schön Karneval feiern!' "

Heiko Herrlich

Die Leverkusener im Fokus: Der Jamaikaner Leon Bailey, der nach seinem Wechsel im Januar 2017 seine erste komplette Spielzeit im schwarz-roten Dress absolviert, befindet sich aktuell in einer überragenden Verfassung. Allein in den vergangenen fünf Bundesliga-Spielen war der 20-Jährige an fünf der acht Treffer von Bayer 04 direkt beteiligt (vier Tore, eine Vorlage). Auch der 18-jährige Kai Havertz spielt eine starke Saison: In 17 Einsätzen kommt der deutsche U19-Nationalspieler bisher auf ein Tor und sechs Assists. Arne Maier sagt über seinen langjährigen Freund und Zimmerkollegen beim DFB: "Man hat schon früh gemerkt, dass er ein außergewöhnlicher Spieler ist. Seitdem er für die Profis von Leverkusen aufläuft, sehen nun wirklich alle, dass er überragend ist."

Das Hinrundenduell: Am 5. Spieltag besiegte Hertha BSC die Leverkusener mit 2:1. Mathew Leckie brachte die Herthaner mit einem Schlenzer ins linke obere Toreck schon früh auf die Siegerstraße (16.). Salomon Kalou legte nur vier Minuten später per Kopf nach. In der Folge standen die Blau-Weißen gut und ließen Bayer nur wenige Räume. Julian Brandt erzielte in der 84. Minute zwar noch den Anschlusstreffer, am Ende blieb es jedoch beim verdienten Heimsieg der Berliner. Heiko Herrlich, Trainer von Bayer 04, bilanzierte nach dem Schlusspfiff: "Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht. Das Spiel haben wir ganz klar in der ersten Halbzeit verloren."

Die Meinungen über den Hauptstadtclub: Vor dem Aufeinandertreffen in der Rückrunde findet der Coach der 'Werkself' lobende Worte für die Berliner, insbesondere auch für seinen Trainer-Kollegen Dárdai: "Hertha BSC ist sehr stark - das Hinspiel haben wir verloren, wir haben also etwas gutzumachen! Berlin hat in der Rückrunde zwar noch kein Spiel gewonnen, verfügt aber über genug Potenzial. Pál Dárdai weiß, wie er seine Mannschaft einstellt."

(af/dpa)


Profis, 09.02.2018
Newsletter
Social
Werbung