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Kiek ma, wer da kommt: Leverkusen

Am Samstag (20.05.17) empfängt Hertha BSC um 15.30 Uhr Bayer 04 Leverkusen. Der Gegner im Portrait.

Berlin – Bayer 04 Leverkusen bewegte sich viele Wochen lang auf dünnem Eis. Das Punktepolster zu den Abstiegsrängen schmolz dabei bedenklich. Erst mit dem 2:2 gegen Köln sicherte sich die 'Werkself' am vergangenen Spieltag den Klassenerhalt. Dabei ist die untere Tabellenhälfte für den Dauergast im Europapokal ungewohntes Terrain. "Wir sind in den letzten Jahren ja immer Dritter oder Vierter geworden. Was jetzt passiert ist, ist für viele erst einmal ein Schock", analysiert Sportdirektor Rudi Völler. Die erhoffte Wende durch den Trainerwechsel von Roger Schmidt zu Tayfun Korkut gelang nicht. Somit bleibt abzuwarten, welche Schlüsse Leverkusen aus dieser ernüchternden Saison zieht.

Die sportliche Situation: Leverkusen ließ in der aktuellen Saison oftmals das vermissen, was das Team in der Vergangenheit auszeichnete. Zum einen das starke Pressing, das den Gegner unter Druck setzte und zu Fehlern zwang. Zum anderen die konterstarke, brandgefährliche Offensivabteilung. Außerdem spielte die Korkut-Elf einfach zu wenig Punkte ein: Aus den vergangenen zwölf Bundesliga-Partien verbuchte Leverkusen lediglich einen Sieg – ein 2:0 gegen Absteiger Darmstadt 98. Rudi Völler für den Saisonabschluss bei Hertha BSC eine Partie angekündigt, in der es für die Gäste um einen versöhnlichen Abschluss geht: "Nach der Saison wird es eine knallharte Analyse geben", so der Sportdirektor.

Die Schnittstellen: Der Leverkusener Karim Bellarabi ist gebürtiger Berliner. Über die Jugendabteilungen Bremen und Braunschweig landete der Rechtsaußen 2014 in Leverkusen. Zudem besteht im äußersten Sinne eine Verbindung zwischen Mitchell Weiser und Leverkusen. Patrick Weiser, der Vater des Herthaners, ist zuständiger U17-Coach bei Bayer.

Gesagt...

"Nach der Saison wird es eine knallharte Analyse geben."

Rudi Völler

Die Leverkusener im Fokus: Kai Havertz ist wohl Bayers Senkrechtstarter der Saison. Bevor Korkut in Leverkusen das Ruder übernahm, war eigentlich Bellarabi als Rechtsaußen gesetzt. Dem 17-jährigen Talent Havertz gelang es jedoch, den elfmaligen Nationalspieler Deutschlands auf die Bank zu verdrängen. Mit acht Scorerpunkten (zwei Tore, sechs Vorlage) ließ der angehende Abiturient sein großes Potential aufblitzen. "Havertz hat eine Gabe mit seinem linken Füßchen und eine Ballbehandlung wie Mesut Özil", schwärmt Völler.

Die bisherigen Duelle: Die Bilanz zwischen Hertha BSC und Bayer Leverkusen spricht für die Rheinländer. In 41 Bundesliga-Duellen verließen die Blau-Weißen erst neun Mal als Sieger den Platz. Ganze 21 Mal holte Leverkusen einen 'Dreier', während sich die Clubs elf Mal die Punkte teilten. Die vergangenen beiden Partien verlor Hertha (1:3 und 1:2). Beim letzten Heimspiel in der vergangenen Saison hingegen bezwangen die Berliner die 'Werkself' mit 2:1.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: Jonathan Tah erwartet ein schwieriges Auswärtsspiel: "Die Berliner sind zu Hause natürlich eine Macht – auch wenn das letzte Spiel gegen Leipzig verloren gegangen ist", sagt Tah. Zudem fügt der Verteidiger an: "Sie spielen unter Dárdai einen richtig guten Fußball, das wird eine echte Herausforderung für uns, dort etwas zu holen."

(jd/dpa)

Profis, 18.05.2017
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