Bild: citypress

Kiek ma, wer da kommt: Östersunds FK

Am 6. Spieltag der UEFA Europa League-Gruppenphase empfängt Hertha BSC den Östersunds FK im heimischen Olympiastadion. Der Gegner im Porträt.

Berlin – Das Wort Abschied machte dieser Tage die Runde im Olympiapark. Denn wenn Hertha BSC am Donnerstagabend (07.12.17) um 21:05 Uhr den Östersunds FK empfängt, ist es das letzte internationale Spiel der Blau-Weißen in dieser Saison. Die erste Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb seit acht Jahren endet für Hertha BSC also mit dem Spiel gegen die Schweden. Trainer Pál Dárdai wünschte sich zwar "einen schönen Abschied", weiß aber auch, dass es für Östersund noch um etwas geht: "Sie werden sehr motiviert sein, weil sie wahrscheinlich einen Sieg brauchen, um Erster in der Gruppe zu bleiben", so der Trainer. herthabsc.de hat noch mehr Infos über den aktuellen Spitzenreiter der Gruppe J zusammengetragen.

Die sportliche Situation: Während in Deutschland in zwei Wochen der Herbstmeister feststeht und sich die Bundesliga in die Winterpause verabschiedet, ist die schwedische Liga bereits beendet. Für den Östersunds FK reichte es in dieser Saison zu Platz 5 in der 'Allsvenskan'. Der höchsten schwedischen Spielklasse gehört das Team von Trainer Graham Potter erst seit zwei Jahren an. Nach dem sensationellen Aufstieg 2015, folgten Anfang 2017 der Pokalsieg und die damit verbundene Teilnahme an der Qualifikation für die UEFA Europa League. Auf internationaler Bühne hat sich der erst 1996 gegründete Club mit Bravour behauptet und ist bereits sicher für die Runde der letzten 32 qualifiziert.

Östersund im Fokus: Saman Ghoddos heißt der erfolgreichste Mittelstürmer von Östersunds FK. In der Liga erzielte der wuchtige Angreifer zuletzt acht Tore in 23 Spielen. Zudem bereitete er sieben Treffer vor. Auch im schwedischen Pokalwettbewerb, dem 'Svenska Cupen' bewies er seine Treffsicherheit: Sieben Treffer in sieben Spielen lautet seine bemerkenswerte Ausbeute. In der UEFA Europa League war der iranische Nationalspieler bisher zweimal erfolgreich und legte ein Tor auf.

Gesagt...

"Es ist schwer einzuschätzen, was Hertha BSC für dieses Spiel plant und wie ihre Startelf aussehen wird"

Graham Potter

Der Weg in die Runde der letzten 32: In der Qualifikation für die UEFA Europa League setzten sich die Schweden unter anderem gegen den türkischen Rekordmeister Galatasaray Istanbul durch. Dass das Erreichen der Gruppenphase für Östersund kein Zufall oder einfach nur Glück war, zeigte sich im weiteren Turnierverlauf: Mit drei Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage, führt Östersunds FK  die Tabelle in der Gruppe J mit zehn Punkten an. Das Erreichen der Runde 2 - wie die UEFA das Sechszehntelfinale nennt - haben die Schweden damit schon sicher. Nur Athletic Bilbao mit acht Zählern kann ihnen den ersten Platz, mit einem Sieg gegen Sorja Luhansk, noch streitig machen.

Die bisherigen Duelle: Im Hinspiel gegen den ÖFK unterlagen die Berliner mit 0:1. Das Tor des Tages schoss am 2. Spieltag der Gruppenphase Kapitän Brwa Nouri per Elfmeter. Der italienische Schiedsrichter Luca Banti hatte in der 22. Minute nach einem Handspiel von Jordan Torunarigha auf Strafstoß entschieden. Die Partie war das bisher einzige Aufeinandertreffen zwischen Hertha BSC und dem Östersunds FK, aber nicht die erste gegen eine Mannschaft aus Schweden. Achtmal spielten die Herthaner im europäischen Wettbewerb gegen schwedische Teams. Dabei gab es vier Siege und vier Niederlagen.

Die Meinungen über den Hauptstadtclub: Die Gäste aus Schweden sind bereits am Sonntag in Berlin angekommen und haben die ganze Woche auf dem Gelände an der Hanns-Braun-Straße trainiert. Diese Maßnahme diente unter anderem dazu, sich an das Geläuf zu gewöhnen, denn in Schweden wird nur auf Kunstrasen gespielt. "Wir haben uns bemüht, uns so gut wie möglich vorzubereiten", so der Gäste-Trainer Graham Potter zu den veränderten Bedingungen. "Wie immer streben wir den Sieg an, aber es ist schwer einzuschätzen, was Hertha BSC für dieses Spiel plant und wie ihre Startelf aussehen wird", führte er weiter aus. "Aber das wichtigste ist, dass wir uns auf unser Spiel konzentrieren", nahm der Brite seine Mannschaft in die Pflicht.

(jp/City-Press)

Profis, 07.12.2017
Newsletter
Social
Werbung