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Kiek ma, wo dit hinjeht: Stuttgart

Am Samstag (13.01.18) startet Hertha BSC beim VfB Suttgart in die Rückrunde. Wir haben uns den Gegner genauer angeschaut.

Berlin - "Die Rückrunde so beginnen, wie wir die Hinrunde aufgehört haben." Dieser Satz war oft zu hören in diesen Tage rund um den Schenkendorffplatz. Von Fans, Spielern und Verantwortlichen. Alle wollen an den Auswärtssieg in Leipzig anknüpfen und mit drei Punkten in die Rückrunde starten. "Wir müssen gleich am Samstag anfangen die Punkte zu sammeln", sagte etwa Vedad Ibisevic. Doch zwischen Hertha BSC und diesen Punkten steht der VfB Stuttgart. Herthabsc.de hat sich den heimstarken Aufsteiger etwas genauer angeschaut.

Die sportliche Situation: Nach dem direkten Wiederaufstieg lief die Hinrunde für die Schwaben zunächst nach Plan. Erst vier Niederlagen am Jahresende ließen den VfB aus dem gesicherten Mittelfeld in die Gefahrenzone der Liga abrutschen. Mit 17 Zählern überwinterte der amtierende Zweitligameister als Tabellen-14. - nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. "Wir haben zwar die letzten Spiele nicht gepunktet, aber die Mannschaft spielt nicht wie ein Absteiger. Einstellung und Mentalität sind hervorragend", sagte Sportvorstand Michael Reschke. Allerdings: Von den 17 Punkten holten des Trainers Schützlinge 16 vor den heimischen Fans. Mit dem einen Punkt, den die Stuttgarter in Hannover holten, sind sie das schlechteste Auswärtsteam der Liga. 

Die Schnittstellen: Alle drei Mittelstürmer von Hertha BSC haben eine Vergangenheit beim VfB Stuttgart. Kapitän Ibisevic spielte von Januar 2012 bis Sommer 2015 bei den Schwaben und erzielte in 86 Bundesliga-Spielen 33 Tore. "Stuttgart ist ein toller Verein mit tollen Zuschauern. Dass meine letzte Zeit dort nicht gut war, ist klar", sagte er vor der Rückkehr. 2006 wechselte Julian Schieber in die Jugend des VfB, ehe er zwischen 2010 und 2012 49 Bundesliga-Spiele bestritt und sechs Tore für den fünfmaligen Deutschen Meister erzielte (Leihe an den FC Nürnberg 2010/11). Auch Davie Selke spielte einst für die Stuttgarter Jugend, begann seine Profi-Karriere allerdings in Bremen. Daneben hat auch Rainer Widmayer eine VfB-Vergangenheit und war dort als Co-Trainer im Nachwuchs- und Profibereich tätig.

Die Stuttgarter im Fokus: Mit der überraschenden Verpflichtung von Mario Gomez haben die Stuttgarter einen großen Namen zurück an seine alte Wirkungsstätte geholt. "Ich bin sehr glücklich, wieder zu Hause zu sein", sagte der 32-Jährige, der eine lange Geschichte bei den Schwaben hat: Im Alter von 16 Jahren wechselte der Angreifer in die Stuttgarter Jugend, schaffte 2005 den Sprung in die erste Mannschaft. Zwei Jahre später, in der Saison 2006/2007, wurde er unter Trainer Armin Veh Deutscher Meister, Nationalspieler und 'Fußballer des Jahres' in Deutschland. Anschließend folgten Stationen bei Bayern München, wo er 2013 das Triple gewann, beim AC Florenz, Besiktas Instanbul und dem VfL Wolfsburg. Nun also zurück zu den Wurzeln. "Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, Mario Gomez für die Rückkehr zum VfB zu begeistern", so Sportvorstand Reschke.

Gesagt...

"Ich bin sehr glücklich, wieder zu Hause zu sein."

Mario Gomez

Das Hinrundenduell: Das Aufeinandertreffen am 1. Spieltag entschied Hertha BSC mit 2:0 für sich - und das völlig verdient. Der Hauptstadtclub war von Beginn an spielbestimmend und belohnte sich nach einer torlosen ersten Halbzeit unmittelbar nach der Pause: In seinem ersten Bundesliga-Spiel für die Blau-Weißen schoss Mathew Leckie das 1:0 (46.), um Minuten später nach einer Ecke von Marvin Plattenhardt auch noch den zweiten Treffer zum Endstand zu besorgen (62.). "Wir haben inhaltlich viele Sachen gut gemacht, aber auch ein paar nicht. Die wollen wir künftig besser machen", analysierte VfB-Coach Wolf damals im August.

Die Meinungen über den Hauptstadtclub: Die Hausherren wissen um ihre Heimstärke und setzen auch am Samstag auf die Rückendeckung ihrer Anhänger: "Wir wollen gut in die Rückrunde starten und brauchen wieder das Stadion und die Unterstützung der Fans hinter uns", so Wolf. Hertha BSC sei "ein guter Gegner, der vor allem bei offensiven Standards sehr gefärhlich ist", warnte der 36-jährige mit Blick auf die bevorstehende Partie.

(jp/dpa)

Profis, 11.01.2018
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