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Kiek ma, wer da kommt: Wolfsburg

Am Samstag (22.04.17) empfängt Hertha BSC den VfL Wolfsburg am 30. Spieltag im Olympiastadion. Der Gegner im Porträt.

Berlin – Die Saison 2016/17 läuft für den VfL Wolfsburg nicht unbedingt nach Plan. Seit dem fünften Spieltag kommt der Club, mit Europapokal-Ambitionen gestartet, nicht über Tabellenplatz zwölf hinaus. Nach Amtsantritt von Cheftrainer Andries Jonker verbesserte sich die Punkteausbeute des Vereins, der in seinen sieben Spielen elf der bisherigen 33 Zähler holte. Da viele Teams aus dem Tabellenkeller zuletzt jedoch punkteten, stecken die 'Wölfe' auch mit dem dritten Fußballlehrer der Spielzeit weiterhin mitten im Abstiegskampf. "Für uns kann es nur darum gehen, dort unten so schnell wie möglich wegzukommen", lautet Jonkers klare Prämisse.

Die sportliche Situation: Der VfL Wolfsburg steht aktuell auf Platz 13 in der Bundesliga. Coach Jonker geht optimistisch in die Endphase der Saison: "Solange wir unsere Spiele gewinnen, haben wir alles in der eigenen Hand. Und wir werden das schaffen", sagt der Niederländer. Vor allem in der Offensive flutscht es wieder bei den Niedersachsen: Die Torgefahr manifestiert sich vor allem in Person von Mario Gomez. Der Stürmer traf im Saisonverlauf bereits 14 Mal, alleine unter Jonker in sieben Spielen acht Mal. "Entscheidend ist, dass wir alle an einem Strang ziehen und dass die zehn anderen es Mario ermöglichen, seine Treffer zu erzielen", erklärt der Trainer.

Die Schnittstellen: Der Wolfsburger Ashkan Dejagah hat eine Hertha-Vergangenheit. Ab 2000 gehörte der Deutsch-Iraner zunächst zur Hertha-Nachwuchsakademie, ab 2004 der Profimannschaft an. 2007 angelte sich der VfL Wolfsburg den Mittelfeldspieler. Nach Zwischenstationen beim FC Fulham und Al-Arabi (Katar) erfolgte in der Winterpause 16/17 die Rückkehr nach Wolfsburg. "Es hat einfach gepasst, und ich bin stolz, das Vertrauen zu kriegen", befand Dejagah nach seiner Rückkehr. Aktuell ist Dejagah nach einem Muskelfaserriss im Aufbautraining. Auch Herthas Rechtsverteidiger Peter Pekarik spielte schon für beide Klubs. Der Slowake trug zwischen 2009 und 2011 das Wolfsburg-Trikot und holte mit den Niedersachsen 2009 sogar den Meistertitel. Auch Alexander Esswein arbeitete zwei Jahre in der Autostadt, auch er war dabei, als die Wolfsburger Meister wurden.

Gesagt...

"Die Jungs versuchen, den Plan umzusetzen und machen gute Fortschritte."

Andries Jonker

Die Wolfsburger im Fokus: Andries Jonker ist seit Februar der dritte VfL Wolfsburg Coach in der Saison 2016/17. Zwischen 2012 und 2014 assistierte er bereits als Co-Trainer Felix Magath, Lorenz-Günther Köstner und Dieter Hecking bei den 'Wölfen'. Im Februar 2017 installierte Sportchef Olaf Rebbe den Niederländer, nachdem Valerien Ismael mit dem VfL im Tabellenkeller feststeckte. "Etwa zwei Drittel der Jungs waren mir bereits gut bekannt", freute sich Jonker über seine kurze Eingewöhnungszeit. Die Handschrift des 54-Jährigen lies schnell erkennen: Die 'Wölfe' sind in der Offensive wieder gefährlich. "Die Jungs versuchen, den Plan umzusetzen und machen gute Fortschritte", so der ehemalige Assistent von Louis van Gaal nach Siegen gegen Leipzig und Darmstadt.

Die bisherigen Duelle: 35 Mal traf Hertha BSC im deutschen Fußball-Oberhaus auf den VfL Wolfsburg. 15 Partien gewannen die Herthaner, während es acht Unentschieden gab. Zwölf Duelle verloren die Blau-Weißen. Im Hinspiel der Saison 16/17 holte der Hauptstadtclub auswärts einen 'Dreier': Mit Treffern von Marvin Plattenhardt, Alexander Esswein und Salomon Kalou entschied die Dárdai-Elf das Spiel mit 3:2.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: Für Jonker ist es durch seine Bundesliga-Erfahrung nicht die erste Fahrt nach Berlin. Doch als Cheftrainer saß er noch nicht im Olympiastadion auf der Bank. "Gegen heimstarke Mannschaften ist es immer eine interessante Herausforderung", weiß der VfL-Coach.

(jd/dpa)

Profis, 21.04.2017
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