Bild:

"Ich möchte ein Vorbild sein"

Peter Pekarik spricht nach seiner Vertragsverlängerung über seine Verbundenheit zu Hertha BSC, sportliche Ziele und seine Torgefahr.

Berlin – Als Peter Pekarik im Sommer 2012 kam, hatte Pál Dárdai gerade seine erfolgreiche Fußballer-Karriere bei Hertha BSC beendet und wechselte als Trainer in den Nachwuchsbereich der Berliner. Der damals 26-Jährige, lange Zeit Stammspieler beim VfL Wolfsburg und Deutscher Meister 2009, war in der Hauptstadt einer der Hoffnungsträger für den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Seitdem ist viel passiert – doch eines ist klar: Der slowakische Nationalspieler hat die in ihn gesteckten Erwartungen mehr als erfüllt. Am Mittwoch (14.02.18) hat Pekarik seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei den Herthanern verlängert. "Für mich bedeuten Berlin und Hertha sehr, sehr viel, deshalb bedeutet mir der neue Vertrag auch sehr viel", kommentierte der Musterprofi seine Unterschrift. Im Interview mit herthabsc.de erklärt Pekarik seine Entscheidung, spricht über seine Torgefahr und seine sportlichen Ziele.

herthabsc.de: Peter, seit 2012 läufst du für den Hauptstadtclub auf, bist hinter Fabian Lustenberger und Thomas Kraft der dienstälteste Herthaner. Was bedeutet dir diese Vertragsverlängerung?
Pekarik: Für mich bedeuten Berlin und Hertha sehr, sehr viel, deshalb bedeutet mir der neue Vertrag auch sehr viel. Ich bin jetzt fast sechs Jahre hier, in dieser Zeit habe ich einiges erlebt. Berlin ist meine zweite Heimat – und Hertha sozusagen meine Familie. Der Verein war bei meinen Überlegungen immer die erste Wahl. Für mich war immer klar, dass ich hier bleiben möchte. Deswegen bin ich natürlich glücklich, dass ich noch länger bei Hertha bleibe.

herthabsc.de: Zweite Liga, Wiederaufstieg und Europapokal: Du hast mit den Blau-Weißen wahrlich Höhen und Tiefen durchlebt. Welche sportlichen Ziele hast du für die Zukunft?
Pekarik: Ich freue mich einfach auf weitere Herausforderungen mit dieser tollen, talentierten Mannschaft. Ich glaube, wir haben in den vergangenen Jahren einen guten Weg eingeschlagen, eine gute Entwicklung genommen. Es wäre schön, wenn wir an diese anknüpfen könnten. Persönlich möchte ich natürlich so oft wie möglich spielen und der Mannschaft helfen.

herthabsc.de: Mit 31 Jahren, dem Erlebten und mehr als 200 Pflichtspielen für Hertha und den VfL Wolfsburg gehörst du zu den erfahrenen Akteuren im Kader. Inwiefern hast du dich in deinen Jahren als Profi verändert?
Pekarik: Stimmt, ich spiele jetzt schon knapp neun Jahre in der Bundesliga. In der Zeit habe ich mich natürlich weiterentwickelt. Am Anfang kam ich in ein neues Land, habe eine neue Kultur kennengelernt und musste allgemein viele Dinge lernen. Jeder sammelt seine Erfahrungen – das ist ganz natürlich, wenn man älter wird. Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich diese Erfahrung an die jungen Spieler weitergeben kann. Es gibt immer wieder Situationen im Spiel, im Training oder in der Kabine, in denen ich den Jüngeren helfe. Das ist auch mein Anspruch, ich möchte ein Vorbild sein. Wenn jemand Hilfe braucht, bin ich da.

Gesagt...

"Wenn ich spiele, gebe ich immer Vollgas, will alles dafür tun, dass wir als Mannschaft gewinnen."

Peter Pekarik

herthabsc.de: Vor 13 Monaten hast du nach 151 Bundesliga-Spielen dein erstes Tor erzielt, im Dezember 2017 ein weiteres in der Europa League folgen lassen. Für deine Verhältnisse hast du gerade fast schon einen kleinen Lauf…
Pekarik: Damals war es wirklich an der Zeit, dass ich endlich treffe (lacht). Ich musste ja doch ein wenig darauf warten… Die Sprüche in der Kabine haben danach zum Glück auch aufgehört (lacht). Ich hoffe und glaube, dass ich auf das nächste Tor nicht wieder so lange warten muss. Im Training klappt es zumindest schon mal ganz gut.

herthabsc.de: Du genießt bei den Fans einen fantastischen Ruf als zuverlässiger Spieler. Auch das Trainerteam um Pál Dárdai schätzt dich in gleicher Weise. Inzwischen trägst du sogar regelmäßig die Kapitänsbinde. Wie sehr freut dich das?
Pekarik: So etwas habe ich schon mitbekommen – und ich freue mich da drüber. Die Fans waren und sind mir immer sehr wichtig. Wenn ich spiele, gebe ich immer Vollgas, will alles dafür tun, dass wir als Mannschaft gewinnen. Dann sind die Fans auch glücklich. Die Mannschaft auf den Platz zu führen, ist für mich ein wirklich geiles Gefühl und eine große Ehre. Ob mit Binde oder ohne: Ich will meiner Mannschaft immer helfen.

herthabsc.de: Zum Abschluss noch eine Frage: Kannst du dir vorstellen, deine Karriere bei Hertha BSC zu beenden?
Pekarik: Das kann ich mir vorstellen, aber es ist noch zu früh, darüber nachzudenken (schmunzelt). Ich hoffe, dass vorher auf jeden Fall noch viele Spiele dazukommen.

(fw/City-Press)

Profis, 01.03.2018
Newsletter
Social
Werbung