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Macht’s wie 1972!

Hertha BSC startet kommende Woche mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (13.01.18) in die Bundesliga-Rückrunde. Eine ähnlich Konstellation gab es bereits vor über 45 Jahren.

Berlin – Zugegeben, die Rückrunden der Herthaner in den vergangenen Jahren waren nicht unbedingt ideal – das weiß man beim Hauptstadtclub selbst. 2015 holten die Blau-Weißen 17 Punkte, ein Jahr darauf 18 und zuletzt 2017 zumindest 19 Zähler. Dass diese Ausbeute – dank starker Hinrunden – zunächst zum Klassenerhalt und in den Folgejahren sogar zu den Plätzen 7 und 6 reichten, darf an dieser Stelle allerdings nicht unerwähnt bleiben.

Nun sind es also nur noch wenige Tage, bis die zweite Hälfte der Saison 2017/18 startet. Und im Umfeld der Herthaner beginnt schon wieder das große Gerede über die vermeintliche Rückrundenschwäche. Diesen Stimmen tritt Michael Preetz entgegen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die chronisch eher schwächere Rückrunde diesmal hinter uns lassen und eine richtig gute Runde spielen", sagt der Geschäftsführer Sport. Das sieht auch Pál Dárdai so. "Wir haben eine intensive Hinrunde mit vielen Partien hinter uns, aber die Doppelbelastung gut verkraftet. Außerdem haben sich die jungen Spieler weiterentwickelt", zeigt sich der 41-Jährige optimistisch. "Jetzt haben wir auch wieder mehr Zeit, uns auf die Gegner vorzubereiten. Denn klar ist, dass diese Rückrunde besser werden muss als die vergangene."

Gute Erinnerung

Für die Mannschaft des Ungars beginnt der zweite Saisonabschnitt mit dem Gastauftritt beim VfB Stuttgart (13.01.18). Für den Trainer Dárdai, der Anfang Februar 2015 zum Chefcoach der Berliner aufstieg, ist es der Auftakt in seine vierte Rückrunde als Fußballlehrer. Und genau der ist für ihn nicht ganz so unwichtig: "Diese Partie ist richtungsweisend. Gewinnen wir in Stuttgart, können wir in der Tabelle nach oben schauen. Ein Blick auf die Tabelle sagt alles: Es wird diese Saison eine ganze enge Kiste", so Dárdai, der sich auch von der Rückkehr seiner Spieler Vladimir Darida, Julian Schieber und Valentin Stocker etwas erhofft. "Bei unserem Kader wird es wichtig sein, dass der Teamgeist intakt bleibt. Durch die Rückkehr der Jungs wird der Konkurrenzkampf noch einmal steigen, was förderlich sein kann", sagt der Coach.

Übrigens: Mut machen darf Hertha BSC ein Blick ins Jahr 1972. Damals starteten die Blau-Weißen ebenfalls mit einem Spiel gegen den VfB in die Bundesliga-Rückrunde – damals allerdings in Berlin. Lorenz Horr und Arno Steffenhagen trafen am 22. Januar zum 2:1-Sieg des Hauptstadtclubs. Für die Elf von Trainer Helmut Kronsbein, am Ende Tabellensechster, waren das – nach Anwendung der Drei-Punkte-Regel – die ersten drei von insgesamt 26 Rückrundenzählern. Eine Ausbeute, die den Herthanern auch 2018 sicher gefallen dürfte. 

(fw/dpa)

Profis, 01.03.2018
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