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"Ich hatte mein Trainingslager in Berlin"

Niklas Stark ist zurück: Nach seinem ersten Teamtraining am Dienstag (09.08.17) hat er über seine Rückkehr, den EM-Titel und Saisonziele gesprochen.

Berlin – Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat: Heutzutage gibt es einige (digitale) Möglichkeiten, um stets auf dem Laufenden zu bleiben und ganz nah dran zu sein an Hertha BSC. Auch die Fußballprofis, allen voran die jungen Akteure, nutzen die sozialen Netzwerke, um ihren Fans beziehungsweise Followern Einblicke in ihren Alltag zu ermöglichen. Da ist Niklas Stark keine Ausnahme. Herthas Nummer Fünf lässt seine Anhänger in steter Regelmäßigkeit an sportlichen und privaten Momenten teilhaben. In den vergangenen Wochen jedoch war es ein wenig ruhiger geworden auf den Kanälen des 22-Jährigen: Eine Verletzung, zugezogen beim Gewinn der U21-Europameisterschaft, setzte den Defensivspieler außer Gefecht. Nun ist er wieder da.

Nach seinem ersten Training mit der Mannschaft nahm sich Niklas Stark die Zeit und sprach mit herthabsc.de über seine Rückkehr, die Verletzungspause und den EM-Titel.  

herthabsc.de: Nik, wie fühlst du dich nach deiner ersten Trainingseinheit mit der Mannschaft?
Niklas Stark: Es ist schön, wieder dabei zu sein. Natürlich ist das Mannschaftstraining nicht mit individuellen Einheiten zu vergleichen. Wir haben zwar auch in diesen Einheiten mit dem Ball gearbeitet, aber wenn die Kollegen mit dabei sind, ist es schon ein wenig schwieriger (schmunzelt). Ich denke schon, dass ich noch die eine oder andere Einheit aufholen muss. Ein bisschen Zeit braucht es, bis die Konzentration wieder bei 100 Prozent ist.

herthabsc.de: Du hast quasi die gesamte Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst. Was hast du die vergangenen Wochen gemacht und wie hast du trainiert?
Stark: Als die Mannschaft das Trainingslager in Schladming absolvierte, hatte ich meins hier (schmunzelt). In der Zeit habe ich gut und intensiv mit dem Athletiktrainer und den Physiotherapeuten gearbeitet, zweimal am Tag. Wir haben meinen Körper wieder auf die Belastungen vorbereitet. Da war alles mit dabei: Kraft-, Ausdauer- und Schnelligkeitsübungen.

Gesagt...

" Die Bundesliga ist das Wichtigste. Wenn wir in dem Wettbewerb schlecht abschließen, hilft es uns auch nicht, wenn wir im Pokal oder der Europa League weit kommen."

Niklas Stark

herthabsc.de: Also konntest du die Sommerpause denn trotzdem zumindest ein wenig genießen?
Stark: Ja, schon. Natürlich hatte ich noch leichte Schmerzen, war ein wenig eingeschränkt. Mit einer dreifachen Schraube rückwärts bin ich nicht ins Wasser gesprungen, aber ich konnte ein bisschen schwimmen (lacht).

herthabsc.de:  Den Rippenbruch hast du dir bei der U21-Europameisterschaft zugezogen…
Stark: … kurz vor Schluss im ersten Gruppenspiel gegen Tschechien. Mein Gegenspieler ist auf mich gefallen, ich habe schon gespürt, dass er mich ungünstig getroffen hat. Es hat sich fast so angehört, wie wenn unsere Physios uns behandeln. Aber wir dachten, dass es eine Prellung ist. Ich habe dann alles versucht, um weiterzuspielen. Am Ende hat es geklappt – und sich auch gelohnt. Der Titelgewinn war die Krönung, etwas ganz Besonderes. Der Moment des Schlusspfiffes war krass, ein unbeschreibliches Gefühl.

herthabsc.de: Du warst nicht mit in den Trainingslagern, bist aber natürlich dennoch bestens vernetzt. Welchen Eindruck macht die Mannschaft auf dich?
Stark: Es ist immer ein bisschen schwierig vor dem Pflichtspielauftakt zu sagen, wo das Team steht. Das werden wir erst nach ein paar Spielen sehen. Aber ich bin guter Dinge, die Jungs machen einen guten Eindruck. Auch die neuen Spieler sind gut integriert, so wie ich das bis jetzt mitbekommen habe.

herthabsc.de: Der Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal bei Hansa Rostock am Montag (14.08.17) steht kurz bevor. Wie wichtig wäre es, mit einem Erfolgserlebnis in die neue Spielzeit zu starten?
Stark: Natürlich sehr wichtig. Wir wollen uns durchsetzen und generell im Pokal so weit wie möglich kommen. Da müssen wir von Anfang an mit voller Konzentration auftreten. Rostock ist zwar 'nur' ein Drittligist, aber ein sehr unangenehmer mit vielen Fans im Rücken. Ich versuche natürlich alles, um dabei zu sein (lacht). Aber natürlich entscheidet der Trainer. Wenn er sagt, dass es zu früh ist, ist es zu früh.

herthabsc.de: Du warst in der vergangenen Saison absoluter Stammspieler. Mit welchen Zielen gehst du in die neue Runde?
Stark: Wichtig ist, dass wir als Mannschaft gut auftreten. Wir wollen uns so präsentieten wie in der Vorsaison und so weit wie möglich nach oben. Die Bundesliga ist das Wichtigste. Wenn wir in dem Wettbewerb schlecht abschließen, hilft es uns auch nicht, wenn wir im Pokal oder der Europa League weit kommen.

(fw/City-Press)

Profis, 09.08.2017
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