Bild: citypress

"Ein Befreiungsschlag"

Die gesammelten Reaktionen nach dem 2:1-Heimsieg über Köln am Samstag (14.04.18) von Davie Selke, Valentino Lazaro, Marvin Plattenhardt und Niklas Stark.

Berlin - Der Tor-Knoten ist durch Davie Selke geplatzt, die 1.000-Heimspiel-Tore-Marke geknackt, der erste Heimsieg im Kalenderjahr 2018 geschafft. Beim Spiel gegen den 1. FC Köln gab es so einige Positivschlagzeilen. Dementsprechend groß war die Erleichterung bei Selke, dem doppelten Torvorbreiter Marvin Plattenhardt, Geburtstagskind Niklas Stark und Valentino Lazaro.

Davie Selke: Mein erstes Tor war ein Befreiungsschlag. Ich bin Stürmer, ich will Tore machen und der Mannschaft helfen. Ich habe es gar nicht auf dem Schirm gehabt, dass mein zweiter Treffer das 1.000. Heimtor für Hertha in der Bundesliga war. Das ist ein sehr schöner Nebeneffekt für einen gelungenen Nachmittag. Wir konnten den Fans den ersten Heimsieg dieses Jahres schenken, auch wenn der jetzt recht spät kam. Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben es in der Anfangsphase aber verpasst, ein frühes Tor zu machen. Dann haben wir uns einen Konter gefangen und lagen zurück. In der Halbzeit haben wir uns vorgenommen, so weiterzuspielen – mit einem Doppelschlag sind wir zurückgekommen, das war ganz wichtig. Auch sehr wichtig war, dass wir gegen die starken Kölner gegengehalten und den Sieg nicht mehr aus der Hand gegeben haben. Ich habe vergessen, meinen Jubel  zu machen – zu dem Zeitpunkt hatte ich etwas anderes im Kopf, ich habe lieber mit 'Platte' gejubelt.

Marvin Plattenhardt: Mich freut es sehr, dass ich einige Vorlagen geben und so der Mannschaft helfen konnte. Das hat in den vergangenen Wochen nicht so gut geklappt. Jetzt haben wir uns den Frust von der Seele geballert. Gerade nach einem Rückstand ist es schön, dass wir noch gewonnen haben. Wir haben schon in der ersten Halbzeit gut gespielt, Möglichkeiten gehabt, aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Jetzt sind es noch vier Spiele – aktuell stehen wir im Niemandsland der Tabelle. Nach hinten ist der Schuppen jetzt nicht, nach vorn kann aber noch so einiges passieren. Wir schauen von Woche zu Woche und wollen noch einige Punkte holen.

Niklas Stark: Köln hat es uns nicht leicht gemacht. Trotzdem haben wir die Aufgabe gut gelöst, haben uns nach dem 0:1 nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nach der Pause sind wir gut aus der Kabine gekommen, haben das Spiel in wenigen Minuten gedreht – so nahm die Partie eine Wendung, die uns natürlich sehr gelegen kam. Für mich persönlich war es ein sehr intensives Spiel. Gegen einen Stürmer wie Jhon Cordoba zu spielen, ist für einen Verteidiger immer eklig. In einem Zweikampf hat er mich an der Nase erwischt. Ich befürchte, dass sie gebrochen ist.

Valentino Lazaro: Natürlich ist es eine große Erleichterung, dass wir endlich mal wieder zu Hause gewonnen haben. Wir sind mit der Einstellung in die Begegnung gegangen, dass es in den verbleibenden Spielen um alles geht. Schon früh haben wir uns gute Chancen erspielt, diese aber nicht genutzt. Durch einen individuellen Fehler nach einem langen Ball sind wir dann in Rückstand geraten. Da war es zunächst schwierig für uns, einen kühlen Kopf zu bewahren. Der Trainer hat uns in der Halbzeit aber gut eingestellt. Wir sind mit viel Schwung aus der Kabine gekommen, haben unsere Chancen genutzt und hatten in der Folge sogar noch Möglichkeiten, um höher in Führung zu gehen. Uns alle freut es ganz besonders, dass Davie wieder mal getroffen hat – und dann sogar gleich doppelt. Es war sowieso nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten bei ihm wieder platzt. 

(HerthaBSC/City-Press)

Profis, 14.04.2018
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