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Auf dem richtigen Weg

Trainer Pál Dárdai sieht sein Team noch nicht am Ende seiner Entwicklung.

Berlin - Eine intensive Englische Woche nahm mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am Sonntagnachmittag (27.09.15) sein Ende. Trotz des 1:1-Unentschieden ein positives. "Wir sind zufrieden, denn alle Punkte, die wir geholt haben, waren verdient. Das ist die wichtigste Erkenntnis, dass es eben keine Zufallsprodukte waren." So zog Trainer Pál Dárdai nach dem Auslaufen am Montagvormittag Bilanz. Seine Startelf hatte eine läuferische Einheit mit anschließendem Programm in der Kabine hinter sich gebracht, die übrigen Akteure absolvierten eine rund 90-minütige Einheit auf dem Schenckendorffplatz. Nun sei Zeit zum "Runterfahren", ehe dann am Mittwoch die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den Hamburger SV beginnt.

Vier Punkte stehen aus den drei Spiele der vergangenen Woche zu Buche. Ein erfreulicher Platz in der Tabelle miteingeschlossen. Das Hauptaugenmerk des Trainers liegt jedoch auf anderen Faktoren. "Unser Ziel war es, unser spielerisches Konzept zu verbessern. Das kann man inzwischen sehen und das wollen wir beibehalten", meint Dárdai und richtet seinen Blick bereits auf die nächste Aufgabe. "Die nächste Stufe ist jetzt, aus solchen kontrollierten Aktionen auch Tore zu machen. Das wird passieren, ich kann aber nicht sagen, wann das sein wird." Gegen Frankfurt hatten die Herthaner beim Stande von 0:0 mehrfach die Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Allein Vedad Ibisevic scheiterte erst am Frankfurter Schlussmann, dann am Aluminium.

Das gefestigte System lässt sich auch an den Möglichkeiten während des Spiels erkennen. Mit Salomon Kalou auf der Außenbahn ging die Mannschaft ins Spiel. Einen besonderen Vorteil sieht Pál Dárdai an der Flexibilität - während des Spiels ließe sich ganz einfach mit den eingesetzten Spielern die Ausrichtung verändern, z.B. mit einem zweiten Stürmer Kalou vorne drin. Auch Vladimir Darida und Tolga Cigerci ließ Pál Dárdai in der zweiten Halbzeit die Positionen tauschen: "Ich habe Vladimir inzwischen besser kennengelernt und es kommt ihm entgegen, wenn er mehr Raum vor sich hat, um seine Stärken auszuspielen." Oder eben durch die Hereinnahme eines klassischen Zehners wie Alexander Baumjohann, der gegen Frankfurt nach seiner Einwechslung gegen müder werdende Gastgeber fast jeden Zweikampf gewann.

Der Aufwand, den die Herthaner in den zweiten Halbzeit betrieben, trug auch durch die Umstellungen in der 82. Minute Früchte. Mit Nachdruck drängten die Herthaner durch die Frankfurter Abwehrzentrale, ließen sich nicht von einem Frankfurter Abwehrspieler beirren, sodass Herthas Nummer 6 frei vor dem Tor auftauschte und zum verdienten Ausgleich ins Eck einschob. Zufrieden waren die Berliner dennoch nicht ganz. "Man hat in Frankfurt gesehen, was die viele Arbeit gebracht hat. Die Jungs sind immer weiter marschiert. Ich glaube, wenn das Spiel zehn Minuten länger gedauert hätte, hätten wir Frankfurt geknackt", vermutete Dárdai. "Das ist die Mentalität der Mannschaft, sie wollte das Spiel unbedingt gewinnen. Wichtig ist, dass niemand anfängt, zufrieden zu sein. Wir dürfen nicht nachlassen", hob Herthas Cheftrainer direkt verbal den warnenden Finger.

(war/City-Press)

Teams, 16.01.2018
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