Bild: citypress

Drei erkämpfte Punkte

Der beste Saisonstart der Vereinsgeschichte ist hart erkämpft. Ramos Tor macht den Unterschied.

Berlin - Hertha BSC bleibt im heimischen Olympiastadion in dieser Bundesliga-Saison weiterhin ungeschlagen. Das Team von Trainer Jos Luhukay besiegte den Hamburger SV am Samstag (24.08.13) mit 1:0. Den Siegtreffer für die Herthaner erzielte Stürmer Adrian Ramos in der 74. Spielminute. Nach drei Spieltagen stehen auf dem Konto der Berliner nun sieben Punkte und ein Torverhältnis von plus sechs Toren. Hertha BSC steht nun auf dem fünften Tabellenplatz und startet so gut wie noch nie in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga.

Jos Luhukay äußerte sich nach dem Spiel: "Es war ein sehr enges und spannendes Spiel. Es gab auf beiden Seiten nicht so große Chancen und es war relativ ausgeglichen. Wir konnten, Gott sei Dank, dann das entscheidende Tor erzielen. Es war eine sehr gute Vorarbeit von Nico Schulz auf Adrian Ramos, der so häufig für uns das erste und somit wichtige Tor erzielte." Der Trainer hatte noch ein extra Lob für den kolumbianischen Stürmer, der inzwischen bereits drei Saisontreffer auf dem Konto hat: "Adrian hat das schon letztes Jahr in der zweiten Bundesliga mehrfach für uns getan und ist deswegen  für uns ein richtig wichtiger Spieler." Luhukay empfand das Spiel in der ersten Halbzeit "etwas verkrampft" und erklärte das durch die turbulente Woche, die beide Teams erlebt hätten.

Fink: "Letztendlich haben wir keine Punkte mitgenommen, deshalb fahre ich auch nicht zufrieden nach Hause."

Die überraschend frühe Auswechslung von 'Jay' Brooks war taktisch bedingt. "Die Mannschaft brauchte Peter heute, der mit seiner Einstellung, Motivation und Korrekturen auf dem Platz mehr Sicherheit gab. Deswegen auch die Einwechslung. Fabian Lustenberger ist eher ein Spieler, der auf Rafael van der Vaart durchschieben kann und Sebastian Langkamp kann auch ohne Absicherung Eins-gegen-Eins spielen. Das war der Hintergedanke zu dem Wechsel", klärte der Hertha-Trainer auf.

Thorsten Fink sah eine Verbesserung seiner Mannschaft gegenüber der 1:5-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim: "Ich denke, dass meine Mannschaft gerade im kämpferischen Bereich eine Reaktion gezeigt hat. Wir haben in der ersten Halbzeit gefightet und unser Tor verteidigt, dass was wir im letzten Heimspiel nicht geschafft haben." In der ersten Halbzeit gelang dem HSV laut Fink "mehr nach vorne". In der zweiten Halbzeit zeigte seine Mannschaft eine gute Leistung: "In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft ein gutes Spiel gemacht, aber leider haben wir einmal nicht aufgepasst und deswegen verlieren wir das Spiel. Ich glaube, wir hatten auch drei oder vier sehr, sehr gute Chancen, die wir einfach nutzen müssen, wenn wir auswärts gewinnen wollen. Meine Mannschaft hat einen Punkt verdient gehabt. Mit der Reaktion und Leistung war ich zufrieden. Letztendlich haben wir keine Punkte mitgenommen, deshalb fahre ich auch nicht zufrieden nach Hause."

Niemeyer: "Wenn man seinen Teil dazu beitragen konnte, dass das Team gewinnt, dann ist das umso schöner."

Änis Ben-Hatira war mit der Leistung der Herthaner im ersten Durchgang nicht so zufrieden, sah nach dem Seitenwechsel aber eine Steigerung: "Wir wussten, dass sich der HSV heute weiter hinten reinstellen wird, und sie versuchen, uns das Spiel zu überlassen. Wir sind leider nicht so in das Spiel gekommen, wie wir uns das vorgenommen haben, aber wir haben das in der zweiten Halbzeit wieder etwas besser gemacht. Wir waren einen Tick aggressiver und ich denke, dass der Sieg völlig in Ordnung geht." Sami Allagui empfand den Siegeswillen und die Unterstützung der Fans als sehr wichtig: "Wir wollten den Sieg unbedingt und ich denke, dass man das auch gesehen hat. Wir hatten ein volles Haus, eine super Kulisse und die Fans waren hinter uns, was wie ein zwölfter Mann war" und fügte anschließend hinzu: "Wir wussten, dass wir in manchen Spielen auch Geduld brauchen, und wichtig ist, dass wir heute auch zu Null gespielt haben. Es war eine turbulente Woche und es war nicht selbstverständlich, dass wir gewinnen."

Auf die Frage, wie der früh eingewechselte Peter Niemeyer das Spiel erlebt habe, antwortete der Ex-Kapitän "zum Glück auf dem Platz" und lachte erleichtert. "Wenn man seinen Teil dazu beitragen konnte, dass das Team gewinnt, dann ist das umso schöner", fügte der 27-Jährige hinzu. Die Stimmung fand Niemeyer "von Anfang an geil" und sagte, dass die Mannschaft am liebsten jedes Heimspiel gewinnen würde. "Das wird uns zwar nicht gelingen, aber ich glaube schon, dass wir heute gezeigt haben, dass wir diesen Sieg wollten", äußerte sich Niemeyer abschließend. Hertha-Manager Michael Preetz fasste den Saisonstart der Herthaner knapp und präzise zusammen: "Sieben Punkte nach drei Spielen sind für einen Aufsteiger überragend."

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