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Aus!

Hertha BSC unterliegt Arminia Bielefeld im Elfmeterschießen und verpasst die nächste Runde im Pokal.

Bielefeld - Hertha BSC musste im DFB-Pokal am Dienstagabend (28.10.14) die Segel streichen. Bei Arminia Bielefeld unterlagen die Herthaner nach torloser regulärer Spielzeit im Elfmeterschießen mit 2:4. Gezwungenermaßen hatte Coach Jos Luhukay seine gegen Hamburg siegreiche Elf umbauen müssen. Für die angeschlagenen Ben-Hatira, Schulz und Skjelbred begannen Genki Haraguchi, Marcel Ndjeng und Jens Hegeler. Zudem rückte John Anthony Brooks für Heitinga in die Innenverteidigung. Auch der Tabellenführer der 3. Liga nahm zwei Änderungen im Vergleich zum Erfolg gegen Erfurt vor. Ein ehemaliger Herthaner ersetzte den anderen: Peer Kluge begann anstatt Müller, zudem ersetzte Julian Börner in der ersten Elf Ulm.

Die Gastgeber ließen die Herthaner erwartungsgemäß kommen, die Schützlinge von Trainer Jos Luhukay versuchten, spielerisch durch die tiefstehende Bielefelder Abwehr zu kommen. Die Berliner hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel, doch große Gelegenheiten blieben aus. Salomon Kalou hatte bei einem Zuspiel Pech, dass ihn das Schiedsrichtergespann knapp im Abseits gesehen hatte (6.). Nach gut zehn Minuten wagten sich die Hausherren auch einmal in die Offensive und wurden gefährlich. Kraft parierte einen Kopfball von Schütz stark und war auch bei der anschließenden Ecke und dem Kopfball von Börner auf dem Posten (13.).

Das Spiel in Bildern
Rubrik 28.10.2014
Arminia Bielefeld - Hertha BSC

Kalous Chance per Kopf

Valentin Stocker setzte sich auf halbrechts gut durch, verzog im Anschluss jedoch deutlich (20.). Im Gegenzug legte Hemlein an der Strafraumgrenze ab, doch der Schuss von von Schütz ging deutlich links vorbei (21.). Nach schöner Flanke hatte dann Kalou bis bis dahin beste Gelegenheit der Gäste, doch Hemlein lenkte den Kopfball des Ivorers gerade noch zur Ecke (25.). Die Ostwestfalen waren bei ihren Gegenangriffen gefährlich. Nach der Flanke von Mast wurde Hemlein im letzten Augenblick gestört (33.), doch in der Folge spielte sich die Partie bis zur Halbzeit weitestgehend zwischen den Strafräumen ab.

Ohne Wechsel kehrten beide Teams zu den zweiten 45 Minuten zurück auf den Rasen. Den ersten Torschuss des zweiten Durchgangs gaben die Ostwestfalen ab, doch Mast zielte rechts vorbei (50.). Es war vorerst der letzte. Die Hausherren standen in der Folge weiter sehr tief, was den Herthanern wenig Raum für ihre Angriffe ließ. Jos Luhukay reagierte und brachte nach einer guten Stunde Ronny für Stocker in der offensiven Zentrale. Herthas Brasilianer führte sich gleich mit seinem ersten Torschuss ein, doch der Ball zog von der Strafraumgrenze knapp links vorbei (63.). Im Gegensatz zum ersten Durchgang unterbanden die Berliner nach dem Seitenwechsel die Gegenangriffe der Arminen und suchten mit viel Geduld, aber erfolglos die Lücken in der Bielefelder Abwehr. Hegeler probierte es aus der Distanz, verfehlte aber das Bielefelder Tor (76.).

Aus im Elfmeterschießen


Die Hausherren legten ihren Fokus nun hauptsächlich auf die Abwehrarbeit und verhinderten so eine Entscheidung nach regulärer Spielzeit. Kurz nach Beginn der Verlängerung zog Roy Beerens von rechts nach innen, doch der Schuss des Niederländers wurde von Börner abgeblockt (91.). Nach langer Zeit durfte sich auch Kraft mal wieder auszeichnen, parierte einen Kopfball nach einer Ecke souverän (100.). Zur zweiten Hälfte der Verlängerung brachte Luhukay noch Sandro Wagner für Beerens, Chancen blieben jedoch weiterhin rar gesät. Ronny zirkelte einen Freistoß von rechts nach innen, doch sein Versuch geriet deutlich zu hoch (109.). Bei einem Konter der Arminen bekam Kraft seine Finger an die Flanke von Mast, sodass kein Bielefelder mehr an den Ball kam (112.).

Tore sollten jedoch keine mehr fallen, so musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Klos und Ronny verwandelten jeweils die ersten Versuche sicher, dann parierte Thomas Kraft den Schuss von Salger. Im Anschluss trafen sowohl Hegeler als auch Ulm, doch Schieber scheiterte an Schwolow. Nachdem Brinkmann die Arminen wieder in Front geschossen hatte, lief Wagner an und fand ebenfalls seinen Meister in Arminias Schlussmann. So sorgte Lorenz mit seinem verwandelten Elfmeter für die Entscheidung und besiegelte das Ausscheiden von Hertha BSC. Am kommenden Wochenende geht es nun wieder nach Ostwestfalen. Am Sonntag (02.11.14) ist dann der SC Paderborn der Gegner.

(war/City-Press)


Aufstellungen
Arminia Bielefeld:
Schwolow - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Burmeister (78. Ulm) - Hemlein (118. Lorenz), Kluge (99. Brinkmann), Schütz, Mast - Klos   
Hertha BSC: Kraft - Ndjeng, Lustenberger, Brooks, Pekarik - Hosogai, Hegeler - Haraguchi, Stocker (62. Ronny), Beerens (108. Wagner) - Kalou (91. Schieber)
Tore: Fehlanzeige
Elfmeterschießen: 1:0 Klos, 1:1 Ronny, Salger verschießt, 1:2 Hegeler, 2:2 Ulm, Schieber verschießt, 3:2 Brinkmann, Wagner verschießt, 4:2 Lorenz
Gelbe Karten: Schütz, Brinkmann - Brooks, Hosogai

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)
Spielort: Schüco Arena, Bielefeld
Zuschauer: 23.089

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