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Bitterer Jahresabschluss

Herthaner müssen sich Hoffenheim mit 0:5 geschlagen geben und überwintern auf Platz 13.

Berlin - Zum Jahresabschluss 2014 empfingen die Herthaner am Sonntag (21.12.14) die TSG 1899 Hoffenheim im Olympiastadion. Doch vor knapp 40.000 Zuschauern mussten die Blau-Weißen eine bittere 0:5 (0:3)-Heimniederlage hinnehmen. Verletzungsbedingt waren die Herthaner gezwungen, umzustellen. Beerens, der in Frankfurt durch einen bösen Tritt verletzt ausgewechselt werden musste, rückte Marcel Ndjeng in die erste Elf und übernahm hinten rechts - Peter Pekarik wechselte die Seite, Nico Schulz rückte vor ins Mittelfeld. Die Gäste aus dem Kraichgau tauschte hingegen gleich auf drei Positionen. Eugen Polanski, der Ex-Herthaner Sejad Salihovic und Sven Schipplock spielten statt Rudy, Elyounoussi und Szalai.

Die Gäste hatten in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, doch ihr Spiel war durch Ungenauigkeiten im Passspiel gekennzeichnet. So hatten die Herthaner nach Ballgewinn auch die erste kleine Möglichkeit, doch Änis Ben-Hatiras scharfe Hereingabe von der rechten Seite war für Julian Schieber am Fünfmeterraum nicht mehr zu erreichen (5.). Richtig gefährlich wurde es das erste Mal nach einer Viertelstunde. Die Herthaner bekamen bei einer Hoffenheimer Ecke den Ball zunächst nicht weg, Kevin Volland brachte den Ball aufs Tor, wurde aber abgeblockt, sodass die Herthaner klären konnten (15.). Ganz unglücklich gerieten die Herthaner dann in Rückstand. Eine Flanke durch Volland von links landete bei Brooks, der den Ball unglücklich ins eigene Tor lenkte (23.).

Das Spiel in Bildern
Rubrik 21.12.2014
Hertha BSC - 1899 Hoffenheim

Ein Eigentor und zwei Elfmeter

Nur drei Minuten später stand Herthas Innenverteidiger wieder im Fokus. Im Zweikampf ging Schipplock zu Boden, Schiedsrichter Peter Sippel entschied auf Strafstoß, den Salihovic verwandelte (26.). Nach einem Steilpass probierte es Ben-Hatira auf der Gegenseite aus ganz spitzem Winkel, brachte das Tor von Oliver Baumann jedoch nicht in große Gefahr (33.). Gefährlicher wurdes es hingegen auf der anderen Seite bei einem Distanzschuss von Polanski, doch Kraft machte sich lang und lenkte den Ball zur Ecke (35.). Wenig später entschied Peter Sippel zur Überraschung der meisten bei einem normalen Zweikampf zwischen Schulz und Beck erneut auf Elfmeter - Salihovic erzielte das dritte Tor für Hoffenheim (39.). Dies war gleichzeitig auch der Stand zur Pause.

Personell unverändert kehrten beide Teams zu den zweiten 45 Minuten zurück auf den Rasen. Die Herthaner begannen weiter engagiert, um doch noch einmal heran zu kommen. Ronny kam in aussichtsreicher Position zum Abschluss, doch die nun vielbeinige Hoffenheimer Abwehr blockte den Veruch (49.). Nach einem starken Sprint über die linke Außenbahn legte Schulz den Ball nach innen, doch Ben-Hatira kam nicht mehr richtig an den Ball und schob ihn rechts vorbei (54.). Nach einer knappen Stunde verstärkten die Herthaner mit Valentin Stocker für Hosogai die Offensive, doch die letzte Konsequenz im Spiel nach vorne fehlte. Bei einer weiten Freistoßhereingabe erwischte Brooks den Ball zwar vor Baumann, legte ihn per Kopf aber knapp am Tor vorbei (70.).

Gäste per Konter erfolgreich


Für die letzten 20 Minuten brachte Jos Luhukay zwei weitere Stürmer. Salomon Kalou und Sandro Wagner ersetzten Ronny und Pekarik, doch so bot sich den Gästen zusätzlicher Platz zum Kontern. Nach einer Berliner Ecke überbrücken die Kraichgauer schnell das Mittelfeld, Firmino legt quer und Schipplock traf ins leere Tor (74.). Die Herthaner spielten dennoch weiter nach vorne, Stocker kam aus zehn Metern an den Ball, erwischte diesen aber nicht mehr richtig (81.). Und das Tor fiel erneut auf der anderen Seite. Niemeyer verlor den Ball im eigenen Strafraum an Firmino, der wiederum quer legte, sodass der kurz zuvor eingewechselte Sebastian Rudy erneut nur noch einschieben musste (84.).

Es blieb die letzte nennenswerte Aktion des Spiels. Die Herthaner überwintern somit auf Tabellenplatz 13, ehe es Anfang Februar 2015 mit einem Auswärtsspiel bei Werder Bremen in die Rückrunde geht. Für die Blau-Weißen geht es jetzt in die Winterpause, um sich dann ab dem 5. Januar 2015 auf die Herausforderungen der zweiten Saisonhälfte vorzubereiten.

(war/City-Press)

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