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Bittere Niederlage in Leverkusen

Herthaner unterliegen trotz zweimaliger Führung gegen Bayer Leverkusen mit 2:4.

Leverkusen - Im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison musste sich Hertha BSC am Samstag (30.08.14) einem starken Team von Bayer Leverkusen mit 2:4 (1:0) geschlagen geben - und das, obwohl die Schützlinge von Trainer Jos Luhukay mit einer guten Leistung 1:0 und 2:1 geführt hatten. Während die Gastgeber zum dritten Mal in derselben Startformation aufliefen, rotierte Trainer Jos Luhukay - zum Teil gezwungenermaßen - kräftig: Kraft fiel kurzfristig noch mit einer Wadenverhärtung aus, ihn ersetzte Rune Almenning Jarstein. Kapitän Fabian Lustenberger kehrte zurück ins Team und bildete die Zentrale einer Dreierkette mit den Innenverteidigern John Heitinga und John Anthony Brooks (für den verletzten Langkamp). Auch die Außenpositionen in der Defensive wurden neu besetzt. Marcel Ndjeng für Pekarik (Bank) und Johannes van den Bergh für Schulz, der eine Position weiter vorne Haraguchi ersetzte, absolvierten ebenfalls ihren ersten Saisoneinsatz.

Gegen die in den letzten Spielen durch besonders frühe Tore aufgefallenen Leverkusener begannen die Herthaner konzentriert und unterbanden in der Anfangsphase die Angriffsversuche der 'Werkself' frühzeitig. Bei der ersten gefährlichen Situation fand Karim Bellarabi nach einem Doppelpass mit Heung-Min Son fast von der Torauslinie keinen Abnehmer in Herthas Strafraum (16.). Kurz darauf musste Jarstein das erste Mal eingreifen und pflückte einen Lupfer von Karim Bellarabi herunter (18.). Doch die Herthaner suchten nach Ballgewinn immer direkt den Weg nach vorne. Schulz' Hereingabe von rechts klärte die Leverkusener Abwehr gerade noch vor Julian Schieber (21.), doch wenig später passte Schieber von rechts nach innen und Tin Jedvaj bugsierte den Ball ins eigene Tor (24.).

Das Spiel in Bildern
Rubrik 30.08.2014
Bayer Leverkusen - Hertha BSC

Schieber mit der erneuten Führung

Die Hausherren versuchten, sich unbeeindruckt zu zeigen, aber die neu formierte Berliner Hintermannschaft verhinderte, dass Leverkusen gefährlich vor Jarsteins Gehäuse kam. Beide Teams schenkten sich wenig, viele kleine Fouls unterbanden den Spielfluss auf beiden Seiten, ohne dass es übermäßig unfair wurde - Schiedsrichter Tobias Stieler beließ es bei Ermahnungen. Kurz vor dem Pausenpfiff zeigten sich noch einmal die Angriffsreihen. Schiebers Kopfball nach einer Ecke wurde von Simon Rolfes gerade noch abgeblockt (41.), fast im Gegenzug zog erneut Bellarabi von der Strafraumgrenze ab, setzte den Ball aber knapp links am Tor vorbei (42.). Um ein Haar wäre Schieber vor der Pause noch der zweite Berliner Treffer gelungen, doch aus der Drehung flog der Ball um Zentimeter am Tor von Bernd Leno vorbei (45.). Mit der 1:0-Führung ging es in die Kabine.

Trainer Jos Luhukay sah wenig Veranlassung, an seinem Team etwas zu ändern, doch die Hausherren machten gleich nach Wiederanpfiff eine Menge Druck und nutzten die erste gefährliche Situation zum Ausgleich. Der Eigentorschütze Jedvaj wurde steil angespielt und schloss aus leicht abseitsverdächtiger Position ab - Jarstein war noch dran, konnte den 1:1-Ausgleich aber nicht verhindern (49.). Kurz darauf wurde es wieder gefährlich, doch Calhanoglus Schuss verfehlte Herthas Tor knapp (53.). Dann sorgten die Herthaner für Entlastung und das gleich mit Erfolg: Schulz flankte von links, Leno kam nicht mehr richtig an den Ball und Schieber stand dort, wo ein Stürmer stehen muss und köpfte den Ball zum 2:1 ein (60.).

Leverkusen dreht das Spiel


Doch die erneute Führung hielt nicht lange. Nach einem Freistoß flankte Calhanoglu aus dem Halbfeld und Spahic hatte freistehend wenig Mühe per Kopf das 2:2 zu machen (62.). Bayers Neuzugang vom HSV war auch Ausgangspunkt für die nächste Gelegenheit, doch der Schuss von Calhanoglu sprang ebenso an den Pfosten wie kurz darauf der Versuch von Bellarabi - doch der eingewechselte Julian Brandt stand danach richtig und erzielte die erste Führung für die 'Werkself' (75.). Stefan Kießling klärte dann zunächst auf der einen Seite vor dem abschlussbereiten Schieber (76.) und lief dann auf der anderen Seite frei auf Herthas Tor zu. Doch Brooks klärte die Situation nach einem Spurt über den halben Platz mit einem starken Tackling (79.).

Die Herthaner probierten noch einmal zurückzukommen - Sandro Wagner (für Schulz) kam als zusätzlicher Stürmer, zuvor waren auch schon Jens Hegeler und Marvin Plattenhardt für Hosogai und van den Bergh als frische Kräfte gekommen. Doch es waren die Hausherren, die nach einem Konter trafen: Bellarabi traf per Direktabnahme zum 4:2-Endstand (86.). Nach der Länderspielpause geht es Mitte September mit einem Heimspiel weiter. Am Samstag (13.09.14) um 15.30 Uhr ist dann der 1. FSV Mainz 05 im Olympiastadion zu Gast.

(war/City-Press)

Teams, 27.07.2016
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