"Wollen Hertha nicht unterschätzen"

Berlin - 19 Jahre jung ist Marc-André ter Stegen und schon Stammtorhüter in der Bundesliga. Bei Herthas nächstem Gegner Borussia Mönchengladbach steht er zwischen den Pfosten und hat großen Anteil daran, dass die Borussia, derzeit auf Tabellenplatz fünf, als Überraschungsteam der Saison gilt. Am Samstag um 15.30 Uhr wird angepfiffen, wir sprachen im Vorfeld mit Gladbachs Keeper.
herthabsc.de: Hallo Marc, wir haben uns gefragt: Wo kommt eigentlich der Name „ter Stegen“ her?
Ter Stegen: Der Name kommt aus dem Flämischen.
herthabsc.de: Im DFB-Pokal habt ihr euch gegen Heidenheim durchgesetzt und erwartet in der nächsten Runde zuhause den FC Schalke 04. Wie siehst du eure Chancen auf ein Weiterkommen und vielleicht sogar auf das Finale in Berlin?
Ter Stegen: Für uns ist in erster Linie schön, dass wir ein Heimspiel haben und wir wissen, dass uns unsere Fans da wieder hervorragend unterstützen werden. Die Vorfreude auf die Partie ist natürlich da und wir hoffen, dass wir eine Runde weiterkommen. Was dann letztlich passiert, wird man dann sehen.
herthabsc.de: Defensiv seid ihr schwer zu knacken. Nach den Bayern habt ihr mit die wenigsten Gegentore kassiert. Wie hat es Lucien Favre geschafft euch Defensiv so stark zu machen?
Ter Stegen: Lucien Favre ist damals in keiner einfachen Situation zu Borussia gekommen und er hat einen großen Anteil daran, dass wir in der Defensive so gut stehen. Er ist ein akribischer Arbeiter, der viel mit den Spielern redet.
herthabsc.de: Favre war auch mal bei Hertha BSC, was ist er für ein Typ, wie hast du ihn kennengelernt?
Ter Stegen: Wie gesagt: Er ist ein sehr akribischer Arbeiter, der auf sehr viele Details achtet. Und er spricht viel mit uns Spielern.
herthabsc.de: Ihr steht auf Tabellenplatz fünf, reist jetzt zu einem Aufsteiger. Siehst du euch in der Rolle des Favoriten?
Ter Stegen: Wenn man einzig auf die Tabelle schaut, dann könnte man zu so einem Schluss kommen. Aber das ist viel zu einfach, Berlin ist ja nicht gerade der typische Aufsteiger. Aber dennoch gehen wir aufgrund der bisherigen Saison mit breiter Brust in die Partie und wollen dies auf dem Platz auch zeigen.
herthabsc.de: Wo siehst du die Stärken der Herthaner?
Ter Stegen: Sie haben eine sehr hohe individuelle Qualität. Sie wurden vielleicht von der einen oder anderen Mannschaft unterschätzt, weil sie ein Aufsteiger sind. Allerdings ist das der Fehler, den viele Teams gegen Hertha gemacht haben und wir werden versuchen, das nicht zu tun.
herthabsc.de: Gladbach und Hertha sind dafür bekannt, aus einer stabilen Defensive heraus auf schnelle Konter zu lauern. Was erwartest du für ein Spiel im Olympiastadion?
Ter Stegen: Vorher ist das immer schwer zu sagen. Ich denke, dass beide Teams sehr kompakt stehen und bei gegnerischem Ballbesitz relativ wenig zulassen werden. Ich denke, dass es ein sehr enges Spiel wird und Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden können. Wir werden auf jeden Fall alles dafür tun, was Zählbares aus Berlin mitzunehmen.
herthabsc.de: Du kennst Pierre-Michel Lasogga aus der U21, kommt es da zu einem persönlichen Duell zwischen euch Beiden?
Ter Stegen: Ich kenne ihn schon aus seiner Zeit bei Bayer Leverkusen. Da haben wir in der Jugend schon gegeneinander gespielt. Das wird auf keinen Fall ein Privatduell zwischen uns, sondern ein Duell zwischen zwei Teams, die beide unbedingt gewinnen wollen.
herthabsc.de: Und wie geht das Spiel aus?
Ter Stegen: Das werden wir erst am Samstag wissen.
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