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So lernt man heute!

In Belgien und Frankreich: Herthas U15/U17 und die Poelchau-Schule auf Geschichts-Reise - Tag 2.

Berlin - Schule an einem anderen Ort – Freunde gewinnen. Dieses Konzept von Hertha BSC und der Poelchau-Oberschule, der vom DFB ausgezeichneten Eliteschule des Sports auf dem Olympiagelände, ist einmalig im Fußball. In der Bundesliga. In Deutschland.

Hertha BSC und die Poelchau, im Verbundsystem Schule/Verein seit langem hervorragende Kooperationspartner, schicken schon zum zweiten Mal ihre Jungs auf eine geschichtsträchtige Entdeckungsreise. Wie schon 2015, als beide eine nicht eben einfache, aber deshalb viel beachtete Studienfahrt gen Osten (Warschau-Krakau-Auschwitz-Prag-Theresienstadt) unternahmen, wendet man sich heute gen Westen. "2016 besuchen 12 Hertha-Jungs der U15 und U17 gemeinsam mit vier Trainern und drei Lehrern Belgien und Frankreich", sagt André Henning, Herthas sozialpädagogischer Koordinator, der die Tour seit dem Start begleitet.

In den beiden westlichen Nachbarstaaten lernen die jungen Herthaner die Geschichte der europäischen Verständigung hautnah kennen. Das Lernen mit Fußball steht dabei zwar im Mittelpunkt, dennoch gibt es jeden Tag eine Fußballeinheit an historischer Stätte.

Die erste Etappe führte die Jungs von Berlin über Dortmund nach Brüssel. In Dortmund hieß sie die dortige Auslandsgesellschaft willkommen, eine der ältesten Kultur-Organisationen Deutschlands. Im Anschluss organisierte die Gesellschaft bei Eintracht Dortmund ein gemischtes Training mit 23 Jugendlichen aus dem Dortmunder Flüchtlingsprojekt 'Willkommen im Fußball'. Das Projekt arbeitet an der spielerischen Integration von 1.000 minderjährigen Flüchtlingen mit Fußball.

Aktuell befinden sich die jungen Herthaner gerade in Belgien. In Flandern, Ypern, dem Ort, wo zu Zeiten des I. Weltkrieges furchtbare Schlachten tobten, tausende Soldaten ihr Leben ließen, besichtigt die Gruppe die dortigen Gedenkstätten, Museen und Denkmale.

Im Laufe der Reise, die insgesamt zwei Wochen dauert, spielen die Herthaner u.a. auch noch auf dem 'Rasen des Friedens', einem Fußballplatz den die englische Premier League dort angelegt hat. Darüberhinaus werden sie noch in Frankreich unterwegs sein, Paris und die Normandie besuchen.

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Rubrik 01.07.2016
Projektfahrt der Akademie und Poelchau

Auf den Spuren des 1. Weltkriegs und Europa

Immer am Ball bleiben – Geschichte hautnah erleben und Freunde gewinnen. Das Motto stand auch am 2. Tag der diesjährigen Studienreise der Hertha-Fußballakademie nach Belgien und Frankreich im Mittelpunkt. Schwerpunktthema waren der 1. Weltkrieg, dessen fürchterliche Schlachten vor 100 Jahren auch der Beginn aller europäischen Verständigung waren. Der Tag begann für die Spieler, die die Sportschule im Olympiapark besuchen, mit einem politischen Termin in Brüssel. Sie besuchten die Landesvertretung Berlins, die Berlins Interessen bei der EU wahrt. Alexander Schnurbusch stand allen Fragen der jungen Herthaner zu Europa Rede und Antwort, die es angesichts der aktuellen Themen zuhauf gab.

Anschließend machte sich der Hertha-Nachwuchs auf nach Ypern. Um die Stadt in Flandern gab es im 1. Weltkrieg jahrelange Kämpfe zwischen Deutschen, Engländern, Belgiern und Franzosen mit Hunderttausenden Toten. Den mörderischen Alltag des 'Großen Kriegs' erlebten die Berliner Jugendlichen im Flanders Fields Museum. Nach einem kurzen Training auf dem Kunstrasen der englischen Premier League in Ypern ging es weiter mit der historischen Exkursion. Die Schüler besuchten renovierte Schützengräben von 1914 bis 1918, in deren Schlamm und Dreck die Soldaten damals oft tagelang ausharren mussten. Die letzte Station war ein großer Lichtblick. Zu Weihnachten 1914 legten deutsche und britische Soldaten damals die Waffen spontan beiseite und feierten gemeinsam Weihnachten – und sie spielten zwischen den Schützengräben Fußball. Die Herthaner suchten den Ort auf und zogen der dortigen Stele der UEFA ein Hertha-Trikot an. Diesem banden sie einen Schal des FC Liverpool um, dem sie morgen in Frankreich begegnen werden.

(PeB/HerthaBSC)

Akademie, 01.07.2016
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