Bild: herthabsc

Auf den Spuren eines jüdischen Vereinsmitglieds

Rund um den 'Erinnerungstag im deutschen Fußballs' stellt Hertha BSC seine Projekte vor. Dieses Mal: Die Spurensuche nach Eljasz Kaszke.

Berlin - Der 'Erinnerungstag im deutschen Fußball' geht in seine 14. Kampagne. Gefördert und gestützt durch die Präsidenten des DFB, Reinhard Grindel und der DFL, Reinhard Rauball, sowie der Landesverbände und der Liga, setzt der 'Erinnerungstag' seit 14 Jahren zum Jahresanfang und mit dem Start der Rückrunde ein machtvolles Zeichen gegen den allgegenwärtigen Rassismus, den wachsenden Antisemitismus und die ebenfalls zunehmenden  Homophobie im Fußball und in der Zivilgesellschaft. Hertha BSC beteiligt sich in den folgenden Tagen aktiv an der Kampagne und stellt in diesem Rahmen u.a. seine Projekte zu den Themen Aufarbeitung der Vereinsgeschichte vor.

Dieses Mal geht es um das aktuelle Projekt: 'Spurensuche nach Eljasz Kaszke'. Geschichte am historischen Ort nachvollziehen. Der Vergangenheit und seinen Protagonisten ein Gesicht geben. Und dabei die Faszination und Strahlkraft des Themas Fußball nutzen. Dafür steht die erfolgreiche Reihe 'Aus der eigenen Geschichte lernen' des Hauptstadtclubs. Am ersten Wochenende des Jahres 2018 startete das neueste Projekt der Fanbetreuung von Hertha BSC. Gemeinsam mit der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen in Herthas Partnerstadt Oranienburg, dem Fanprojekt Berlin sowie 17 Fans des Bundesligisten wurde in einem zweitägigen Workshop das Fundament für die Erforschung der Biografie von Eljasz Kaszke gelegt.

Eljasz Kaszke - ehemaliges jüdische Vereinsmitglied - wurde 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet. Sein Lebensweg war bis jetzt weitestgehend unbekannt, dies soll sich aber in den kommenden Wochen und Monaten ändern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeben sich nun auf Spurensuche. Schon am ersten Wochenende wurden schon einige interessante Fakten ermittelt. Darauf aufbauend entwickelten sich Fragestellungen für die weitere Arbeit und konkrete Arbeitsaufträge. Diese werden nun in kleinen Arbeitsgruppen an unterschiedlichen Orten bearbeitet. Die Örtlichkeiten stehen direkt mit Eljasz Kaszke in Verbindung, die Erkundung dieser steht ebenfalls im Mittelpunkt des Projektes.

Die Organisatoren und Teilnehmer können kaum erwarten, was sich in den Archiven alles anfinden wird - vielleicht sogar eine Idee für ein neues Spurensuche-Projekt. Schließlich war der Name Kaszkes zufällig bei den Recherchen zur Biographie des ehemaligen Mannschaftsarztes Hermann Horwitz aufgetaucht. Schritt für Schritt wird nun erneut ein Stück Hertha-Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus erarbeitet. Präsentiert werden sollen die Ergebnisse am 22. April- dem Tag der Befreiung des KZ Sachsenhausen.

(thb/HerthaBSC)

Fans, 05.11.2018
Newsletter
Social
Werbung