Bild: privat

Herthaner mit Herz für Trikots

Peter Federl ist Besitzer von etwa 250 blau-weißen Jerseys. Auf das Oberteil von Fabian Lustenberger ist der Fan dabei besonders stolz.

Berlin – Das vergangene Jahr war geprägt von einer Vielzahl an Einschränkungen und Schicksalsschlägen in jeglicher Hinsicht. Umso wichtiger ist es, dass Personen in einer solch außergewöhnlichen Zeit auch weiterhin - soweit durch das Coronavirus möglich - an Traditionen festhalten, die Beständigkeit zeigen und Halt verleihen. Eine gute Möglichkeit bieten dabei Festtage, wie es beispielsweise bei Hertha-Fan Peter Federl der Fall ist. Seit 2009 schenkt ihm seine Frau Jahr für Jahr zu Heiligabend ein Trikot des Hauptstadtclubs. "Dieses Mal habe ich mir zu Weihnachten das 'Wo die Fahnen Blau-Weiß weh'n'-Sondertrikot mit dem Flock von Jessic Ngankam gewünscht", verrät der 40-Jährige im Gespräch mit herthabsc.de.

Liebe auf den zweiten Blick

Das Jersey mit der Nummer 27 fand seinen Platz in der fast 250 Trikots umfassenden Sammlung. Um seine Leidenschaft fotographisch festzuhalten, fuhr Federl extra in den Nachbarort zu einer Soccerhalle. "Der Betreiber war mein erster Trainer", sagt der Hobbykicker und führt weiter aus: "So richtig habe ich erst vor etwa fünf Jahren mit dem Sammeln angefangen." Auch bis der Fußballfan seine Begeisterung für die Spreeathener entdeckte, dauerte es. Geboren und aufgewachsen am Niederrhein trat der gebürtige Moerser in den höchsten beiden deutschen Spielklassen zunächst mit den regionalen Mannschaften in Kontakt. Allerdings vermisste der Sammler die Identifikation mit den Clubs. Federl selbst bezeichnet sich rückblickend bis zu seinem 18. Lebensjahr als "vereinslos". Das änderte sich aber 1998 schlagartig, als die Berliner ins Oberhaus zurückkehrten. "Nach dem Aufstieg habe ich der 'Alten Dame' immer die Daumen gedrückt. Mir war dann relativ schnell klar, dass Hertha BSC mein Verein ist", erinnert sich der zweifache Vater.

Peter Federl und seine Frau besuchten gegen den VfL Bochum 2008/09 die Heimspielstätte der Herthaner.

Seit über zwanzig Jahren unterstützt der Trikotjäger somit schon die Blau-Weißen. Aufgrund seines Wohnorts in Nordrhein-Westfalen feuert der 40-Jährige sein Team im Stadion öfter bei den Auswärtsauftritten als bei den Heimspielen an. Dennoch ereignete sich sein bis dato größtes Highlight als Fan in der Arena in Westend. Im Mai 2009 siegte die Elf von Lucien Favre vor mehr als 70.000 Zuschauern dank der Treffer von Marko Pantelic und Raffael mit 2:0 über den VfL Bochum. "Es war die erste Begegnung, die ich zusammen mit meiner Frau im Olympiastadion gesehen habe. Das war eine ganz besondere Partie. Ich fange schon wieder an zu grinsen, wenn ich daran denke", erzählt Federl schmunzelnd.

Getragenes Trikot des langjährigen Kapitäns

Positive Erinnerungen verbindet der Anhänger auch mit dem Kräftemessen bei Borussia Mönchengladbach 2018/19. Nach dem 3:0-Erfolg beim aktuellen UEFA Champions League-Achtelfinalisten machte sich Fabian Lustenberger auf den Weg in Richtung Tribüne und überreichte dem Familienvater sein getragenes Jersey. "Das ist ein sehr spezielles Trikot für mich. Es ist das einzige in meiner Sammlung, das ich persönlich von einem Spieler erhalten habe", zeigt sich der Area Sales Manager eines Chemiekonzerns stolz über das Unikat. Dass der Herthaner wie kaum ein anderer für seine Leidenschaft lebt, daran lässt er keine Zweifel aufkommen. "Viele wünschen sich einmal mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen oder auf der Bank zu sitzen, mein größter Traum ist es, mit dem Zeugwart die Trikots vorzubereiten und die Kabine für das Spiel auszustatten", gibt Federl abschließend preis.

(mb/privat)

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Fans, 12.01.2021
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