Bild: herthabsc

Gemeinsam für die Gesundheit

Zwölf Wochen lang kämpften Hertha-Anhänger im Rahmen von 'Fußballfans im Training' gegen ihre überflüssigen Pfunde an. Ziel des Projektes ist die Krebs-Prävention.

Berlin - Vor zwölf Wochen fiel der Startschuss: Seit Mitte April kamen 21 übergewichtige Anhänger des Hauptstadtclubs zwischen 35 und 65 Jahren einmal wöchentlich im Rahmen des Programms 'Fußballfans im Training' zusammen. Das gemeinsame Ziel dabei war es, Gewicht zu verlieren und somit das persönliche Krebsrisiko zu senken. Das Projekt, an dem sich die Deutsche Krebshilfe, das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung sowie die Agentur 'MM-Sports' beteiligen, wird bereits in 14 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga durchgeführt. Am Mittwochabend (04.07.18) fand der erste Kurs bei der 'Alten Dame' sein Ende.

Training auf dem Vereinsgelände

War zum Auftakt noch ein Bauchumfang von mehr als 100 Zentimetern Teilnahmevoraussetzung, bewies das abschließende Vermessen, dass sich die gesamte Gruppe ordentlich ins Zeug gelegt hatte. "Alle waren begeistert und hatten Spaß", erzählte Herthas Fanbeauftragter Andreas Blaszyk, der selbst am Projekt teilnahm. Die beiden Trainer Benjamin Klapitz und Konstantinos Kotsifakis leiteten die Gruppe. In den Theorie- und Praxiseinheiten auf dem Vereinsgelände standen die Vorzüge einer bewussteren Ernährung und die Bedeutung von ausreichend Bewegung im Alltag sowie die Vermittlung von sportlichen Übungen im Mittelpunkt. Das Kicken kam dabei natürlich auch nicht zu kurz.

Gesehen...
Rubrik 05.07.2018
Fußballfans im Training 2018

"Es haben alle super mitgemacht und durchgezogen, Fortschritte sind eindeutig erkennbar", zeigte sich Klapitz zufrieden. Ausgestattet mit einem Schrittzähler hatten die Teilnehmer täglich ihre Hausaufgaben zu erledigen. "Dabei haben wir uns gegenseitig angestachelt - das Ganze hat definitiv zusammengeschweißt", sagte Blaszyk, "auch wenn es hin und wieder mal einen schwächeren Tag gab." Das Entscheidende am Projekt sei jedoch ohnehin die Langfristigkeit, betonte Sebastian Schmid von 'MM-Sports', "schließlich geht es vor allem um die Prävention." Die Idee, die Gesundheit der Fans zu fördern, kommt aus Schottland. Dort gibt es das Programm bereits seit 2010. Mittlerweile wird es dort in allen 42 Clubs der obersten vier Ligen angeboten.

Zweiter Durchgang in Planung

Dass der erste Berliner Kurs weiter zusammen am Ball bleiben möchte, steht für die Teilnehmer schon fest: "Wir wollen uns auch in Zukunft treffen und kicken", kündigte Blaszyk an - zumal im November in Mainz ein Turnier mit allen am Projekt beteiligten Vereinen steigen soll. Auch ein zweiter Durchgang für die bevorstehende Hinrunde ist bereits in Planung.

(es/ab,es)

Fans, 05.11.2018
Newsletter
Social
Werbung