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Kurvenwissen: Fakten zu #BMGBSC

Im finalen Kräftemessen der Spielzeit 2019/20 treffen die Herthaner am Samstag (27.06.20, 15:30 Uhr) auswärts auf Borussia Mönchengladbach. Fakten zum Spiel.

Berlin – In den vergangenen Jahren wiederholte sich zum Saisonabschluss für alle Blau-Weißen ein nicht sehr erquickendes Déjà-Vu: In einem letzten Heimspiel mussten die Herthaner jeweils eine deutliche Niederlage einstecken. Eine nicht saisonentscheidende, wohl aber doch unschöne Begleiterscheinung des Ausklanges einer Spielzeit, in der zudem meist einer guten Hinrunde eine schwächere zweite Rückserie folgte. In einer in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen und ereignisreichen Saison passte ins Bild, dass auch diese Serien nicht nur vom Spielplan, sondern auch durch die Herthaner selbst durchbrochen wurden. Durch die bärenstarke Vorstellung beim 2:0-Sieg gegen Leverkusen am 33. Spieltag gewannen die Berliner erstmals seit der Saison 2011/12 wieder das abschließende Heimspiel einer Bundesliga-Saison und erreichten zudem die beste Rückrunden-Punktemarke seit 2008/09. Beim abschließenden Auftritt in Mönchengladbach soll gegen den UEFA Champions League-Aspiranten der positive Eindruck letztmals bestätigt werden, zumal die Chance auf einen Clubrekord besteht (siehe 'Bemerkenswert'). "Wir spielen am Samstag für uns und möchten es Borussia schwer machen", betont Dedryck Boyata. "Bruno Labbadia wird uns motivieren, damit wir das Spiel gewinnen!" Interessante Fakten zum Spiel hat herthabsc.de im Kurvenwissen zusammengetragen.

Statistik: Ausgeglichener könnte die Bilanz zwischen der 'Elf vom Niederrhein' und der 'Alten Dame' nicht sein. In 63 Kräftemessen im deutschen Oberhaus siegten beide Clubs bei einem Torverhältnis von 100:100 jeweils 24 Mal, in 15 Vergleichen wurden die Punkte geteilt – auch im Hinrundenduell, als es nach 90 umkämpften Minuten 0:0 hieß. In Heimspielen spricht die Statistik allerdings für die 'Fohlenelf', die 16 der 31 Duelle in der Bundesliga für sich entscheiden konnte – neun Mal nahmen die Herthaner einen, sechs Mal gar alle drei Zähler mit in die Hauptstadt. So auch beim bis dato letzten Aufeinandertreffen im Borussia-Park, als die Blau-Weißen der Borussia nach allen Regeln der Kunst den Schneid abkauften und durch Tore von Salomon Kalou, Ondrej Duda und Davie Selke mit 3:0 gewannen. "Der beste Weg, um effektiv zu verteidigen, ist den Gegner möglichst viel vom eigenen Tor wegzuhalten – das ist uns gelungen. Gegen Gladbach sind es immer schwierige, aber auch gute Spiele, weil sie den Weg nach vorne suchen und wir so unsere Chancen bekommen – das war auch diesmal der Fall", ordnete Torschütze Kalou das Geschehen seinerzeit ein.

Turmbau zu Gladbach: Beim letzten Duell im Borussia-Park bejubelten die Herthaner einen 3:0-Erfolg.

Bemerkenswert: Der vergangene Sieg am Niederrhein bestätigte einen jüngeren positiven blau-weißen Trend gegen den VfL. Die Berliner sind seit drei Bundesliga-Partien gegen die Borussia unbesiegt und holten dabei sieben Punkte. Der 3:0-Erfolg beendete gleichzeitig den Negativlauf am Niederrhein, da die Gladbacher zuvor fünf Heimspiele in Folge gegen die Herthaner gewinnen konnten. Historische statistische Mutmacher: unter allen aktuellen Bundesligisten feierte Hertha BSC nur gegen Eintracht Frankfurt mehr Bundesliga-Siege (29) als gegen Borussia Mönchengladbach (24) und schoss nur gegen die Hessen mehr BL-Tore (112) als gegen die Borussia (100). Zudem lag auch der 'Fohlenelf' in den vergangenen Jahren der abschließende Spieltag nur bedingt – fünf der vergangenen sieben Kräftemessen der 34. Runde gingen verloren. Mut und Anreiz für die Blau-Weißen liefern zudem auch aktuelle Statistiken. Die Labbadia-Elf gewann vier der acht Bundesliga-Vergleiche seit dem Re-Start, dieser Wert wird nur vom BVB (sechs) und dem FC Bayern (acht) übertroffen. Darüber hinaus spielen die Spreeathener mit 22 Punkten nach 16 Partien bereits jetzt die beste Rückrunde seit der Saison 2008/09 (damals waren es 30) und könnten mit nur einem Treffer in Gladbach den Vereinsrekord für Auswärtstore in einer Bundesligasaison (25, sowohl 1969/70 als auch 2004/05 erreicht) egalisieren. Zwei Tore würden gar einen neuen Clubrekord bedeuten! Ganz abgesehen davon treibt die Hauptstädter auch simpler sportlicher Ehrgeiz an. "Wir möchten immer besser werden, sind ambitioniert und wollen in der Tabelle nach oben kommen", erklärte Dedryck Boyata in der Woche vor dem Spiel.

Gesagt...

"Wir spielen am Samstag für uns und möchten es Borussia schwer machen. Bruno Labbadia wird uns motivieren, damit wir das Spiel gewinnen!"

Dedryck Boyata

Personal: Ohne eine komplette Elf treten die Herthaner die letzte Dienstreise der Spielzeit an. Neben Torhüter Thomas Kraft fehlen die verletzten Feldspieler Peter Pekarik, Karim Rekik, Marton Dárdai, Maximilian Mittelstädt, Luca Netz, Santiago Ascacibar, Javairo Dilrosun, Marius Wolf und Lazar Samardzic, zu allem Überfluss muss Lukas Klünter, der den gegen Leverkusen verletzt ausscheidenden Pekarik gut vertrat, eine Gelbsperre absitzen. Bruno Labbadia und sein Trainerteam werden personell daher einmal mehr tüfteln müssen, durch die Konstellation ist jeder einzelne fitte Spieler zudem umso mehr gefragt. "Wir machen es alle zusammen und müssen immer zu 100 Prozent bereit sein", beschreibt Boyata den Berliner Teamspirit.

Schiedsrichter: Deniz Aytekin wird die Partie am Niederrhein leiten. Dem 41-Jährigen assistieren Christian Dietz und Eduard Beitinger an den Seitenlinien sowie Nicolas Winter als vierter Offizieller. Robert Hartmann und Michael Emmer unterstützen als VARs. Für den 41-jährigen Aytekin wird es der 179. Einsatz im deutschen Oberhaus sein. 18 Mal pfiff der Diplom-Betriebswirt dabei Auftritte des Hauptstadtclubs, die Bilanz ist relativ ausgeglichen. Sieben Berliner Siegen stehen drei Punkteteilungen und acht Niederlagen gegenüber.

(kk/City-Press)

Fans, 27.06.2020
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