Bild: herthabsc

Aus den Bezirken für Berlin

Hertha BSC kündigt in dieser Saison die Spieltage mit Fans aus den Kiezen an.

Berlin - Am Samstag (23.08.14) steht für Hertha BSC die Auftaktpartie der neuen Spielzeit an. Rund um das Heimspiel gegen Werder Bremen um 15.30 Uhr im Olympiastadion weisen die Spielankündigungsplakate in der ganzen Stadt auf dieses Spiel hin - und diese präsentieren sich mit ganz neuen Motiven. Auf den Plakaten finden Sie in dieser Saison echte Hertha BSC-Fans aus den Berliner Kiezen. Ob aus Tempelhof, Pankow oder Rudow – jeder Bezirk ist vertreten, denn Herthaner sind überall. Die Aushänge der Plakate finden mit dem Schwerpunkt in dem jeweiligen Kiez statt.

herthabsc.de stellt in einem Interview die Fans und ihre Geschichte vor. Auf dem Ankündigungsplakat zum Heimspiel gegen Bremen ist Gilles Hübner aus Tempelhof:

herthabsc.de: Du bist gerade im Urlaub, hattest du denn die Möglichkeit, das Spiel im Pokal zu sehen?
Gilles Hübner: Ich konnte das Spiel leider nur über den Liveticker verfolgen und später dann in der Zusammenfassung im Fernsehen. Gegen Werder Bremen würde ich natürlich auch gerne hin, schaffe es aber leider nicht, weil ich - wie so oft - am Wochenende arbeiten muss. Ich habe mir aber vorgenommen, mit Freunden und Kollegen zusammen auf sechs, sieben Spiele zu kommen.

herthabsc.de: Du bist das Gesicht des Spielankündigunsplakats für das erste Heimspiel gegen Werder Bremen. Wie fühlt es sich an, wenn man in ganz Berlin das Gesicht von Hertha BSC ist?
Hübner: Das ist natürlich ein super Gefühl, weil ich eben auch Fan und nicht irgendein Externer bin. Mit meinem Gesicht jetzt in ganz Berlin zu sehen zu sein und Werbung für das Spiel gegen Werder Bremen zu machen, ist eine große Ehre. Ich bin schon gespannt, wie das dann auf den Plakaten aussieht und wie viele von meinen Freunden mir ein Foto von dem Plakat auf meine Facebookseite posten werden. (lacht)

herthabsc.de: Wie kam es denn dazu, dass du dich entschlossen hast, bei dem Fotoshooting für diese Kampagne mitzumachen?
Hübner: Das war eine ganz spontane Entscheidung. Ich habe den Aufruf auf der Hertha-Homepage gesehen, dass Leute für dieses Fotoshooting gesucht werden. An dem Tag war ja auch das Sommerfest und ich wollte sowieso auf dem Hertha-Gelände vorbeischauen. Da hab ich mir gedacht, dass sich das ja sehr gut kombinieren lassen würde – das Hertha-Trikot hab ich ja im Schrank. Am Anfang konnte ich mir auch noch gar nicht ausmalen, was am Ende aus den Bildern wird und dass meines dann für das Plakat genommen wird.

herthabsc.de: Du hast bereits bei ähnlichen Plakatkampagnen mitgemacht. Wie hat dir diese im Vergleich gefallen?
Hübner: Das Shooting im Olympiastadion hat mir schon sehr gut gefallen. Es war sehr professionell, es gab kurze prägnante Ansagen, was zu tun war. Es wurden auch viele Bilder gemacht, sodass es am Ende auch eine große Auswahl an Motiven und Eindrücken gab.

herthabsc.de: Als Hertha-Fan bist du natürlich prädestiniert dafür, das Gesicht für das Plakat zu sein. Wie bist du denn zum Fan geworden?
Hübner: Da kann ich eigentlich nur meinem Vater danken, dass er mich mit zehn Jahren mit ins Olympiastadion genommen hat. Welches Spiel ich als erstes bewusst wahrgenommen habe, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich bin seit 2009 auch Mitglied und hatte lange meine Dauerkarte. Wenn man einmal einem Verein die Daumen drückt, dann hält man ihm auch die Treue. Ich halte nichts davon, sich einem anderen Verein zuzuwenden, wenn der dann mal erfolgreicher sein sollte. Das ist für mich auch eine Frage der Identifikation mit der Heimat und des Lokalpatriotismus. Ich stehe zu meiner Stadt und meinem Verein.

herthabsc.de: Wenn du so zurückblickst, welches Hertha-Spiel ist dir da am meisten im Gedächtnis geblieben?
Hübner: Was mich wirklich begeistert hat, war das 2:1 gegen Augsburg – das letzte Spiel der Saison 2011/12. Das Olympiastadion war mit der Zusatztribüne restlos ausverkauft, beide Mannschaften haben den Aufstieg gefeiert – es war einfach eine riesige Party. Danach war dann auch noch die Feier mit der Mannschaft auf der Bühne vor dem Olympiastadion. Dieses Heimspiel war für mich sicherlich eines, das für mich am prägendsten war.

herthabsc.de: Jetzt geht die Saison auch in der Bundesliga wieder los. Was traust du dem Team von Jos Luhukay zu? Und vor allem in 'deinem' Spiel gegen Werder Bremen?
Hübner: Ich muss sagen, dass ich in dieser Saison mit den Transfers sehr zufrieden bin, über die Neuzugänge habe ich mich sehr gefreut – es waren ja auch einige dabei mit internationaler Erfahrung, wie John Heitinga oder Valentin Stocker. Ich wünsche mir – und traue das auch der Mannschaft zu – einen einstelligen Tabellenplatz im Bereich Platz sechs, sieben, acht. Auch gegen Bremen ist etwas drin, Bremen ist für mich nicht mehr so präsent, wie sie es früher einmal waren. Deshalb wünsche ich allen Fans ein torreiches Spiel und würde zum Saisonauftakt auf einen 3:2-Sieg tippen.

(war/Hertha BSC)

Fans, 05.11.2018
Newsletter
Werbung