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Unser Vielfalts-Logo

Vielfalt, Toleranz und Respekt statt Diskriminierung, Hass und Gewalt: Zum Saisonabschluss gegen Bayer Leverkusen (18.05.19) steigt der Vielfalts-Spieltag - mit einem eigens entworfenem Logo.

Berlin – In der Mitte weht die Fahne von Hertha BSC, um das Logo herum sind sechs Figuren in blau-weißen Trikots abgebildet, in den Vereinsfarben des Hauptstadtclubs stehen sie für die Herthanerinnen und Herthaner. Die Fans nehmen sich in den Arm und demonstrieren Zusammenhalt. Untermalt wird das Bild von den bunten Regenbogenfarben, die eine Symbolkraft tragen. Denn der Regenbogen gilt in der Gesellschaft als Zeichen für Vielfalt, Toleranz und friedliches Miteinander aller Menschen – unabhängig von Nationalität, Religion, sexueller Identität oder körperlicher und geistiger Beeinträchtigungen. Für diese Werte steht auch Hertha BSC! Denn in Berlin gibt es keinen Platz für Gewalt, Hass und Diskriminierung.

Um diese Werte zu verteidigen, wollen wir gemeinsam mit unseren Fans ein Zeichen setzen, damit unsere Stadt auch in Zukunft heterogen, multikulturell und aufgeschlossen bleibt. Wir wollen diese Vielfalt feiern – und das zum großen Saisonfinale gegen Bayer Leverkusen (18.05.19, 15:30 Uhr). Rund um den ‚Vielfalts-Spieltag‘ am 34. Spieltag im Olympiastadion sagen wir als Abschluss unserer Saisonkampagne: "In Berlin kannst du alles sein." Dann taucht auch das eingangs beschriebene Vielfalts-Logo auf. Künftig wird es bei allen Projekten, Aktionen und Berichten, die unsere Werte schützen, in Erscheinung treten.

Mitgestaltet hat dieses Logo Hertha-Fan Klaus Schwabe, der auch schon den Vorschlag für das Jubiläumstrikot zum 125-jährigen Geburtstag eingereicht hat. Im Interview mit herthabsc.de spricht der gebürtige Berliner über die Gestaltung des Logos, den Entstehungsprozess und das große Thema Vielfalt.

herthabsc.de: Hallo Klaus, wie bist du dazu gekommen, das Vielfaltslogo für Hertha BSC mitzugestalten?
Schwabe: Ich wurde im vergangenem Jahr im Trainingslager in Schladming von der Fanbetreuung angesprochen, ob ich daran Interesse hätte, dass Vielfaltslogo zu gestalten. Zuvor hatte ich schon das Jubiläumstrikot entworfen. So ist das erste Gespräch entstanden, ich habe dann noch direkt in Österreich zugesagt und mich anschließend hingesetzt und meine ersten Ideen entwickelt.

Gesagt...

"Jeder Mensch kann nach seiner Fasson leben, wie er es möchte – solange er seine Nebenfrau und seinen Nebenmann toleriert."

Klaus Schwabe

herthabsc.de: Magst du uns deinen kreativen Entstehungsprozess erläutern?
Schwabe: In den ersten Gespräch mit den Mitarbeitern von Hertha BSC haben wir unsere Ideen ausgetauscht. Daraufhin habe ich versucht, den gesamten Input so gut wie möglich in dem Logo darzustellen. Es war schon ein schwieriger Prozess, der ungefähr vier Wochen gedauert hat. Insgesamt sind dabei über 20 Entwürfe entstanden. Das Endprodukt drückt das Thema Vielfalt mit seinen bunten Farben in Kombination mit der Fahne von Hertha BSC eindrucksvoll aus.

herthabsc.de: Was bedeutet es für dich, an solch wichtigen Projekten wie den Entwürfen für das Jubiläumstrikot oder des Vielfaltslogos für Hertha BSC – für deinen Verein – mitzuarbeiten?
Schwabe: Das bedeutet für mich sehr viel, weil ich schon seit über 40 Jahren Fan von Hertha BSC bin. Ich mache das sehr gerne und freue mich immer darüber, wenn ich von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern angesprochen werde, ob ich weitere Projekte erarbeiten und meine Ideen mit einbringen möchte. Das macht mich natürlich sehr stolz – weil das sehr aussagekräftige Aktionen sind.

herthabsc.de: Wenn wir einen Blick auf das eigentliche Thema werfen: Welche Rolle spielt Vielfalt in deinem Leben?
Schwabe: Vielfalt bedeutet für mich, dass jeder Mensch nach seiner Fasson leben kann, wie er es möchte – solange er seine Nebenfrau und seinen Nebenmann toleriert. Jeder Mensch hat nur ein Leben und jeder sollte es so gestalten, wie er oder sie das für richtig hält.

herthabsc.de: Warum ist dieses große Thema so wichtig für dich – auch als Hertha-Fan?
Schwabe: Wenn ich sehe, wie viele Spieler aus unterschiedlichen Nationen bei uns in der Mannschaft spielen, ist das eine große Vielfalt an verschiedenen Kulturen, die sich jeden Tag untereinander alle verstehen und vertragen müssen. Das ist für mich ein sehr gutes Beispiel.

(fw,sj/HerthaBSC)

Soziales, 30.11.2020
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