Bild: citypress

Wohnzimmerwissen: Fakten zu #BSCVFB

Am Samstag (17.10.20, 15:30 Uhr) trifft Hertha BSC auf den VfB Stuttgart. Angeberwissen zur Partie gegen den Aufsteiger aus dem Schwabenland.

Berlin - Ereignisreiche Wochen liegen hinter den Herthanerinnen und Herthanern. Nach dem Last-Minute-Drama gegen den FC Bayern München, fünf Personalentscheidungen am Deadline Day und dem zweiten Länderspielblock der noch jungen Saison, geht es am Samstag (17.10.20, 15:30) gegen den VfB Stuttgart nun weiter in der Bundesliga. Bis einschließlich Mittwoch waren zahlreiche Profis für ihr Land im Einsatz - keine einfache Situation für Bruno Labbadia, eine optimale Einstimmung auf das Duell am 4. Spieltag sieht anders aus. "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in meiner Laufbahn als Trainer schon mal eine solch komplizierte Vorbereitung hatte", sagte der Berliner Coach vor dem Duell mit den Schwaben, die derzeit einen Zähler mehr auf dem Konto haben. Wieso die Fans im Duell mit dem Team von Pellegrino Matarazzo eine torreiche Schlussphase erwarten dürfen und welche interessanten Statistiken und Zahlen das Kräftemessen sonst noch liefert, zeigt herthabsc.de im Wohnzimmerwissen.

Mathew Leckie avancierte beim Sieg über den VfB Stuttgart in der Saison 2017/18 zum Matchwinner.

Statistik: Nicht nur in der Tabelle befinden sich beide Teams ungefähr auf Augenhöhe, auch die Bilanz beider Kontrahenten ist sehr ausgeglichen. In den 66 bisherigen Aufeinandertreffen in der Bundesliga setzte sich 26 Mal der Hauptstadtclub und 24 Mal der VfB durch, in 16 Partien teilten die Clubs die Punkte. Während die Bilanz damit für die Blau-Weißen spricht, fällt das Torverhältnis (79:86) zu Gunsten des Tabellenachten aus. Trotz dieser Ausgewogenheit hatte in der jüngeren Vergangenheit stets das gastgebende Team den größeren Grund zum Jubeln. Die zurückliegenden Aufeinandertreffen entschied immer das Heimteam für sich, in den vergangenen acht Duellen blieb der Gastgeber gar ungeschlagen. Insgesamt endeten die Spiele gegen den mehrmaligen Europapokal-Teilnehmer im Olympiastadion bereits 21 Mal mit einem Erfolgserlebnis der Blau-Weißen, nur in fünf Partien entführte der fünfmalige Deutsche Meister alle drei Zähler aus der Hauptstadt - letztmals 2013. Gute Erinnerungen an den Aufsteiger verbindet sicherlich auch Mathew Leckie. Herthas Nummer 7 absolvierte im August 2017 gegen die Schwaben sein erstes Spiel im blau-weißen Trikot und erzielte beim 2:0-Erfolg beide Treffer. Rechtzeitig zur Wiederauflage am Wochenende kehrt der 29-Jährige nach überstandenen Nackenproblemen in den Kader zurück.

Bemerkenswertes: Die beiden Vereine brauchten in den bisherigen Spielen einiges an Anlaufzeit, um den ersten Torerfolg zu verbuchen. In der ersten halben Stunde durften sowohl Matarazzo als auch Labbadia keinen einzigen Treffer ihrer Teams bejubeln. Dafür kommen die Fanlager in der Schlussphase umso mehr auf ihre Kosten. Hertha BSC traf ab der 60. Minute bereits fünf Mal, nur ein Team überbietet diesen Wert - Gegner VfB Stuttgart (6). Allgemein dürfen sich die Anhängerinnen und Anhänger der Spreeathener 2020/21 bislang über eine starke Offensive freuen: Acht geschossene Tore an den ersten drei Spieltagen toppte der Hauptstadtclub bislang nur in zwei Spielzeiten. Funktioniert die Angriffsreihe der Blau-Weißen auch gegen die Schwaben, gibt es am Wochenende für Bruno Labbadia doppelten Grund zur Freude. Mit einem Erfolg könnte der 54-jährige Fußballlehrer den 100. Sieg im 258. Bundesliga-Spiel als Cheftrainer feiern.

Personal: Der Übungsleiter muss in der Partie gegen seinen Ex-Club weiterhin auf Jordan Torunarigha (Teilriss der Syndesmose im hinteren Sprunggelenk) verzichten. Dazu werden auch Santiago Ascacíbar (Muskelprobleme) und Mattéo Guendouzi (Coronavirus) im Aufgebot der Spreeathener fehlen. Einen Engpass im zentralen Mittelfeld sieht der ehemalige Stürmer, der auch abwarten muss, wie gut die Auswahlspieler die Reisestrapazen weggesteckt haben, deshalb allerdings nicht: "Im Endeffekt ist es nicht anders, als wir das in den ersten Spielen gehabt haben. Wir müssen das auffangen, zumal wir mit Santi und Mattéo auch noch nicht hundertprozentig planen konnten."

Schiedsrichter: Harm Osmers wird das Heimspiel gegen das Team aus dem Süden der Republik leiten. An der Seitenlinie unterstützen die Assistenten Robert Kempter und Thomas Gorniak den 35-Jährigen. Alexander Sather agiert als Vierter Offizieller, die Rolle der Videoassistenten übernehmen Benjamin Cortus und Mike Pickel. Osmers ist seit 2016 als DFB-Schiedsrichter im deutschen Oberhaus im Einsatz und begleitete seitdem 50 Bundesliga-Partien an der Pfeife. In der Vergangenheit spielte die 'Alte Dame' bereits neun Mal unter der Regie des gebürtigen Bremers, so auch beim 4:0 (0:0)-Erfolg im Stadtderby gegen den 1. FC Union in der vergangenen Saison.

(mb/City-Press)

Fans, 17.10.2020
Newsletter
Werbung