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Wohnzimmerwissen: Fakten zu #EBSBSC

Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison 2020/21 gastieren die Herthaner am Freitagabend (11.09.20, 20:45 Uhr) bei Eintracht Braunschweig. Fakten zum Spiel.

Berlin - Zugegeben, ganz so kurios wie die Ansetzung zwischen Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart - beide Mannschaften treffen in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals aufeinander - ist die erneute Paarung zwischen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC nicht. Doch wie schon 2018 kämpfen die Hauptstädter zum Auftakt des Wettbewerbs wieder bei den Niedersachsen um das Ticket für die nächste Runde. Einer, der vor zwei Jahren schon dabei war und mit einem Treffer Marke 'Tor des Monats' einen maßgeblichen Anteil am 2:1-Erfolg der Herthaner hatte, heißt Marvin Plattenhardt. "Den Ball habe ich einfach gut getroffen", sagt der Linksverteidiger, der aus über 25 Metern das Spielgerät volley in die Maschen gedroschen hatte, schmunzelnd. Auf die Torschützenliste, vielleicht mal wieder mit einem direkten Freistoß, würde sich der WM-Teilnehmer von 2018 sicher gerne wieder eintragen. "Allerdings", bekräftigt der 28-Jährige, "geht es am Freitagabend (11.09.20, 20:45 Uhr) einzig und allein ums Weiterkommen!" Für das K.o.-Duell hat herthabsc.de wie gewohnt Zahlen, Fakten und Kuriositäten gesammelt.

Statistik: Im DFB-Pokal treffen beide Mannschaften bereits zum fünften Mal aufeinander. Bis zu dem erwähnten Duell vor zwei Jahren haben sich dabei immer die Blau-Gelben durchgesetzt. 1965 geriet der Hauptstadtclub mit 1:5 gegen den damaligen Bundesliga-Kontrahenten unter die Räder, 1974 zogen ebenfalls die Niedersachsen mit einem 4:1 nach Verlängerung in die nächste Runde ein. Besonders bitter war allerdings das blau-weiße Ausscheiden in der 2. Runde 30 Jahre später. Nach 90 Minuten schied die von Falko Götz trainierte Elf mit 2:3 gegen den damaligen Regionalligisten (damals 3. Liga; Anm. d. Red.) aus. Die Berliner mögen es in dem nationalen Wettbewerb nervenaufreibend. In der Pokalhistorie mussten die Spreeathener bereits 54 Mal in die Verlängerung - das ist Höchstwert unter allen Mannschaften. Der Hauptstadtclub ist also gewarnt, Bruno Labbadia ist sich der Schwere der Aufgabe ohnehin bewusst. "Neben Nürnberg, wo Leipzig spielt, ist unser Los wahrscheinlich das schwerste, das wir hätten erwischen können", vermutet der Trainer, der mit seinem Team den kommenden Gegner im Vorfeld genau unter die Lupe genommen hat. "Wir haben uns Spiele von Braunschweig angeschaut und gehen davon aus, dass wir unsere Mannschaft sehr, sehr gut auf den Gegner einstellen." In der 1. und 2. Bundesliga kreuzten sich die Wege beider Clubs bereits 50 Mal, die 'Alte Dame' gewann 18 Mal (16 Unentschieden, 16 Niederlagen). 

Bemerkenswertes: In der kommenden Pokalsaison gibt es eine Regeländerung, die das Auswechselkontingent betrifft. Wie zuletzt in der Liga sind künftig fünf Wechsel erlaubt, jedoch kein zusätzlicher Tausch in einer möglichen Verlängerung. Einzige Bedingung: Die Trainer dürfen dafür nur drei Unterbrechungen sowie die Halbzeitpause nutzen, eine vierte Gelegenheit kommt in diesem Fall bei Gleichstand nach 90 Minuten hinzu - entweder bei einer regulären Unterbrechung, in der Pause oder vor dem Elfmeterschießen. Laut Statuten kann jedes Team neun Spieler auf die Bank setzen.

Der Jubel nach dem Traumtor von Marvin Plattenhardt im bis dato letzten Aufeinandertreffen mit Eintracht Braunschweig.

Personal: Verzichten muss Coach Bruno Labbadia bei den 'Löwen' auf Krzysztof Piątek, der nach den Länderspielen mit Polen und der Reise in ein Risikogebiet noch in Quarantäne sitzt. Für Dedryck Boyata kommt ein Einsatz ebenso wie für Santiago Ascacíbar noch zu früh, Jordan Torunarigha fehlt nach seinem Platzverweis aus dem Achtelfinale der Vorsaison gesperrt. So werden vermutlich Karim Rekik und Niklas Stark die Innenverteidigung bilden, das Vertrauen des Fußballlehrers haben sie auf jeden Fall. "Wir haben vier sehr gute Innenverteidiger, alle haben ihre Stärken. Jetzt gilt es, dass Karim und Nik es miteinander gut hinbekommen. Dedryck und Jordan haben es zuletzt sehr gut zusammen gemacht. Das muss Karim und Nik am Freitag auch gelingen – alleine wird es keiner schaffen, aber zusammen haben sie eine sehr gute Qualität."

Schiedsrichter: Das erste Pflichtspiel der Herthaner leitet Tobias Stieler. Der Unparteiische ist seit 2004 als DFB-Schiedsrichter im Einsatz, pfeift seit 2012 Bundesliga-Partien und darf sich seit 2014 auch als FIFA-Referee bezeichnen. Im deutschen Oberhaus war der 39-Jährige bislang in 122 Duellen an der Pfeife, im Pokal in 23. In 23 Partien führte er auch die Hauptstädter auf den Rasen, dabei ist die Bilanz mit zehn Siegen, zwei Remis und elf Niederlagen relativ ausgeglichen. Im DFB-Pokal pfiff der Jurist, der aktuell noch Psychologie studiert, im Vorjahr übrigens das Zweitrundenspiel der Spreeathener gegen Dynamo Dresden (8:7 n. E.). Christian Gittelmann und Marcel Unger assistieren an den Seitenlinien, der vierte Offizielle heißt Patrick Schwengers.

(fw/City-Press,imago)

Fans, 11.09.2020
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