Hertha BSC. Mehr als Fußball.

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Den zentralen Vereinswerten 'Fortschritt und Vielfalt' folgend, engagiert sich Hertha BSC seit Jahren auch außerhalb des Olympiastadions für die Menschen der Hauptstadtregion. Michael Preetz, Hertha BSC Geschäftsführer und Vorstand der vereinseigenen Stiftung, unterstreicht: "Berlin ist unsere Heimat, die Berliner und Brandenburger sind unsere Familie. Und in einer Familie hilft man sich gegenseitig. Ich bin stolz darauf, dass wir der Stadt und den Menschen, von denen wir so viel Unterstützung bekommen, auch etwas zurückgeben und viele wichtige Projekte anschieben und begleiten können."

Welche Projekte das sind, erfährt man im Sozialbericht mit dem Titel 'Hertha BSC – Mehr als Fußball', dessen neueste Ausgabe im Mai 2018 erschienen ist und das Engagement der letzten 12 Monate zusammenfasst. Viele der vorgestellten Projekte werden aber auch schon seit Jahren unterstützt. Der Bericht zeigt: Hertha BSC vertritt die Ideale des Sports auf dem Platz genauso wie daneben und ist dadurch ein wichtiger Teil der Zivilgesellschaft. Er ist für die Berlinerinnen und Berliner Instanz und Identifikationsfläche zugleich, vor allem auch für viele Kinder und Jugendliche. Hier spielen ihre Idole, die teilweise in denselben Kiezen aufgewachsen sind wie sie selbst.


Hier den Sozialbericht 'Hertha BSC. Mehr als Fußball' 2018 als pdf-Datei herunterladen.


Und so bunt die Hauptstadtregion ist, so bunt sind auch die karitativen und gesellschaftlichen Engagements des Vereins. Eine Auswahl:

Hertha hautnah:

'Hertha hautnah' heißt die Zusammenarbeit mit 22 Partnerstädten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt (Lutherstadt Wittenberg) und 13 Partnerschulen in den Partnerstädten. Sie umfasst u.a. die Unterstützung bei Veranstaltungen vor Ort (Stadtfesten, Sportveranstaltungen, etc.), die Organisation von Trainingslagern der Profis und die Trainerweiterbildungen der lokalen Nachwuchstrainer. Die Partnerstädte stellen an Spieltagen die Balljungen im Olympiastadion und haben die Möglichkeit, sich im VIP-Bereich zu präsentieren. Partnerschulen kommen regelmäßig zu Stadionbesuchen mit der kompletten Schülerschaft, z.B. im Rahmen von Wandertagen auf das Olympiagelände mit einem Blick hinter die Kulissen. Außerdem gibt es Unterstützung bei Projektarbeiten, Schülerpraktika und karitativen Engagements.

Kiezkicker

Bei den KIEZkicker-Events absolviert die Profimannschaft alleine in diesem Jahr sechs Trainingseinheiten als Gast bei Berliner Kiez-Vereinen. Auch ein spezielles Kindertraining gehört zum Programm. Weitere Infos gibt's hier.

Aus der eigenen Geschichte lernen

In Zusammenarbeit mit der Fanbetreuung und dem Fanprojekt der Landessportjugend wird die Geschichte des Hauptstadtclubs aufgearbeitet und Fans dazu animiert, sich mit dieser Vereinsgeschichte auseinanderzusetzen. Nur so kann man „aus eigener Geschichte lernen“. Zu den Projekten gehören Zeitzeugengespräche (z.B. mit Walter Frankenstein), regelmäßige Studienfahrten nach Auschwitz, Birkenau, Krakau, Theresienstadt und Dachau (u.a. gemeinsam mit Fans des Karlsruher SC). Auch ein Austausch mit lokalen Jugendteams gehört regelmäßig zum Programm.
Das wichtigste Projekt heißt 'Spurensuche' und beschäftigt sich mit der Erforschung von Biographien ehemaliger Herthaner, darunter z.B. Dr. Hermann Horwitz (ehemaliger jüdischer Mannschaftsarzt von Hertha BSC, gestorben in Auschwitz). Aktuell geht es um das Leben von Eljasz Kaszke, der 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet wurde.
2018 erhält Hertha BSC für das Projekt 'Aus der eigenen Geschichte lernen' nach 2012 zum zweiten Mal den Julius-Hirsch-Preis des DFB. Zu dieser zweifachen Ehrung sagte Olliver Tietz, Projektleiter für die Vergabe des Preises: "Aufgrund der Vielfalt und Qualität der Bewerbungen zeichnet die Jury nur in Ausnahmefällen Preisträger noch einmal aus, doch das Berliner Engagement hat eine beeindruckende Erweiterung und Vertiefung erfahren." Weitere Infos gibt's hier.

Hertha BSC Fußball-Akademie

Mit der eigenen Fußball-Akademie gibt Hertha BSC jungen Talenten eine Perspektive – sowohl sportlich als auch schulisch. Denn um am Ende im Profi-Kader zu spielen, muss beides stimmen. Bei keinem anderen Bundesliga-Verein hat der eigene Nachwuchs mehr Chancen auf einen Einsatz in der ersten Mannschaft als bei Hertha BSC. Die Fußball-Akademie bietet Jugendlichen unabhängig von Herkunft und sozialem Hintergrund Chancen, die sie ohne den Fußball nicht hätten. So schreibt Hertha Heldengeschichten, die Vorbild für viele andere Kinder und Jugendliche sein können.
Auch die Schulung sozialer Kompetenzen ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung an der Fußballakademie von Hertha BSC. Es gibt eine enge Verknüpfung zum Projekt 'Aus der eigenen Geschichte lernen'. Als Projektarbeiten in Zusammenarbeit mit der Poelchau-Oberschule (Eliteschule des Sports) und der Vereinshistorikerin Juliane Röleke sind aktuell geplant: Gedenkstättenfahrt der Nachwuchsmannschaften unter Führung und Anleitung der Vereinshistorikerin. In der Vergangenheit gab es u.a. Besuche der U17 in der JVA Plötzensee. Weitere Infos gibt's hier.

Willkommen im Fußball

'Willkommen im Fußball' ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, initiiert und gefördert von der DFL Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
Mitglieder des Bündnisses 'Berlin Hertha' sind Hertha BSC, Champions ohne Grenzen e.V. und der SC Siemensstadt. Gemeinsam veranstalten sie wöchentlich ein Training für junge Geflüchtete. Regelmäßig schauen Trainer und Profispieler bei den Einheiten vorbei. Außerdem besuchen die Teilnehmer des Trainings die Heimspiele im Olympiastadion. Geplant sind zukünftig auch eine Berufsorientierung am Spieltag und der schrittweise Ausbau der Angebote. Weitere Infos gibt's hier.

Big Shoe

Bereits seit Jahren engagiert sich Hertha BSC beim Projekt 'BigShoe'. Das Projekt begann mit dem Sommermärchen 2006. Bürger aus dem Allgäu entschlossen sich als Gastgeber der Nationalmannschaft von Togo zu einer besonderen Geste und sammelten für die dringende Operation an der kleinen Afrikanerin Nourisson. Aus dieser kleinen Idee wurde mit dem symbolhaften BigShoe eine außergewöhnlich erfolgreiche Initiative: Dank großzügiger Spenden können engagierte, ehrenamtlich tätige Ärzte im Windschatten großer Fußballereignisse vielen Kindern dringend notwendige medizinische Hilfe zukommen lassen. So war es 2010 in Südafrika, 2012 in Polen und der Ukraine und so war es auch 2014 in Brasilien. Die Aktion BigShoe wurde mit dem „WM Bambi 2006“ durch Hubert Burda Media ausgezeichnet – der Preis wurde durch Franz Beckenbauer im Daimler Benz Museum übergeben. Weitere Infos gibt's hier.

Inklusion@Hertha BSC

Seit Jahren sorgt das 'Team Handicap' bei Hertha BSC dafür, dass auch Menschen mit Handicap Fußball live erleben können. Bei allen Heimspielen sind zum Beispiel Blindenreporter im Stadion. Aus der Arbeit im Stadion entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit u.a. mit den Blindenfußballern des FC Viktoria 1889 in Berlin. Weitere Infos gibt's hier.

Profis on tour / Herthaner helfen

In der Weihnachtszeit, genauso wie im Rest des Jahres, sind viele Hertha-Profis unterwegs, um ganz unterschiedliche Projekte individuell zu unterstützen – sowohl durch ihre Mitarbeit als auch durch die mediale Öffentlichkeit, für die ihre Besuche sorgen. Mitchell Weiser und Sinan Kurt halfen zum Beispiel bei der Berliner Tafel aus, Alexander Esswein beim Sozialdienst katholischer Frauen, Davie Selke und Julian Schieber besuchten die Neonatologie der Charité, Nationalspieler Marvin Plattenhardt kickte mit Grundschülern um die Wette, Valentino Lazaro besuchte Trauerzeit Berlin, die sich um die Betreuung von Halb- und Vollweisen kümmern, und Fabian Lustenberger sorgte auf der Kinderkrebsstation des Helios Klinikums Berlin-Buch für große Begeisterung bei den kleinen Patienten.
Das Weihnachtsprojekt 'Herthaner helfen' läuft traditionell vom 1. bis zum 24. Dezember. Hier erfüllt Hertha BSC Herzenswünsche und unterstützt soziale Einrichtungen. Einer der bewegendsten Momente war im letzten Jahr der Besuch eines Kinderhospizes sowie die Einladung krebskranker Kinder zu einem Heimspiel. Weitere Infos gibt's hier.

Mit diesen und vielen weiteren Aktionen, Initiativen und Engagements übernimmt Hertha BSC Aufgaben, die weit über den Sport hinausgehen und ein großer Gewinn für Berlin und die Menschen, die in der Stadt leben, sind.

Hertha, 07.10.2019