Vereinsgeschichte

2008/2009

Hertha führte lange die Tabelle anDie Saison 2008/2009 soll als eine der erfolgreichsten in die HERTHA-Geschichte eingehen. Mit Maximilian Nicu, Marc Stein, Cícero, Kaká und Rodnei begrüßen die Herthaner vorerst fünf neue Spieler im Kader. Nicht mehr mit dabei waren unter anderem Srdjan Lakic, Rudolf Skacel und Andreas Schmidt und Mineiro.

Die UEFA-Cup-Saison startet mit einem 8:1-Sieg gegen Nistru Otaci aus Moldawien. Ohne Mühe ziehen die Berliner in die nächste Runde ein. Das erste Highlight der Saison steigt im Berliner Olympiastadion. Beim Testspiel gegen den FC Liverpool (0:0) strömen 51.000 Fans ins weite Rund.

Schock für Fiedler

Mit einem Schock endet die Vorbereitung für Christian Fiedler. Der Keeper zieht sich beim Testspiel gegen Newcastle eine schwere Knieverletzung zu und wird nicht mehr zwischen den HERTHA-Pfosten stehen. In den Pokalwettbewerben halten sich die Herthaner zunächst schadlos. In der Bundesliga läuft es eher schleppend. Mit Andrey Voronin holt Manager Dieter Hoeneß kurz vor Transferschluss noch einen richtigen „Kracher“. Der Ukrainer wird vom FC Liverpool ausgeliehen. Nach durchwachsenen Ergebnissen starten die Herthaner im Oktober so richtig durch.

Bis zur Winterpause verlieren die Berliner lediglich zwei Mal und absolvieren mit 33 Punkten und Platz drei die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte. Der Pokaltraum ist leider wieder frühzeitig vorbei. Bei Borussia Dortmund verlieren die Berliner unglücklich in der Verlängerung. Auch im UEFA-Cup werden die Herthaner nicht überwintern. In der Gruppenphase verlieren die Jungs von Trainer Lucien Favre das entscheidende Spiel bei Olympiakos Piräus mit
1:4.

Hertha wird zum Titelanwärter

Aufgrund der vielen Verletzten stockt HERTHA BSC den Kader in der Winterpause auf. Mit Marko Babic und Lendro Cufré kommen zwei erfahrene Spieler an die Spree. Was dann folgt ist Euphorie pur. HERTHA BSC holt wichtige Siege gegen den FC Bayern, Bayer Leverkusen und in Cottbus und ist heißer Titelanwärter. Vier Wochen führen die Herthaner sogar die Bundesligatabelle an.

Erst ganz zum Schluss geht den Berlinern etwas die Luft aus. Durch ein 0:0 gegen Schalke 04 und einer 0:4-Niederlage beim Karlsruher SC reicht es am Ende „nur“ zu einem vierten Platz. Aber die Mannschaft hat eine riesige Euphorie ausgelöst. Die Rapper „Die Atzen“ singen den Fansong „Hey, das geht ab“ und die LaOla Welle schwappt beim Spiel gegen den VfL Bochum durch das fast ausverkaufte Olympiastadion. „So etwas“, sagt Manager Dieter Hoeneß, „habe ich noch nie erlebt.“

Das Ende einer Ära

Diese erfolgreiche Saison ist gleichzeitig die letzte für Herthas Manager Dieter Hoeneß. Die Vereinsgremien des Klubs und der Vorsitzende der Geschäftsführung haben unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige Vereins- und Geschäftspolitik. HERTHA BSC und Dieter Hoeneß vereinbaren freundschaftlich und einvernehmlich, das Vertragsverhältnis zum Saisonende aufzulösen.

2004-2009, 09.08.2015