Bild: herthabsc

"Lernt euch kennen, schätzt und respektiert euch!"

Am Dienstag (10.09.19) besuchte Walter Frankenstein das Fanprojekt Berlin für ein Zeitzeugengespräch.

Berlin – Walter Frankenstein ist wohl jedem Herthaner ein Begriff. Er wurde im Berlin der dreißiger Jahre zum Anhänger des Hauptstadtclubs. Als Jude wurde es für Frankenstein und seine Familie aufgrund der Verfolgung durch die Nazis in Deutschland jedoch immer gefährlicher. Doch Walter, seine Frau Leonie und die in dieser Zeit geborenen Kinder überlebten in verschiedenen Verstecken in und um Berlin die Shoah. Nach dem Krieg verließen die Frankensteins Deutschland und lebten anschließend in Israel und Schweden – am Dienstag (10.09.19) kehrte einer der ältesten Blau-Weißen nun für ein Zeitzeugengespräch in die Hauptstadt zurück und war im Fanprojekt Berlin zu Besuch. "Ich bin und bleibe Herthaner", lächelte der aus Stockholm angereiste Frankenstein. "Daher freue ich mich immer, nach Berlin zu kommen und mich mit anderen Blau-Weißen auszutauschen."

Zog die Zuhörer im Fanprojekt Berlin in seinen Bann: Walter Frankenstein

Austausch mit jungen Herthanern

Das tat der 1924 geborene Herthaner mit circa 50 Gästen während des rund zweistündigen Austauschs. Die Anhänger und Vertreter verschiedenster Berliner Vereine lauschten dem Zeitzeugen gebannt. Mit dabei waren auch drei Spieler aus Herthas U15, die Frankenstein im Anschluss als Vorbereitung auf eine geplante Gedenkstättenfahrt nach Oswiecim interviewten. Der gebürtige Westpreuße freute sich sehr über den Austausch. "Junge Menschen sind die Zukunft", sagte der Herthaner, dem eine abschließende Botschaft besonders wichtig war: "Lernt euch gegenseitig kennen, schätzt und respektiert euch – auf und neben dem Fußballplatz!"

(kk/HerthaBSC)

Intern, 11.09.2019
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