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Erinnerung an Hertha-Spieler Max Swensen

Herthas Präsident Werner Gegenbauer gedachte gemeinsam mit weiteren Gremienmitgliedern in Nordfrankreich dem im 1. Weltkrieg gefallenen Herthaner.

Berlin/Noyers-Pont-Maugis - Auf dem Soldatenfriedhof im norfranzösischen Noyers-Pont-Maugis gedachte Präsident Werner Gegenbauer am Sonntag (02.07.17) gemeinsam mit Wolfgang Wieland ,Vizepräsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Herthas Spielers Max Erich Swensen, der an der ehemaligen Westfront sein Leben verlor. In der Gedenkveranstaltung gedachten neben dem Präsidenten weitere Gremienmitglieder von Hertha BSC des im Alter von 22 Jahren während des 1. Weltkrieg gefallenen Sportkameraden.

Eine Delegation von Hertha BSC e.V. ist seit dem vergangenen Freitag an der ehemaligen Westfront unterwegs und gedenkt dort der Sportkameraden, die ihr Leben für ihr Land verloren haben. An dieser bewegenden Veranstaltung nahmen auch der Bürgermeister der Gemeinde Noyers-Pont-Maugis, der Präsident des örtlichen Fußballvereines AS Noyers-Pont-Maugis sowie aus Brüssel angereist, der ständige militärische Vertreter der Bundesrepublik Deutschland – Flottillenadmiral Jürgen Ehle - selbst Mitglied bei Hertha BSC - teil.

Den Ort und den Zeitpunkt dieser Reise hatte Hertha BSC bewusst so gewählt, weil das Mitglied Swensen fast auf den Tag genau vor 100 Jahren in der Region sein Leben verloren hat. In seiner Rede erinnerte Werner Gegenbauer daran und sagte: "Viele Fußballvereine aus ganz Europa verloren in diesem Weltkrieg unzählige ihrer Spieler, die vermutlich viel lieber auf dem Fußballplatz gegeneinander gespielt hätten, als sich hier auf dem Schlachtfeld gegenüber zu stehen". Zum Ende seiner Rede ergänzte Gegenbauer die Mahnung, dass die Gräber der Herthaner und aller Soldaten helfen mögen, sich nur noch im sportlichen Wettkampf zu messen.

Auch der Vizepräsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Berliner Wolfgang Wieland, dankte dem Verein Hertha BSC, dass dieser sich seiner Tradition bewusst ist und seiner vor 100 Jahren gefallenen Spieler gedenkt. Er betonte, dass Hertha BSC aus eigenem Antrieb an die gefallenen Fußballer erinnert und sich als Bundesligist seiner Verantwortung stellt. Weiter hoffe er, dass auch andere Vereine diesem hervorragenden Beispiel folgen werden.

Neben Max Swensen gedenkt Hertha BSC auf dieser Reise elf weiterer Spieler, die im 1. Weltkrieg in Frankreich und Belgien gefallen sind und dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Im Einzelnen sind das: Hans Zieglarski, Karl Seipold, Richard Schulz, Walter Schilling, Arthur Mahlow, Georg Löwenthal, Erich Zimmer, Bruno Pagel, Adolf Thiemann, Walter Mucks I. und Alfred Kiep. Zusätzlich wird des Namensgebers des Hanns-Braun-Stadions und Olympiateilnehmers von 1908 sowie 1912 gedacht: Johannes genannt Hanns Braun.

Dem Präsidenten des örtlichen Fußballvereines überreichte Werner Gegenbauer eine Flagge sowie einen Wimpel von Hertha BSC mit der Bitte, diese Gedenkstätte weiter in Ehren zu halten.

(uh/Uwe Zucchi (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge))

Teil 1
Bild: zucchi
02.07.2017
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