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12 Fragen zu 120 Jahren an Werner Gegenbauer

Anlässlich Herthas rundem Geburtstag stellten wir Präsident Werner Gegenbauer 12 Fragen zu 120 Jahren blau-weißer Geschichte.

Stegersbach - 120 Jahre Hertha BSC. Zwei Brüderpaare, Fritz und Max Lindner, Otto und Willi Lorenz gründen den Berliner Fußball-Club Hertha 92. 1930 gewinnt der Klub den ersten Titel: Nach vier vergeblichen Anläufen seit 1926 holt der Klub die erste Deutsche Meisterschaft (5:4 gegen Holstein Kiel). Der zweite Titel folgt sofort (3:2 gegen 1860 München).


120 Jahre Hertha BSC – Geschichten über Berlins Traditionsklub, Ereignisse gibt es viele. Menschen, die den Klub geprägt haben. Sie alle aufzuzählen, füllt mittlerweile Bücher. Deshalb haben wir unseren Präsidenten Werner Gegenbauer gebeten, seine Eindrücke, seine Highlights zu schildern. 12 Fragen zu 120 Jahren Hertha BSC – sozusagen pro Jahrzehnt wechselvoller, spannender Vereinsgeschichte eine.

herthabsc.de: Hertha BSC hat heute, am 25. Juli 2012, Geburtstag. Wo steht der Verein nach 120 Jahren?
Werner Gegenbauer: Hertha BSC ist Berlins größter Sportverein, positiv wie negativ immer irgendwie in aller Munde. Auch wenn es manche vielleicht anders sehen, so sind wir - in aller Bescheidenheit  doch fraglos ein Wahrzeichen der Stadt Berlin.

herthabsc.de: Wer war für Sie die größte Persönlichkeit des Vereins?
Gegenbauer: Es ist nicht eine, es sind drei ehemalige Präsidenten. Wilhelm Wernicke, der nach dem Krieg den Verein wieder aufgebaut hat, Heinz Warnecke und natürlich Wolfgang Holst.

herthabsc.de: Welche Spieler ragen aus 120 Jahren Hertha BSC für Sie heraus?
Gegenbauer: Auch wieder drei – Hanne Sobek, Lorenz Horr und Erich Beer.

herthabsc.de: Welcher Trainer imponierte Ihnen in 120 Jahren am meisten?
Gegenbauer (schmunzelnd): Immer die, die da sind – die Art, wie Jos Luhukay die Arbeit bei Hertha BSC anpackt imponiert mir sehr. Ich denke, dass da etwas wirklich Neues entsteht. Und historisch? Da komme ich an den Namen Fiffi Kronsbein und natürlich „Sir“ Georg Kessler nicht vorbei. Zufall ist dabei, dass in meiner Rangliste mit Kessler und Luhukay zwei stehen, die für uns Nachbarland Holland stehen. Der eine, der "Sir", als ehemaliger Bondscoach und Jos Luhukay als geborener Holländer.

herthabsc.de: Welcher Hertha-Sieg gefiel Ihnen am besten?
Gegenbauer: Das 6:0 in der Saison 2001/02 gegen den HSV, als Bart Goor vier Tore schoss, dazu noch Pfosten und Latte traf und danach in den Medien „Bart-Goal“ getauft wurde. Dazu trafen übrigens noch Michael Preetz und Marcelinho.

herthabsc.de: Gibt es eine Mannschaft in all den Jahren, die Sie besonders erwähnen wollen?
Gegenbauer: Beim jetzigen Team hat man das Gefühl, dass alles stimmt. Und das freut mich als Zeichen für die kommende, so wichtige Saison besonders.

herthabsc.de: Was war die beste Nachricht für Hertha BSC in 120 Jahren?
Gegenbauer: Ganz eindeutig der Mauerfall – dieses Ereignis hat auch die Entwicklung von Hertha BSC absolut nachhaltig geprägt. Unsere Fans, die uns in all’ den Jahren von jenseits der Mauer die Daumen gedrückt haben, konnten zu uns kommen. Und dazu gewann der Klub sein Hinterland wieder zurück.

herthabsc.de: Das witzigste Detail rund um Hertha BSC?
Gegenbauer: Ganz eindeutig die Tatsache, dass der Klub von den Gründungsherren auf einem Schiff aus der Taufe gehoben wurde – welcher Verein kann das schon für sich in Anspruch nehmen, nach einem Dampfer benannt zu sein...

herthabsc.de: Welches Vereinslied ist für Sie das Schönste?
Gegenbauer: In der Beziehung bin ich Traditionalist – „Blau-Weiße Hertha“!

herthabsc.de: Wer war der größte Unterstützer von Hertha BSC?
Gegenbauer: Heinz Striek – durch seine Adern floss wirklich blaues Blut. Wer aus Liebe für den Klub eine Hypothek auf sein Haus aufnimmt, damit dieser aus der finanziellen Klemme kommt, ist ein wahrer Gönner des Vereins. Schade, dass er wie Wolfgang Holst den 120. Geburtstag des Vereins nicht mehr erleben konnte.

herthabsc.de: Wann hat Ihnen Hertha BSC eine Gänsehaut beschert?
Gegenbauer: Als Christian Fiedler 2004 im letzten Saisonspiel gegen Köln den Ball ins Aus schoß, damit Gabor Kiraly - der den Verein verlassen wollte, und dessen Einsatz die Zuschauer vorher minutenlang gefordert hatten  - 15 kurz Minuten vor Schluss noch einmal eingewechselt werden und so zu seinem 198. und letzten Bundesligaeinsatz für die Herthaner kommen konnte.

herthabsc.de: 120 Jahre Hertha BSC – was ist Ihr größter Wunsch für den Verein?
Gegenbauer: Dass unser Verein in dieser Saison den Wiederaufstieg schafft, sich dann als feste Größe in der Ersten Liga etabliert und dass der Klub wirtschaftlich gesunden möge.

Intern, 11.02.2020
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