Bild: Herthabsc

"Risiken, aber auch Chancen"

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung sprach Ingo Schiller am Freitag (22.05.20) in einem virtuellen Hintergrundgespräch über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Planungsprozess des Hauptstadtclubs.

Berlin – Seit vergangenem Wochenende ist mit dem Re-Start der Bundesliga ein Stück Normalität in Fußball-Deutschland zurückgekehrt – selbstverständlich unter ganz anderen Rahmenbedingungen als bisher gewohnt. Denn nach wie vor beherrschen die Corona-Pandemie und die damit verbundenen politischen Vorgaben das öffentliche Leben. Diese betreffen auch Hertha BSC. So skizzierte Ingo Schiller, Herthas Geschäftsführer Finanzen, am Freitagmittag (22.05.20) in einem virtuellen Hintergrundgespräch mit den Medienvertretern die momentanen Auswirkungen der Pandemie auf den Planungsprozess der 'Alten Dame'. "Unsere derzeitige Planung ist natürlich eine ganz andere als die, die wir noch im Januar und Februar dieses Jahres erstellt haben", erklärte Schiller.

Bei den Überlegungen der Verantwortlichen bilden der Spielbetrieb, Werbung, TV und Hörfunk, Transfers sowie der Personalaufwand fünf wichtige Säulen. Dabei geht es aktuell um die Auswirkungen für die aktuelle Restspielzeit sowie für die kommende Saison. Vor allem die Einnahmen aus dem Spielbetrieb, der aufgrund der Geisterspiele ein ganz neues Format darstellt, spielen eine entscheidende Rolle. Durch die noch vier ausstehenden Heimspiele vor leeren Rängen im Berliner Olympiastadion verzeichnet Hertha BSC eine Mindereinnahme von circa drei Millionen Euro, in der Saison 2020/21 könnten es sieben Millionen weniger an Einnahmen sein, wenn auch die Partien in der Hinserie ohne Zuschauer stattfinden müssten. Darüber hinaus werden sich auch die kalkulierten Erlöse aus Transfers in diesem Jahr in niedrigeren Gefilden wiederfinden. "Wir glauben, dass innerhalb der nächsten 15 Monate schon wieder eine Bewegung auf den Transfermarkt kommt – aber eine deutlich geringere als noch vor ein, zwei Jahren. Das sind Risiken, aber auch Chancen, wenn man beispielsweise im Bereich der Neuverpflichtungen nachdenkt. Aber auf der Ertragsseite gehen wir von einer deutlichen Reduktion aus. Das ist der am schwersten vorherzusagende Bereich", erläuterte der Geschäftsführer Finanzen.

"Eine sehr, sehr positive Entwicklung"

Neben den dargestellten Auswirkungen der Corona-Krise informierte Schiller auch über konkrete Zahlen – und die können sich sehen lassen! Die Hertha BSC GmbH & Co. KGaA verzeichnete im Zeitraum vom 31. Dezember 2018 bis zum 31. Dezember 2019 einen Anstieg des Eigenkapitals von 12,6 Millionen Euro auf 182,5 Millionen Euro. Darüber hinaus konnte auch der Konzern ein positives Eigenkapital von 70 Millionen Euro erwirtschaften. Das Barvermögen konnte die Hertha BSC GmbH & Co. KGaA im selben Zeitraum von 3,2 Millionen Euro auf 109 Millionen Euro erhöhen. "Wir haben eine ganz andere Kapitalbasis, die durch die Partnerschaft mit TENNOR entsprechend hinzugeflossen ist", begründete Schiller den erfreulichen Anstieg der Zahlen. Insgesamt sprach 54-Jährige von einer "sehr, sehr positive Entwicklung", die dazu führt, dass "unsere Finanzierungsleistungskraft eine völlig andere ist, als noch vor einem Jahr." Auf der digitalen Mitgliederversammlung am Sonntag (24.05.20, 11:00 Uhr) wird Schiller den virtuell anwesenden Herthanerinnen und Herthanern einen genaueren Einblick in die Themen und Finanzen der Blau-Weißen gewähren. 

(sj/HerthaBSC)

Intern, 24.05.2020
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