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Hertha BSC trauert um Michael Ottow

Der treue und verdienstvolle Herthaner verstarb am Sonntagabend (29.11.20) im Alter von 57 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.

Berlin - Hertha BSC trauert um einen treuen, verdienstvollen Herthaner. Das langjährige Präsidiumsmitglied unseres Vereins, Michael Ottow, ist am Sonntagabend (29.11.20) im Alter von 57 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben. 

Der Diplom-Verwaltungswirt hatte über die Hälfte seines Lebens seinem Verein Hertha BSC gewidmet. Über 30 Jahre arbeitete er ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen und wurde überall sehr geschätzt. Ottow war lange Zeit mit viel Freude und Elan der beliebte Stadionsprecher der Hertha-Amateure, arbeitete im Vorstand der Amateurabteilung, war als Schiedsrichterbetreuer in der Bundesliga eingesetzt und seit 2005 im Präsidium vertreten. Dort wurde er wegen seiner ruhigen und zuverlässigen Art sehr geschätzt und war überaus beliebt. Michael Ottow vertrat den Verein vor allem auch bei vielen sozialen Veranstaltungen. 

Werner Gegenbauer, Präsident von Hertha BSC, zu der traurigen Nachricht: "Der viel zu frühe Tod unseres Präsidiumsmitglieds Michael Ottow ist ein großer Verlust für Hertha BSC, der weh tut. Er hat sich nicht nur über Jahrzehnte stets für unseren Verein in unterschiedlichen Funktionen eingesetzt, sondern war vor allem ein toller Mensch. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Frau und allen Hinterbliebenen."

Der ehemalige Hertha-Präsident Bernd Schiphorst, unter dessen Ägide Michael Ottow ins Präsidium gewählt wurde, sagte: "Es war eine Freude, mit Michael Ottow zusammenzuarbeiten. Er war ein überaus zuverlässiger Kollege mit hoher Detailkenntnis über unseren Verein. Für ihn stand immer Hertha im Mittelpunkt und nicht seine Person."

Für Jörg Thomas, ehemaliger Vizepräsident und einst auch Amateurchef bei Hertha, war Michael Ottow "ein alter Weggefährte". Thomas: "Wir haben zusammen viele Auswärtsreisen absolviert, vor allem bei Spielen im UEFA-Cup. Mit tut sein früher Tod sehr weh."

Viele Jahre war Michael Ottow gemeinsam mit seiner Frau Barbara für und mit Hertha BSC unterwegs. Beide verpassten kaum ein Spiel, ob im Olympiastadion oder in der Fremde. Bei beinahe sämtlichen Europacupspielen der vergangenen zwanzig Jahre waren die beiden als Augenzeugen dabei. Viele ihrer Sommerurlaube legten die Ottows so, dass sie die Trainingslager der Mannschaft in Österreich hautnah erleben konnten. So viel Vereinstreue ist selten. Manfred Sangel, langjähriger Chef und Moderator des Fanradios 'Hertha-Echo', nennt Ottow einen "Herthaner mit Leib und Seele, der uns allen sehr fehlen wird." 

Noch vor wenigen Wochen, bei den Wahlen zum neuen Präsidium in der Ostkurve des Olympiastadions, wählten die Mitglieder Michael Ottow in Abwesenheit erneut ins Präsidium. Michael Ottow verfolgte die Versammlung wegen seiner Krankheit zu Hause am Liveticker und war von Präsident Werner Gegenbauer erneut für das Gremium vorgeschlagen worden. Das war ein starkes Signal in schweren Zeiten unter dem Motto: "Wir Herthaner halten zusammen". Michael Ottow hat den Kampf gegen seine tückische Krankheit lange geführt, unterstützt von seiner lieben Frau Barbara. Jetzt hat er den Kampf verloren. Sein Platz auf der Ehrentribüne des Olympiastadions bleibt nun leer.

(HerthaBSC/City-Press)

Intern, 30.11.2020
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