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"Hertha kann für eine Überraschung sorgen"

Peter Niemeyer gab seinen Ausstand in der Geschäftsstelle - herthabsc.de hat mit ihm gesprochen.

Berlin - Nach fünf Jahren bei Hertha BSC wechselte Peter Niemeyer diesen Sommer zu Aufsteiger SV Darmstadt 98. Und mit den 'Lilien' legte der 31-Jährige bisher einen bemerkenswerten Saisonstart hin: Vier Spiele, drei Unentschieden und am vergangenen Wochenende sogar in Leverkusen den ersten Saisonsieg.

Den trainingsfreien Montag (14.09.15) nutzte Peter Niemeyer, um seine ehemalige Heimat Berlin zu besuchen. Einen Abstecher in Herthas Geschäftsstelle ließ er sich zudem nicht entgehen, um mit einem Mittagessen für die Hertha-Mitarbeiter Danke zu sagen. Zwischen den Pasta-Variationen und dem Tiramisu zum Dessert, plauderte Niemeyer über fünf Jahre Hertha BSC, die bisherige Saison, die neue Heimat und die Saisonstarts von Darmstadt und Hertha BSC.

herthabsc.de: Hallo Peter, schön, dich zu sehen. Wie kam es zur Idee, zum Ausstand noch ein Mittagessen zu spendieren?
Peter Niemeyer: Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle war in meinen fünf Jahren immer super. Wir haben zusammen einige Schlachten geschlagen und Höhen und Tiefen durchlebt. Da zähle ich jeden Einzelnen hier dazu und wollte mich dafür einfach bedanken.

herthabsc.de: Dein Abschied liegt nun schon ein paar Wochen zurück, inzwischen bist du in Hessen gelandet. Wie lautet dein erstes Fazit?
Niemeyer: Bisher lief das alles sehr gut. Darmstadt und Berlin sind natürlich ganz verschieden Städte, aber ich habe mich in meiner neuen Heimat schnell wohl gefühlt. Da hat sicherlich auch geholfen, dass wir sehr gut in der 1. Bundesliga angekommen sind. Wir haben jetzt auch das erste Spiel gewonnen. Das macht die ganze Sache natürlich einfacher.

"Wir sind eine starke Gemeinschaft."

Peter Niemeyer über Darmstadts Stärke

herthabsc.de: Wie einfach hat man dir die Eingewöhnung in Darmstadt gemacht?
Niemeyer: Die Mannschaft ist wirklich sehr intakt, es ist ein eingschworenes Team. Es war auch gar nicht schwierig, trotz der beiden Erfolge mit den Aufstiegen in dieser Gruppe aufgenommen zu werden. Das haben uns die Jungs wirklich einfach gemacht. Natürlich hilft es ein bisschen, wenn ein paar Leute schon kennt, wie Fabi und Sandro, aber am Ende sind wir eine starke Gemeinschaft.

herthabsc.de: Worin liegen die Stärken deiner neuen Mannschaft?
Niemeyer: Genau darin: Wir sind eine starke Gemeinschaft. Letztendlich wissen wir genau, wo wir herkommen. Durch den Aufsteig ist aktuell noch eine Menge Euphorie da. Dass es so gut läuft, freut uns natürlich und wir werfen jedes Spiel alles, was wir haben, in die Waagschale.

herthabsc.de: Verfolgst du Herthas Ergebnisse? Wie schätzt du die bisherigen Leistungen deiner Ex-Kollegen ein?
Niemeyer: Klar, das ist immer der erste Blick nach unserem Spiel auf die Anzeigetafel oder dann in der Kabine aufs Handy, um zu sehen, wie Hertha gespielt hat. Ich freue mich, dass sie so einen guten Start hingelegt haben, denn ich finde, dass es sich die Mannschaft verdient hat. Und wer weiß, vielleicht kann Hertha diese Saison ja für eine Überraschung sorgen - das Potential ist da. Letztes Jahr war es Augsburg, dieses Jahr vielleicht Hertha...

herthabsc.de: Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf, wenn du das erste Mal seit fünf Jahren wieder gegen Hertha spielst?
Niemeyer: Das Spiel ist ja erst am 16. Spieltag, also noch relativ weit weg. Über die Partie habe ich bisher noch nicht nachgedacht. Bei all den Sympathien, die ich für Hertha habe, hoffe ich natürlich auf ein gutes Ergebnis für uns. In allen übrigen Spielen wünsche ich Hertha das Allerbeste und drücke die Daumen.

(war/war)

Intern, 05.11.2018
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