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Zweite Sitzung im Sportausschuss zum Stadionthema

Klaus Teichert stellte den aktuellen Stand der Stadionpläne des Hauptstadtclubs vor. Anschließend beantwortete der Herthaner die Fragen der Politiker.

Berlin - Der Sportausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses tagt regelmäßig und diskutiert die Sportthemen, die die deutsche Hauptstadt beschäftigen. Dazu gehört seit einiger Zeit auch die Diskussion um einen möglichen Bau einer eigenen Fußball-Arena von Hertha BSC. Bereits Mitte Mai diesen Jahres hatte Klaus Teichert, Geschäftsführer der Hertha BSC Stadion GmbH, gemeinsam mit Herthas Finanzchef Ingo Schiller dem Ausschuss den aktuellen Stand der Planungen präsentiert und den Ausschussmitgliedern Rede und Antwort gestanden. Am Freitagvormittag (28.09.18) war Klaus Teichert erneut zu Gast.

Nach der obligatorischen Aktuellen Viertelstunde ging es um das Stadion-Thema. Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport, führte in den Tagesordnungspunkt ein. Der Wunsch von Hertha BSC, als letzter Erstligist künftig auch in einem reinen Fußballstadion zu spielen, sei nachvollziehbar, für den Senat jedoch der Erhalt der Wirtschaftlichkeit des Olympiastadions von größter Bedeutung, so der Senator. Von dem Plan, das Olympiastadion in ein reines Fußballstadion umzubauen, sei der Senat aufgrund der Erfahrungen von der Leichtathletik-EM im Sommer sowie den erwarteten Kosten, inzwischen abgerückt.

Klaus Teichert ging in seiner ausführlichen Präsentation auf die Fragestellungen ein, die der Ausschuss dem Verein nach der letzten Sitzung mitgegeben hatten. Dabei wusste Teichert Positives aus den Untersuchungen renommierter Experten zu berichten, was Aufstellgrößen, Verkehrsströme, Schallbelastung oder auch Artenschutz anbetrifft. Zudem laufen die Gespräche mit dem Landessportbund und den Eigentümern der Wohnhäuser, die sich im geplanten Bauland befinden. Hertha BSC werde für mögliche Lösungen aufkommen.

Weitere Lösungen werden entwickelt

In der abschließenden Fragerunde äußerten die Politiker ihre Meinungen und Kritikpunkte. Für die Ausschussmitglieder besteht die Skepsis am Standort aufgrund der Fragen zum Erhalt der Wirtschaftlichkeit des Olympiastadions. Stefan Förster (FDP) brachte den Vorschlag in die Diskussion ein, einen alternativen Standort zu finden - auch in Brandenburg gäbe es viel Bauland.

Ganz oben steht die Diskussion über die Anwohner, mit denen eine Einigung erzielt werden müsse. Zudem haben die Fragen Gewicht, dass der Olympiapark auch weiterhin - bzw. zukünftig auch noch mehr - von der Öffentlichkeit genutzt werden können müsse. Klaus Teichert betonte, dass es in dieser Sitzung um Zwischenstände gehe, selbstverständlich seien weitere Lösungen noch zu entwickeln - in erster Linie mit den Beteiligten, bevor dies zum Thema im Ausschuss werden könne. Die Planungen und bisherigen Investitionen in den Olympiapark seien zudem ein Statement für den Standort - eine Einschränkung des Zugangs werde es nicht geben.

Von Senator Geisel gab es zum Abschluss die Zielsetzung der kommenden Wochen, eine Wirtschaftlichkeitsstudie durchzuführen, um die Nachnutzungmöglichkeiten des Olympiastadions und -parks besser einschätzen zu können. In jedem Fall müsse zudem eine Lösung mit den Anwohnern und dem Landessportbundes gefunden werden. Andreas Geisel betonte darüber hinaus: "Hertha BSC ist ein Berliner Verein, den wir aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen in der Stadt halten wollen."

Hinweis: Der Stadion-Neubau im Bild ist lediglich ein Platzhalter und kein architektonischer Vorschlag.

(HerthaBSC/HerthaBSC)

Intern, 05.11.2018
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