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In Erinnerung an Hanne Sobek

Hertha BSC gedenkt einem großen Herthaner an seinem 26. Todestag.

Berlin - Johannes Sobek war eine der prägendsten und erfolgreichsten Persönlichkeiten in der Vereinsgeschichte von Hertha BSC. Sobek, der von allen nur 'Hanne' genannt wurde, verstarb am 17. Februar vor genau 26 Jahren. Zu Ehren seines Todestages erinnert herthabsc.de an den großen Herthaner.

Als Kind des neuen Jahrhunderts wurde Sobek am 18. März 1900 im mecklenburgischen Mirow geboren und fand als Zehnjähriger bei Bavaria 09 seine Leidenschaft für den Fußball. Von 1920 bis 1925 ging Sobek für Alemannia 90 auf Torejagd. Anschließend wechselte der Offensivmann zu Hertha BSC und wurde Teil einer glorreichen Zeit der Blau-Weißen. Sechsmal in Folge stand er mit den Herthanern bis 1931 im Finale um die deutsche Fußballmeisterschaft. Nach vier vergeblichen Anläufen gelang schließlich 1930 mit einem spektakulären 5:4 gegen Holstein Kiel der erlösende Triumph. Nach einem frühen 0:2-Rückstand war es Sobek, der die Berliner mit einem Doppelschlag in der 22. und 26. Spielminute in der Partie hielt.

Als Hertha-Trainer in die Bundesliga

1931 wurde die sechsjährige Ausnahmestellung von Hertha BSC im nationalen Fußball durch die Titelverteidigung gekrönt. Auch in diesem Finale gegen 1860 München, das mit 3:2 gewonnen wurde, war es wieder einmal Sobek, der einen großen Anteil am Erfolg hatte. Zweimal egalisierte er einen Rückstand, ehe Willi Kirsei in der 89. Minute das viel umjubelte Siegtor erzielte.

Nach dem zweiten Weltkrieg begann seine Trainerkarriere zunächst beim SC Union Oberschöneweide, mit dem er sich für die Meisterschaftsendrunde 1950 qualifizierte, aber nicht nach West-Deutschland einreisen durfte. Aus dieser Situation heraus entschied sich Sobek mit dem Großteil der Mannschaft in den Westteil der Stadt zu flüchten. Ab 1959 schloss sich für 'Hanne' ein Kreis, als er das Traineramt an seiner alten Wirkungsstätte bei Hertha BSC übernahm. Mit seiner 'alten Liebe' gewann er zweimal die Berliner Meisterschaft und führte den Klub 1963 in die Fußball-Bundesliga. Zwei Jahre später stellte sich Sobek wieder in den Dienst des Traditionsvereins und übernahm für ein knappes halbes Jahr den Not-Vorsitz im Vorstand.

Ein Leben für Hertha

Als Spieler, Trainer und Funktionär hing Sobek an Hertha BSC – eine wahre Herzensangelegenheit. In einem Buch von Oliver Ohmann heißt es über ihn: "Hanne Sobek war das Wunder, auf das Berlins Fußball-Anhänger so lange gewartet hatten – charismatisch, leidenschaftlich, genial." Eine Würdigung, der sich sein langjähriger Weggefährte in der Nationalmannschaft Sepp Herberger in liebenswürdigen Worten schon damals anschloss: "Hanne Sobek war für mich der größte Fußballspieler, den Berlin je besessen hat."

Bis heute wirken die Verdienste von Hanne Sobek für Hertha BSC nach. Sobek und Hertha – eine untrennbare Verbindung, die an seinem 26. Todestag in der Erinnerung bleibt.

(HerthaBSC/dpa)

Intern, 05.11.2018
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