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Was macht eigentlich Kjetil Rekdal?

Der ehemalige Kapitän der Herthaner ist Trainer in seiner Heimat und feiert am Mittwoch (06.11.13) seinen 45. Geburtstag.

Berlin - Er spielte zweieinhalb Jahre für Hertha BSC und war unter anderem der Kapitän der Berliner. Kjetil Rekdal, norwegischer Nationalspieler und Libero der Herthaner, verließ im Januar 2000 die Hauptstadt und wechselte zu Valerenga Oslo. Doch was macht der ehemalige Hertha-Kapitän und norwegische Nationalspieler eigentlich heute?

Kjetil Rekdal absolvierte insgesamt 76 Spiele für Hertha BSC und kam dabei auf 6.352 Spielminuten für die Blau-Weißen. In eben diesen Minuten sammelte der ehemalige norwegische Nationalspieler 23 gelbe Karten, erzielte fünf Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor. Nach dem Aufstieg der Herthaner in der Saison 1996/97 wechselte der Norweger im Juli 1997 vom FC Stade Rennes in die deutsche Haupstadt und verwandelte sich in Berlin vom offensiven Mittelfeldspieler zu einem spielstarken Libero und der zentralen Figur in Jürgen Röbers Dreierkette. In seiner ersten Saison war Rekdal ein wichtiger Bestandteil des Teams, dass den Klassenerhalt schaffte und avancierte nach der Verletzung von Axel Kruse zum Hertha-Kapitän. Hertha BSC belegte am Ende der Spielzeit den 11. Platz und konnte den Abstiegskampf aus einiger Entfernung betrachten.

Weltmeisterschaft, Champions League und die Zeit nach Hertha

Einen großen Moment im Trikot der norwegischen Nationalmannschaft erlebte Rekdal bei der Weltmeisterschaft 1998 gegen den damaligen Weltmeister Brasilien, als er kurz vor Schluss einen Elfmeter zum 2:1-Sieg der Skandinavier verwandelte und so die Teilnahme der Norweger im Achtelfinale sicherte. In der Bundesliga konnten die Blau-Weißen den guten 11. Platz der Vorsaison sogar noch toppen und erreichten in der Saison 1998/99 einen sensationellen 3. Tabellenplatz. Das bedeutete einen Platz in der Champions League Qualifikation, wo die Berliner auf die zypriotische Mannschaft Anorthosis Famagusta traf. Hertha BSC erreichte die Gruppenphase der Königsklasse, nachdem sie sich in zwei Spielen gegen Famagusta durchsetzten und überstand zur Freude der Fans auch die erste Gruppenphase, unter anderem gegen Gegner wie den AC Mailand, den FC Chelsea und Galatasaray Istanbul, bevor dann in der zweiten Gruppenphase Schluss war.

Rekdal verließ Hertha BSC im Jahr 2000 und zog es zurück in die Heimat zu Valerenga Oslo, wo der damals 32-Jährige zunächst bis 2004 als Spielertrainer fungierte, bevor der 83-fache Nationalspieler Valerenga noch zwei weitere Jahre als Trainer erhalten blieb. In Oslo gilt der Ex-Herthaner als einer der erfolgreichsten Trainer aller Zeiten in die Geschichte ein, gewann 2002 den norwegischen Pokal und 2005 sogar die Meisterschaft. 2006 beendete Rekdal seine Arbeit bei Valerenga, wurde in Ehren verabschiedet und schloss sich im November desselben Jahres seinem ehemaligen Verein Lierse SK in Belgien an. In einem Interview mit der norwegischen Zeitung "Aftenposten" äußerte sich Rekdal im April 2007 folgendermaßen zu einem Traum, den er seit längerem hegte: "Mein Ziel ist es, Trainer von Hertha BSC zu werden und den Ruf zu bestätigen, den ich dort als Spieler hatte. Wenn der Verein mich haben will, wird mir eine Antwort leicht fallen."

Über Kaiserslautern zurück nach Norwegen

Im Juni 2007 verschlug es den Norweger wieder zurück nach Deutschland, allerdings nicht in die Hauptstadt, sondern in die Pfalz. Rekdal nahm das Amt des Cheftrainers beim 1. FC Kaiserslautern an, wurde im Februar des Folgejahres allerdings wieder entlassen und durch Milan Šašić ersetzt. Den 45-Jährigen zog es wieder in die norwegische Heimat, wo er ein 29-Tage-Intermezzo als Nachwuchschef beim Molde FK annahm, bevor Rekdal dann zum Aalesunds FK wechselte, die ihm den Posten als Cheftrainer anboten. 2009 und 2011 gewann Rekdal mit Aalesunds zweimal den norwegischen Pokal, ehe die Arbeit mit dem norwegischen Erstligisten nach vier Jahren am Ende der Saison 2012 von Seiten des Vereins beendet wurde. Im Januar 2013 zog es Rekdal dann wieder zurück zu Valerenga Oslo, wo der 45-Jährige einen Vertrag bis Dezember 2014 unterschrieb und versucht an die in der Vergangenheit errungenen Erfolge in Olso anzuknüpfen.

Rekdal feiert außerdem am Mittwoch (06.11.13) seinen 45. Geburtstag. herthabsc.de gratuliert recht herzlich und wünscht seinem ehemaligen Spieler alles Gute für die Zukunft.

Intern, 05.11.2018
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