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"Es geht nicht um die Kapitänsbinde"

Im Interview mit herthabsc.de spricht Fabian Lustenberger über die Vorbereitung, die neuen Trikots und den Spielplan.

Berlin – Erholt, entspannt und braun gebrannt ist Fabian Lustenberger zurück nach Berlin gekommen. Herthas Kapitän hat die Sommerpause genutzt, um komplett abzuschalten und Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Seit Mittwoch sind der Schweizer und seine Teamkollegen wieder im Mannschaftstraining. Auch wenn die Vorbereitung den Spielern einiges abverlangt, ist die Freude über die Rückkehr auf den grünen Rasen spürbar.

Im Interview mit herthabsc.de spricht der 28-Jährige über die Vorbereitung, die neuen Trikots und den Spielplan.

herthabsc.de: Lusti, seit Mittwoch steht ihr wieder auf dem Trainingsplatz, der Alltag kehrt mit schweißtreibenden Einheiten Stück für Stück zurück. Der Trainer scheucht euch, spricht aber auch auf Pressekonferenzen. In der ersten der Saison hat er dich als Kapitän bestätigt. Woher hast du davon erfahren?
Fabian Lustenberger: Bevor Pál Dárdai auf der Pressekonferenz erzählt hat, dass ich Kapitän bleibe, hat er mit uns, mit der Mannschaft, gesprochen. Ich freue mich natürlich, dass ich Kapitän bleibe und es ist schön zu hören. Aber ich weiß das schon einzuschätzen, wir haben eine lange Vorbereitung und jeder Spieler will sich zeigen, will um seinen Platz in der Startelf kämpfen. Ich lehne mich jetzt nicht zurück. Wir wollen uns alle in der Vorbereitung empfehlen. Ich werde alles geben, um topfit in die Saison zu gehen – und wir sind noch ganz am Anfang der Vorbereitung. Ich muss jetzt die Fitness bekommen, dann irgendwann den Spielrhythmus und dann wollen wir als Mannschaft erfolgreich sein.

herthabsc.de: Trotzdem hat dich der Trainer positiv erwähnt und deine Rolle als Kapitän gelobt. Wie sehr freut dich das?
Lustenberger: Im Fußball geht es um Leistung und nicht um irgendwelche Kapitänsbinden, Namen oder Verdienste. Auf dem Platz müssen Fußballer ihre Leistung bringen. Wenn das klappt, haben Fußballer ein höheres Ansehen und eine bessere Position innerhalb der Mannschaft. Es geht nicht darum, sich selbst darzustellen. Wir wollen gut spielen und den großmöglichen Erfolg haben.

hertbabsc.de: Die guten Leistungen der Vorsaison waren auch möglich, weil ihr euch im vergangenen Sommer gut vorbeireitet habt. Fußballer mögen diese Phasen bekanntlich nicht, trotzdem ist eine Vorbereitung unabdingbar.
Lustenberger: Stimmt, eine Vorbereitung gehört natürlich dazu. Wir wissen, dass es hart wird. Wir wissen, dass es schwierig wird. Aber wir wissen auch aus der Vorsaison, dass eine gute Vorbereitung einiges möglich macht. Wir freuen uns sicher nicht auf diese Phase, aber wir freuen uns, wenn wir fit in die Saison starten.

herthabsc.de: Während ihr euch auf die kommende Spielzeit vorbereitet, läuft in Frankreich die Europameisterschaft. Wie hast du das Turnier verfolgt?
Lustenberger:
Ich war im Urlaub, die Zeit ging anders und ich habe nicht jedes Spiel gesehen. Ich hätte nachts dafür aufstehen müssen und das wollte ich nicht immer, da ich mit meiner Familie unterwegs war und etwas Abstand zum Fußball gewonnen wollte. Trotzdem habe ich die Spiele der Schweiz verfolgt und mich sehr über den Einzug ins Achtelfinale gefreut. Leider hat es dann nicht für das Viertelfinale geklappt. Eigentlich war die Schweiz nach anfänglichen Problemen näher dran als Polen, aber Elfmeterschießen ist immer so eine Sache. Ich habe aber auch die Spiele von Deutschland gesehen und schätze das Team stark ein. Sonst habe ich größtenteils die Resultate mitverfolgt.

herthabsc.de: Wie gefallen dir die neuen Trikots, mit denen ihr in der ersten Trainingseinheit aufgelaufen seid?
Lustenberger: Ich finde die Trikots schön. Im Vergleich zur alten Saison sind es weniger Streifen, das Blau ist dieses Jahr ein wenig dunkler. Ich finde sie wirklich cool und hoffe, dass wir in den Teilen auch so erfolgreich sind wie in denen aus dem Vorjahr.

herthabsc.de Die neue Saison wirft ihre Schatten voraus. Seit Mittwoch steht auch der Spielplan fest. Nach dem Auftaktspiel gegen den SC Freiburg tritt Hertha in Ingolstadt an, empfängt Gelsenkirchen und reist zu Bayern München. Was hältst du von der Ansetzung?
Lustenberger: Ich finde es gut, dass wir mit einem Heimspiel starten. Unser Ziel muss es sein, gegen Freiburg drei Punkte zu holen und mit einem guten Gefühl nach Ingolstadt zu reisen. Aber der Spielplan ist gar nicht mal so entscheidend. Entscheidend ist, wie wir uns vorbereiten. Wir wollen und werden in den nächsten Wochen sehr viel investieren, um die Basis zu schaffen für eine möglichst ordentliche Saison.

(fw/City-Press)

Profis, 05.11.2018
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