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Das Streben nach Glück

Darida trifft mit seinen Tschechen am Freitag (17.06.16) auf Kroatien. Mit einem Sieg will der Herthaner eine Szene vergessen machen.

Berlin – Die Szene beschäftigte Vladimir Darida den ganzen Abend, sogar an den Tagen danach kreisten seine Gedanken noch um die eine Aktion in der Nachspielzeit der Partie zwischen seinen Tschechen und Spanien. Freistehend kam Herthas Mittelfeldspieler in der 92. Minute an den Ball, legte ihn sich zurecht und schloss fulminant ab – doch in Spaniens Torwart David de Gea fand er seinen Meister. "Ich habe den Ball zu mittig geschossen", ärgert sich der zuvor bärenstarke aufspielende 25-Jährige nach wie vor über die vergebene Torchance, mit der er den Ausgleich verpasst hatte.

So blieb es am Ende durch den späten Treffer von Gerard Piqué beim 1:0 (87.) für die Iberer. Trotz starker Defensivleistung der tschechischen Elf standen sie am Ende mit leeren Händen da. Dementsprechend groß war der Frust über das Zustandekommen der Niederlage. "Dieser eine Punkt wäre wichtig für uns gewesen", haderte Darida, der den Treffer als lauffreudiger Antreiber absolut verdient gehabt hätte. Einen positiven Auftakt haben der Berliner und seine Mitspieler somit knapp verpasst. Doch den Kopf lässt im Lager der Tschechen niemand hängen. "Wir haben alles noch in der eigenen Hand und können immer noch weiterkommen", sagt Herthas Nummer sechs, der das dritte Spiel in Gruppe B am Dienstag (21.06.16) um 21.00 Uhr gegen die Türkei in Lens bestreitet.

Gepunktet gegen die Kroaten

Um weiter alle Möglichkeiten auf den Einzug in das Achtelfinale zu haben, benötigt der Vize-Europameister von 1996 allerdings ein gutes Ergebnis im zweiten Gruppenspiel gegen Kroatien. "Wir wollen drei Punkte holen und zeigen, dass wir nicht nur verteidigen können, sondern auch am Ball etwas draufhaben", sagt Darida vor der Begegnung, die am Freitag (17.06.16) um 18.00 Uhr in Saint-Ètienne steigt. Und wer weiß: Vielleicht denkt der Herthaner nach einem erfolgreichen Abend über Szenen nach, die ihm Glücks- statt Frustgefühle bereiten.

(fw/dpa)

Profis, 05.11.2018
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