Bild: citypress

Danke, Jungs - trotzdem!

Hertha BSC unterliegt gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokalhalbfinale mit 0:3 (0:1). Es bleibt die Erinnerung an eine tolle Pokalsaison!

Berlin - Der letzte Schritt blieb Hertha BSC verwehrt. Am Ende einer tollen Pokalsaison unterlag die Mannschaft von Trainer Pál Dárdai am Mittwochabend (20.04.16) Borussia Dortmund mit 0:3 (0:1). Es bleibt die Erinnerung an tolle Pokalspiele der Blau-Weißen, die allen Herthanern viel Freude bereitet haben!

Aufstellung und Taktik

Pál Dárdai stellte gegenüber dem Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim zweimal positionsgetreu um. Für den verletzten Vladimir Darida und Rechtsverteidiger Peter Pekarik rückten Jens Hegeler und Mitchell Weiser in die Hertha-Startelf.

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel nahm gegenüber dem 3:0-Heimerfolg gegen den HSV fünf Veränderungen vor. Für Ginter, Passlack, Gündogan, Sahin und Pulisic rückten Piszczek, Schmelzer, Weigl, Mkhitaryan und Reus in die schwarz-gelbe Startformation.

Spielverlauf

Die Herthaner sahen sich im brodelnden Olympiastadion zunächst direkt angreifenden Gästen gegenüber, verteidigten jedoch als Team diszipliniert und hinderten die Borussen so an gefährlichen Abschlüssen - zumindest bis zur 20. Minute. Mkhitaryan schickte Kagawa, dessen Hereingabe zentral vor den Strafraum zurückprallte. Dort lauerte Castro, der Rune Almenning Jarstein mit einem platzierten Schuss ins rechte obere Toreck keine Abwehrchance ließ. Dortmund versuchte direkt nachzulegen, doch ein Schuss von Reus nach Vorlage von Schmelzer strich fünf Minuten später über das Tor (25.). Nach 31 Minuten parierte Jarstein den nächsten BVB-Versuch von Ramos souverän. Die Dárdai-Elf, von den Rängen weiterhin lautstark unterstützt, hielt auch in der Folge engagiert dagegen. Es gelang dem Hauptstadtclub aber zu selten, echten Druck auf die schwarz-gelben Gäste auszuüben, die ihrerseits immer wieder gefährliche Angriffe fuhren. Hertha konnte sich jedoch auf Torhüter Jarstein verlassen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff erspielten sich die Blau-Weißen dann doch noch einmal eine große Chance. Mitchell Weiser setzte sich auf der rechten Seite gut durch und bediente den in der Mitte lauernden Jens Hegeler, dessen Versuch von Bürki jedoch entschärft werden konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel agierten die Herthaner engagiert und blieben darum bemüht, den Druck auf die starken Gäste zu erhöhen. Die Jungs von Trainer Dárdai blieben jedoch zunächst in zu vielen Szenen zweite Sieger. In der 64. Minute dann aber die Riesenmöglichkeit für Hertha, als Marvin Plattenhardt nach einer kurz ausgeführten Ecke John Anthony Brooks fand, der auf Kalou verlängerte. Der Ivorer kam aus Nahdistanz jedoch nicht mehr entscheidend an den Ball, sodass dieser das Tor knapp verfehlte! Auf der Gegenseite war kurz darauf Jarstein im blau-weißen Tor gefordert, der zunächst gegen Ramos (68.) und dann gegen Mkihtaryan (69.) glänzend parierte. Nun drückte Hertha allerdings noch einmal mit aller Macht auf den Ausgleich. Eine Flanke von Weiser beförderte Kalou mit einem Flugkopfball aufs Tor, der Ball strich jedoch um Zentimeter am Pfosten vorbei (74.). Direkt danach schlug der BVB jedoch eiskalt zu. Kagawa eroberte den Ball und legte aus halbrechter Position auf Reus zurück, der Jarstein keine Chance ließ (75.). Drei Minuten später verpasste Dortmund die endgültige Entscheidung nur denkbar knapp, als Gündogan den Pfosten traf. Diese gelang dann in der 83. Minute, als Reus von Kagawa geschickt wurde und von links den freistehenden Mkihtaryan bediente, der aus Nahdistanz ins leere Tor einschob. Die Blau-Weißen hatten nie aufgesteckt, doch der BVB war an diesem Tag einfach zu stark.

Fazit und Ausblick

Der Traum vom Finaleinzug wurde gegen zu konzentrierte und starke Dortmunder nicht wahr. Die Mannschaft von Trainer Pál Dárdai hat jedoch allen Blau-Weißen in dieser Pokal-Saison viel Freude bereitet und den Traum bis zum Halbfinale wach gehalten. In der neuen Saison gibt es die nächste Chance auf das Finale im eigenen Stadion! Nun gilt es, sich wieder auf die Liga zu konzentrieren - am Wochenende kommt der Tabellenführer nach Berlin. Gegen den FC Bayern München kämpfen die Herthaner am Samstag (23.04.16) um 15.30 Uhr um die nächsten Punkte in der Bundesliga.

Höhepunkte 1. Halbzeit

9' Hertha beweist körperliche Präsenz! In engen Zweikämpfen spüren die Dortmunder, dass das heute ein ganz besonderes Spiel für Hertha ist.

20' Führung Dortmund... Mkhitaryan schickt Kagawa über rechts. Der Japaner legt in den Rückraum zu Reus, dessen Schuss noch geblockt werden kann. Doch der Ball kommt zu Castro, der das Ding aus dem Hintergrund in den Winkel hämmert.

25' Schmelzer über links, Pass an den Elfmeterpunkt. Lusti versucht zu retten, grätscht jedoch ins Leere. Reus nimmt das Zuspiel direkt, setzt den Ball aber mehrere Meter drüber.

28' Jetzt mal ein schneller Gegenstoß, doch die Dortmunder kommen Hegeler und Haraguchi in die Quere und können klären.

41' Mkhitaryan sieht Schmelzer starten und bedient ihn perfekt. Schmelzer steht frei vor Jarstein, sein Versuch wird in letzter Sekunde von Stark geblockt! Wichtige Grätsche! Die anschließende Ecke wird vorerst geklärt.

45' NEIN!!! Quasi mit Pausenpfiff die Großchance für Hertha!! Weiser legt den Ball im Strafraum quer, Hegeler kommt relativ unbedrängt zum Abschluss, zielt aus sieben Metern aber genau auf Bürki!

Höhepunkte 2. Halbzeit

50' Hertha funkt immer wieder dazwischen, hat häufig eine Fußspitze im Dormtunder Passspiel. Nur dazu das Pech, dass die Kugel nicht in den eigenen Reihen landet, sondernden Weg zurück zu einem Schwarz-Gelben findet.

64' Das muss doch Mut machen!!! Flanke von rechts, Stark verlängert auf den langen Pfosten, dort macht Kalou sich lang, trifft die Kugel auch, doch bringt sie nicht mehr aufs Tor!

74' WEITERWEITERWEITER! Weiser findet Kalou im Sechzehner, der Flugkopfball des Ivorers streift am langen Pfosten vorbei!

75' 0:2. Wow. Mitten ins Herz. Ein Ballverlust im Aufbauspiel eröffnet dem BVB den Konter. Kagawa macht Meter und legt überlegt in den Rückraum. Reus macht keine Gefangenen und vollendet. Jarstein war noch dran.

78' Gündogan zimmert die Kugel aus 25 Metern gleich mal an den Pfosten. Vielleicht war Rune sogar noch mit den Fingerspitzen dran.

83' Das war´s. Mkhitaryan muss nach Querpass Reus nur den Fuß hinhalten.

(kk,jr/City-Press)

Profis, 05.11.2018
Newsletter
Werbung