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"Wir müssen ins Handeln kommen!"

Der neue Co-Trainer Alexander Nouri spricht über seine ersten Tage beim Hauptstadtclub, den Kontakt zu Jürgen Klinsmann und die Aufgabenteilung im Trainerteam der Blau-Weißen.

Berlin – Seit sieben Tagen ist Jürgen Klinsmann neuer Cheftrainer von Hertha BSC. Dabei kam der ehemalige DFB-Teamchef am vergangenen Mittwoch (27.11.19) nicht alleine in die Hauptstadt, sondern brachte ein komplettes Funktionsteam mit. In diesem spielen die Co-Trainer Alexander Nouri und Markus Feldhoff eine große Rolle. In den ersten Tagen der Zusammenarbeit und den bisher sechs absolvierten Einheiten fällt auf, dass das neue Trainerteam viel Wert auf Kommunikation und den direkten Austausch mit den Spielern legt. Vor allem der Ex-Bremer Nouri mischt bei den Einheiten munter mit, präsentiert sich sehr engagiert und sucht die stetige Ansprache zu den Herthanern. "Die Kommunikation ist ein wichtiger Aspekt, um eine Kompaktheit zu entwickeln, gewisse Abläufe zu implementieren und sich gegenseitig zu helfen", hebt der 40-Jährige hervor. Nach der Vormittagseinheit am Dienstag (03.12.19) auf dem Schenckendorffplatz sprach der neue 'Co' unter anderem über seine ersten Eindrücke von der 'Alten Dame', den Kontakt zu Jürgen Klinsmann und die Aufgabenteilung innerhalb des Trainerstabs. Dabei vermittelte der gebürtige Buxtehuder eine positive Energie und unterstrich seinen Tatendrang, die Hauptstädter gemeinsam mit dem neuen Team schnellstmöglich in andere Tabellenregionen zu führen. Die gesamten Aussagen hat herthabsc.de zusammengetragen. 

Alexander Nouri über...

Seine ersten Tage bei Hertha BSC: Wenn du in so eine Situation reinspringst, hat das viel mit Arbeit zu tun. Aber es bringt einfach wieder Spaß auf dem Platz zu stehen, mit den Jungs zu arbeiten und sich ausschließlich über den Fußball Gedanken zu machen. Mit dem Fußball beschäftigt man sich natürlich auch in Vorbereitung auf eine neue Aufgabe, aber wenn du dann auf ein Ziel im Team hinarbeitest, macht es viel Freude.
Die Kontaktaufnahme von Jürgen Klinsmann: Jürgen hat mich am vergangenen Montagabend angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, so ein Projekt mit zu begleiten. In diesem Gespräch habe ich meine Bereitschaft natürlich sofort signalisiert. Im Anschluss mussten wir dann noch etwas warten, bis die Gespräche mit den Verantwortlichen fortgeschritten waren und dann hat sich das schlussendlich so ergeben. Darüber freue ich mich sehr! Jürgen ist so charismatisch und es macht viel Spaß mit ihm zusammen zu arbeiten, dass es für mich keine Frage war, dass ich dabei sein möchte.
Das Kennenlernen und den Kontakt zu Klinsmann: Ich habe selbst auch eine Vergangenheit in den USA. Als Spieler habe ich 1999 bei den Seattle Sounders gespielt. Das Interesse an dem Markt war von meiner Seite aus immer da. Ich habe mich interessiert, auf welchem Stand die Major League Soccer (MLS) ist und wie die Vereine dort arbeiten. Ich habe dort dann bei mehreren Vereinen hospitiert, da war Jürgen dann bereit mir zu helfen. Den Kontakt zu Jürgen hat Oliver Bierhoff hergestellt. So habe ich mir dann ein Programm über drei Wochen in Amerika zusammengestellt. Anschließend haben wir uns einige Male in Los Angeles getroffen und hatten sehr gute Gespräche und viele Dinge erkannt, die wir im Fußball ähnlich sehen – vor allem was die Spielidee und Führungsaspekte betreffen. Seitdem waren wir immer im Austausch und das war die Grundlage unseres dauerhaften Kontaktes.
Die gemeinsame Idee im Fußball: Natürlich wollen wir erfolgreich sein Spaß haben – das ist doch klar (schmunzelt). Darüber hinaus wollen wir hart arbeiten. Fleiß und Beharrlichkeit sind Tugenden, die zum aktuellen Zeitpunkt gefragt sind. Wir sind uns für nichts zu schade und drängen uns nicht den Vordergrund. Wir rücken die Inhalte in den Mittelpunkt, das machen wir. Wir arbeiten im Team zusammen und das macht unheimlich Spaß. Wir müssen zu sehen, dass wir die Jungs besser kennenlernen. Da hilft uns jedes Training, um zu verstehen wie die Ansprache bei jedem einzelnen Spieler ist. Darüber hinaus gilt es einzelne Potenziale zu entwickeln. Das werden wir gemeinsam mit den Jungs Stück für Stück abarbeiten – und darauf freuen wir uns. 
Aufgabenteilung im Trainerstab: Wir erarbeiten uns die Trainingseinheiten gemeinsam. Aber natürlich ist Jürgen der Chef, der entscheidet was wir umsetzen. Wir machen unsere Vorschläge, versuchen die dann auf dem Platz als Team gemeinsam umzusetzen. Aber am Ende hat Jürgen das letzte Wort.
Die Kommunikation im Training: Die Kommunikation ist ein wichtiger Aspekt, um eine Kompaktheit zu entwickeln, gewisse Abläufe zu implementieren und sich gegenseitig zu helfen. Auch auf diesem Niveau ist es sehr wichtig, immer eine Abstimmung zu finden. Somit ist die Kommunikation ein Kernaspekt, den wir permanent einfordern und worin wir die Jungs bestärken, sich auf dem Platz zu helfen. 
Den Zustand der Mannschaft: Ich kenne die Situation auch aus Bremen: Wenn die Resultate nicht so sind, wie man sich diese im Vorfeld vorstellt, arbeitet der Kopf einfach. Wir müssen ins Handeln kommen, klare Vorgaben haben, an denen sich die Spieler richten können, und die wesentlichen Dinge einfordern – dann bin ich davon überzeugt, dass wir die richtigen Ergebnisse wieder einfahren. Dazu gehört auch, dass wir nicht allzu viel nachdenken, sondern raus auf den Platz gehen und Automatismen entwickeln. Das bedarf aber auch etwas Geduld.
Eine eventuell längerfristige Beschäftigung in Berlin: Für mich geht es erstmal darum, dass wir hier gut arbeiten und alles reinhauen. Wir brennen richtig für diese Aufgabe. Was sich dann hinten raus entwickelt, hängt von den Ergebnissen ab. Aber natürlich kann man sich hier alles vorstellen: Berlin ist eine fantastische Stadt, Hertha BSC ist ein Wahnsinnsverein und es macht unheimlich Spaß im Team zu arbeiten. 
Den kommenden Gegner Eintracht Frankfurt: Ich war am Montagabend in Mainz und habe mir das Spiel angeschaut. Eintracht Frankfurt ist eine Mannschaft, die in der Entwicklung sehr weit ist und sehr gute Muster in ihrem Spiel verfolgt. Die Frankfurter wissen ganz genau, wie sie aufbauen wollen – egal ob gegen zwei oder drei Spitzen. Sie haben einen klaren Plan und eine gute Abstimmung. Man sieht, dass die Abläufe bei der Eintracht gewachsen sind. Das wird eine interessante Aufgabe für uns. Aber wir können gegen jeden Gegner gewinnen – und dieses Selbstverständnis müssen wir uns erarbeiten. Das geht über Fleiß und Beharrlichkeit, das wollen wir machen. 

...seine ersten Tage bei Hertha BSC: Wenn du in so eine Situation reinspringst, hat das viel mit Arbeit zu tun. Aber es bringt einfach wieder Spaß auf dem Platz zu stehen, mit den Jungs zu arbeiten und sich ausschließlich über den Fußball Gedanken zu machen. Mit unserem Sport beschäftigt man sich natürlich auch in Vorbereitung auf eine neue Aufgabe, aber wenn du dann auf ein Ziel im Team hinarbeitest, macht es viel Freude.

...die Kontaktaufnahme von Jürgen Klinsmann: Jürgen hat mich am vergangenen Montagabend angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, so ein Projekt mit zu begleiten. In diesem Gespräch habe ich meine Bereitschaft natürlich sofort signalisiert. Im Anschluss mussten wir dann noch etwas warten, bis die Gespräche mit den Verantwortlichen fortgeschritten waren und dann hat sich das schlussendlich so ergeben. Darüber freue ich mich sehr! Jürgen ist sehr charismatisch und es macht viel Spaß mit ihm zusammen zu arbeiten, sodass es für mich keine Frage war, dass ich dabei sein möchte.

...das Kennenlernen und den Kontakt zu Klinsmann: Ich habe selbst auch eine Vergangenheit in den USA. Als Spieler habe ich 1999 bei den Seattle Sounders gespielt. Das Interesse an dem Markt war von meiner Seite aus immer da. Ich habe mich interessiert, auf welchem Stand die Major League Soccer (MLS) ist und wie die Vereine dort arbeiten. Daher habe ich dort bei mehreren Vereinen hospitiert. Jürgen war bereit, mir dabei zu helfen. Den Kontakt zu ihm hat Oliver Bierhoff hergestellt. So habe ich mir dann ein Programm über drei Wochen in den Vereinigten Staaten zusammengestellt. Anschließend haben wir uns einige Male in Los Angeles getroffen, hatten sehr gute Gespräche und viele Dinge erkannt, die wir im Fußball ähnlich sehen – vor allem was die Spielidee und Führungsaspekte betrifft. Seitdem waren wir immer im Austausch, das war die Grundlage unseres dauerhaften Kontaktes.

...die gemeinsame Spielidee: Natürlich wollen wir erfolgreich sein und Spaß haben – das ist doch klar (schmunzelt)! Darüber hinaus wollen wir hart arbeiten. Fleiß und Beharrlichkeit sind Tugenden, die zum aktuellen Zeitpunkt gefragt sind - auch und gerade für uns als Trainer. Wir sind uns für nichts zu schade und drängen uns nicht den Vordergrund, sondern rücken die Inhalte in den Mittelpunkt. Wir alle arbeiten im Team zusammen, diese gute Zusammenarbeit macht unheimlich Spaß. Dabei müssen wir zusehen, dass wir die Jungs besser kennenlernen. Dabei hilft uns jedes Training, um zu verstehen, wie die ideale Ansprache bei jedem einzelnen Spieler ist. Darüber hinaus gilt es, einzelne Potenziale zu entwickeln. Das werden wir gemeinsam mit den Jungs Stück für Stück abarbeiten – und darauf freuen wir uns. 

...die Aufgabenteilung im Trainerstab: Wir erarbeiten uns die Trainingseinheiten gemeinsam. Aber natürlich ist Jürgen der Chef, er entscheidet, was wir umsetzen. Wir Co-Trainer machen unsere Vorschläge und versuchen die dann auf dem Platz als Team gemeinsam umzusetzen. Am Ende hat Jürgen aber stets das letzte Wort.

Gesagt...

"Berlin ist eine fantastische Stadt, Hertha BSC ist ein Wahnsinnsverein und es macht unheimlich Spaß, mit dem Team zu arbeiten. "

Alexander Nouri

...die Kommunikation im Training: Die Kommunikation ist ein wichtiger Aspekt, um eine Kompaktheit zu entwickeln, gewisse Abläufe zu implementieren und sich gegenseitig zu helfen. Auch auf diesem Niveau ist es sehr wichtig, immer eine Abstimmung zu finden. Somit ist die Kommunikation ein Kernaspekt, den wir permanent einfordern und worin wir die Jungs bestärken: sich auf dem Platz zu helfen! 

...den Zustand der Mannschaft: Ich kenne die Situation aus Bremen: Wenn die Resultate nicht so sind, wie man sie sich im Vorfeld vorstellt, arbeitet der Kopf. Wir müssen ins Handeln kommen, klare Vorgaben haben, an denen sich die Spieler orientieren können, und die wesentlichen Dinge einfordern – dann bin ich davon überzeugt, dass wir wieder die richtigen Ergebnisse einfahren. Dazu gehört auch, dass wir nicht allzu viel nachdenken, sondern raus auf den Platz gehen und Automatismen entwickeln. Das bedarf aber auch etwas Geduld.

...eine eventuell längerfristige Beschäftigung in Berlin: Für mich geht es erstmal darum, dass wir hier gut arbeiten und alles reinhauen. Wir brennen richtig für diese Aufgabe. Was sich dann hinten heraus entwickelt, hängt von den Ergebnissen ab. Aber natürlich kann man sich hier alles vorstellen: Berlin ist eine fantastische Stadt, Hertha BSC ist ein Wahnsinnsverein und es macht unheimlich Spaß, mit dem Team zu arbeiten. 

...den kommenden Gegner Eintracht Frankfurt: Ich war am Montagabend in Mainz und habe mir das Spiel angeschaut. Eintracht Frankfurt ist eine Mannschaft, die in der Entwicklung sehr weit ist und sehr gute Muster in ihrem Spiel verfolgt. Die Frankfurter wissen ganz genau, wie sie aufbauen wollen – egal ob gegen zwei oder drei Spitzen. Sie haben einen klaren Plan und eine gute Abstimmung. Man sieht, dass die Abläufe bei der Eintracht gewachsen sind. Das wird eine interessante Aufgabe für uns. Aber wir können gegen jeden Gegner gewinnen – und dieses Selbstverständnis müssen wir uns erarbeiten. Das geht über Fleiß und Beharrlichkeit, und das ist unser Ziel! 

(sj/City-Press)

Profis, 03.12.2019
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