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Gegner im Fokus: SSV Jahn Regensburg

Am Sonntag (21.08.16.) trifft Hertha BSC um 18.30 Uhr im DFB-Pokal auf den SSV Jahn Regensburg.

Berlin - Nach Rückschlägen den Blick nach vorne richten - das ist oft leichter gesagt, als getan. Die beste Möglichkeit, Enttäuschungen aus dem Kopf zu bekommen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen, sind Erfolgserlebnisse. Herthas kommender Gegner kennt sich bestens damit aus. Dem Abstieg 2015 folgte der sofortige Wiederaufstieg in die Dritte Liga, in der sie nach vier Spieltagen sogar an der Tabellenspitze stehen. Der SSV Jahn Regensburg ist am Sonntag (21.08.16) um 18.30 Uhr Gegner von Hertha BSC in der ersten Runde des DFB-Pokals. herthabsc.de hat sich intensiv mit dem Drittligisten beschäftigt.

Die sportliche Situation: Der SSV Jahn Regensburg ist als Aufsteiger in die bereits laufende Drittligasaison gestartet – und steht nach vier Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Drei Siegen zum Auftakt gegen Hansa Rostock, Sonnenhof Großaspach und dem Halleschen FC folgte am vergangenen Wochenende ein Unentschieden gegen den Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt. In der heimischen Arena blieben die Regensburger in der laufenden Spielzeit dazu noch ohne Gegentor. Mit neun Treffern in vier Spielen stellen sie in der Dritten Liga aktuell die erfolgreichste Offensive.

Die Schnittstellen: Seit Januar 2015 steht beim Jahn ein gebürtiger Berliner und ehemaliger Herthaner unter Vertrag. Marvin Knoll durchlief Herthas Jugendmannschaften und lief für die Blau-Weißen in der Zweiten Bundesliga auf, ehe er über den Umweg Sandhausen in Regensburg landete. Trotz des Abstiegs in die Regionalliga blieb Knoll beim Jahn und hatte mit zwei Toren und sechs Vorlagen großen Anteil daran, dass der Club aus Bayern die direkte Rückkehr in die Dritte Liga schaffte. Schnittstellen, die den aktuellen Berliner Kader betreffen, gibt es auch. Hertha-Fans und auch einige Spieler dürften sich gerne an das letzte Gastspiel in Regensburg erinnern. Beim 5:1-Auswärtssieg in der Zweitligasaison 2012/2013, standen mit Thomas Kraft, Fabian Lustenberger, John Anthony Brooks, Sami Allagui und Ronny fünf Spieler in der Anfangsformation, die auch heute noch das blau-weiße Trikot tragen.

Die Regensburger im Fokus: Der SSV ist schwer auszurechnen. Die neun Treffer in der Dritten Liga, erzielt von sechs verschiedenen Spielern, zeugen von einer starken Offensivabteilung. Mittelfeldspieler Erik Thommy legte bereits drei Tore auf, erzielte eines selbst. Ebenfalls vier Scorerpunkte sammelte Andreas Geipl (zwei Tore/zwei Assists). Markus Ziereis, vergangenes Jahr mit 19 Treffern Torschützenkönig in der Regionalliga Bayern, fällt aufgrund einer Schambeinentzündung für das Pokalspiel voraussichtlich aus.  

Die bisherigen Duelle: Die Bilanz gegen den SSV Jahn Regensburg ist makellos, allerdings trafen die beiden Clubs bisher auch nur in der Zweitligasaison 2012/2013 aufeinander. Hertha BSC gewann das Heimspiel im Olympiastadion mit 2:1, den Führungstreffer erzielte Sami Allagui. Das Rückspiel gestaltete der Hauptstadtclub deutlicher. Nach einer torlosen ersten Hälfte drehten die Blau-Weißen in den zweiten 45 Minuten auf – allen voran Matchwinner Ronny, der dem Spiel mit zwei Treffern und zwei Vorlagen den Stempel aufdrückte. Endstand: 5:1.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: Der Drittligist drängt Hertha in die Rolle des klaren Favoriten. Marvin Knoll sieht Hertha in "neun von zehn Spielen" als Gewinner vom Platz gehen und glaubt nur an Chancen für Regensburg "wenn bei uns alles und bei Hertha nichts funktioniert." Hertha-Coach Pál Dárdai ist anderer Meinung: "Es gibt im Pokal keinen klaren Favoriten. Bei jedem Spiel im DFB-Pokal hat die Mannschaft, die Zuhause spielt, einen Vorteil. Wir werden Regensburg sehr ernst nehmen und sie nicht unterschätzen!"

(jr/City-Press)

Profis, 05.11.2018
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