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Das sind Herthas Gegner

Bilbao, Luhanks und Östersund: Wir stellen die UEFA Europa League-Gegner von Hertha BSC kurz vor.

Berlin – Die Lose sind gefallen, die Gewissheit ist da. Spanien, Ukraine, Schweden: Athletic Bilbao, FK Sorja Luhansk und Östersunds FK – das sind die Namen der Gruppengegner für die UEFA Europa League. Ein Club mit großem Namen und zwei dem allgemeinen Fußballfan wohl eher unbekannte Vereine, die einige Fragezeichen hinterlassen. Herthabsc.de hat einen ersten Blick auf die Gegner der Blau-Weißen geworfen und stellt die Clubs in einem Kurzporträt vor.

Aus Lostopf 1 erwischten die Blau-Weißen Athletic Bilbao. Der Verein aus dem Baskenland spielt seit Gründung der Primera Division 1928 ununterbrochen in der höchsten spanischen Spielklasse. Neben Real Madrid und FC Barcelona sind die 'Los Leones' (Die Löwen) damit das einzige Team, das bisher noch nicht abstieg. Bekannt ist der Verein dafür, dass er nur Jugendspieler oder Akteure aus den baskischen Provinzen in Spanien oder Frankreich einsetzt. Heimspiele trägt Bilbao im Stadion 'San-Mames' aus. Die 2013 eröffnete Spielstätte fasst bei internationalen Spielen 50.000 Zuschauer und steht neben dem altehrwürdigen, berüchtigten, gleichnamigen Vorgängerstadion. Die Spanier wurden bislang achtmal Spanischer Meister, 24 Mal Pokalsieger und feierten zweimal den Gewinn des heimischen Supercups. Trainer der 'Rojiblancos' ist José Ángel Ziganda, der als Profi selbst die Schuhe für diesen Club geschnürt hat. "Bilbao ist sicher der härteste Gegner in dieser Gruppe und verfügt über die größte Erfahrung", so Vedad Ibisevic über den kommenden Kontrahenten, der 2012 das Finale des Wettbewerbs erreichte und 2014 in der Champions League an den Start ging. Die Gruppenphase der UEFA Europa League erreichten die Spanier über die Quali-Runden gegen Dinamo Bukarest und Panathinaikos Athen.

Aus dem dritten Lostopf kommt FK Sorja Luhansk hinzu. Gegründet wurde der Verein aus dem Osten der Ukraine 1923. Große sportliche Erfolge feierte der Club in den siebziger Jahren, als er in der damaligen Sowjetunion einmal die Meisterschaft gewann und zweimal Vize-Pokalsieger wurde. Einzig Dynamo Kiew und Dnipro Dnipropetrowsk waren damals als ukrainische Teams ähnlich erfolgreich. Auch nach dem Zusammenbruch der UdSSR war das Team mit den schwarz-weißen Vereinsfarben 1992 Gründungsmitglied in der höchsten ukrainischen Liga. Nachdem der Verein zwischenzeitlich sogar bis in die Drittklassigkeit verschwunden war, kämpfte er sich 2006 zurück nach oben. In der Saison 2014/15 spielte Luhansk das letzte Mal in der UEFA Europa League, scheiterte dort aber in der Playoff-Runde an Feyenoord Rotterdam. Trainer der Ukrainer, die aus Sicherheitsgründen ihre Heimspiele in Lviv austragen, ist Yuri Vernydub. "Die Reise wird sicher ein wenig strapaziös und über den Gegner wissen wir nicht viel, aber das wird unserer Scouting-Abteilung bis zur ersten Partie gelingen", sagt Pál Dárdai.

Aus Lostopf 4 erwartet die Herthaner Östersunds FK. Gegründet 1996 spielt der Verein aus der 50.000 Einwohner-Stadt in Schweden seit 2016 in der höchsten Liga Allsvenskan. Unter dem englischen Trainer Graham Potter schafften die Schweden 2017 den nationalen Pokalsieg und erreichten so die Qualifikation der UEFA Europa League. Auf dem Weg bis in die Gruppenphase machte der aktuelle Tabellenachte vor allem in der zweiten Qualifikationsrunde auf sich aufmerksam, als er Galatasaray Istanbul überraschend aus dem Rennen schoss. Weiterhin setzten sich die Schweden gegen die Luxemburger CS Fola Esch und in der Play-Off-Spielen gegen PAOK Thessaloniki durch. "Östersund ist eine der weniger bekannten Mannschaften, die dennoch eine große Qualität haben", sagt Vedad Ibisevic. "Das sieht man nicht zuletzt daran, dass der Club Galatasaray Istanbul in der Qualifikation rausgeschmissen hat. Wir nehmen die Aufgabe sehr ernst", so der Kapitän. Auf die Reise machen sich die Berliner in die Jämtkraft Arena, die 8.466 Zuschauer fasst.

(lb,fw/City-Press)

Profis, 05.11.2018
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