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Kiek ma, wo dit hinjeht: Mönchengladbach

Die Herthaner gastieren am Samstag (27.06.20, 15:30 Uhr) bei der 'Fohlenelf'. Die 'Elf vom Niederrhein' im Porträt – präsentiert von TEDi.

Berlin - Der 34. und damit letzte Spieltag der Saison 2019/20 steht bevor - und damit kommen auch die berühmt-berüchtigten Rechenspiele einher. Der Hauptstadtclub steht im gesicherten Mittelfeld, kann in der Tabelle jedoch noch etwas hoch- oder herunterrutschen. Darüber hinaus stehen der FC Bayern München als Meister und der SC Paderborn als Absteiger bereits fest. Weitere Entscheidungen im Kampf um die internationalen Plätze und die Abstiegsränge stehen noch aus und fallen somit im letzten Akt dieser Spielzeit. Am Samstagnachmittag (27.06.20, 15:30 Uhr) gastieren die Blau-Weißen zum Abschluss der Saison bei Borussia Mönchengladbach. Die 'Elf vom Niederrhein' ist aktuell Vierter und steckt mitten in einem Dreikampf um die begehrte UEFA Champions League-Qualifikation. "Die Anspannung ist immer gleich. Der Optimismus ist groß, ich traue meiner Mannschaft alles zu. Wir müssen uns um unser eigenes Spiel kümmern", stellte Borussia-Trainer Marco Rose vor dem anstehenden Duell klar. In der Gegnervorschau nimmt herthabsc.de die 'Fohlenelf' genauer unter die Lupe - präsentiert von Hauptsponsor TEDi.

Gesagt...

"Wir möchten unbedingt in die UEFA Champions League und haben uns nun vor dem letzten Spieltag eine sehr gute Ausgangslage erarbeitet."

Jonas Hofmann

Die sportliche Situation: Die Gladbacher spielen unter dem zu Beginn der Saison installierten Coach Rose eine starke Runde - und könnte diese mit dem Einzug in die UEFA Champions League krönen. Zuletzt spielten die Gladbacher 2016/17 in der Königsklasse. Im Dreikampf um diese Entscheidung konkurrieren die Gladbacher im Fernduell mit RasenBallsport Leipzig und Bayer Leverkusen. Die 'Roten Bullen' haben 63 Zähler auf dem Konto, die 'Fohlenelf' 62 und die 'Werkself' 60. Ein Punkt gegen die Berliner könnte dem diesjährigen UEFA Europa League-Teilnehmer also bereits reichen, um sich für den höchsten europäischen Vereinswettbewerb zu qualifizieren - denn der VfL hat ein um neun Treffer besseres Torverhältnis als die Leverkusener. "Wir betonen schon seit einiger Zeit, dass wir unbedingt in die UEFA Champions League möchten und haben uns nun vor dem letzten Spieltag eine sehr gute Ausgangslage erarbeitet. Nun gilt es am Samstag den letzten Schritt zu machen, um unsere bislang schon gute Saison noch zu krönen", sagte Borussia-Profi Jonas Hofmann vor der kommenden Begegnung mit der Labbadia-Elf.

Die Gladbacher im Fokus: Der Tabellenvierte überzeugt in dieser Saison mit einem Gleichgewicht aus guter Offensiv- und Defensivarbeit. In beiden Bereichen stellt die 'Fohlenelf' tabellengerecht die viertbeste Mannschaft. Bisher erzielten die Gladbacher 64 Tore, in den vergangenen 21 Bundesliga-Spielzeiten trafen sie einzig in der Saison 2015/16 häufiger. Ein entscheidender Faktor dafür ist das Franzosen-Duo Alassane Plea und Marcus Thuram. Die beiden Angreifer sind zusammen für 38 Tore verantwortlich. Im letzten Spiel der Saison muss Cheftrainer Rose jedoch auf das Zusammenspiel seines Duos verzichten. Thuram fällt nach einer Operation am Sprunggelenk sicher aus. Plea verpasste zuletzt drei Partien in Folge und ist für das Aufeinandertreffen mit den Blau-Weißen fraglich. Zuletzt zeigte sich Kapitän Lars Stindl mit drei Toren aus den vergangenen zwei Spielen formstark und beeindruckte den Coach der 'Elf vom Niederrhein'. "Das ist ein Kapitän, er geht voran und macht sein Ding", erklärte Rose nach dem 3:1-Erfolg beim SC Paderborn am vergangenen Spieltag.

Die Schnittstellen: Auf Seiten der Gladbacher stehen in Ibrahima Traore und Raffael zwei Akteure mit Berliner Vergangenheit. Traore kam 2007 aus Frankreich in die Spreemetropole und feierte nur wenige Monate später sein Profidebüt. Zwei Jahre später verließ der Flügelspieler die 'Alte Dame'. Raffael kickte für insgesamt vier Jahre in der deutschen Hauptstadt und absolvierte ganze 163 Pflichtspiele (39 Tore, 32 Vorlagen). Auf Seiten der Blau-Weißen steht Mathew Leckie, der zwischen 2011 und 2013 bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag stand. Außerdem treffen am Samstag Bruno Labbadia und Borussia-Co-Trainer Alexander Zickler wieder aufeinander. 1993 standen die beiden für den FC Bayern München gemeinsam auf dem Rasen.

Ausgebremst: Im Hinspiel trotzen Marvin Plattenhardt und Co. der Borussia ein 0:0 ab.

Das Hinrundenduell: Die Partie im Berliner Olympiastadion am 17. Spieltag endete mit einem 0:0-Unentschieden. Dabei war die Elf von der Spree im ersten Durchgang besser, zeigte sich zweikampfstark und erarbeitete sich gute Möglichkeiten. Im zweiten Abschnitt des Spiels agierten die Gäste wiederum stärker und kamen zu einigen Chancen. In der Schlussphase drängten beide Teams auf den Sieg, doch blieben an dem Tag glücklos, weshalb es beim torlosen Remis blieb. "In der ersten Hälfte haben wir uns einige gute Chancen erspielt, um ein Tor zu erzielen. Im zweiten Durchgang hat Gladbach dann mehr den Spielfluss übernommen. Es ist gut, dass wir wieder zu Null gespielt haben, und unter dem Strich geht das Remis völlig in Ordnung", sagte Marvin Plattenhardt damals nach der Begegnung.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: Trotz der Ausgangslage, die für die Berliner entspannter ist, erwarten die Gladbacher einen schweren Kontrahenten. "Wir wissen, dass ein Gegner kommt, der sich wehren wird. Wir brauchen eine sehr gute Leistung", kündigte Trainer Rose auf der virtuellen Pressekonferenz vor dem Duell an. Dem Übungsleiter pflichtete Borussia-Akteur Jonas Hofmann bei. "Ich erwarte nicht, dass sich die Berliner hinten reinstellen werden. Sie können komplett frei aufspielen, aber gerade das macht sie auch gefährlich. Sie kommen sicher nicht hierhin, um ein schönes Wochenende in Mönchengladbach zu verbringen, sondern wollen ihre Saison erfolgreich beenden. Entsprechend werden wir den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen und müssen diese Aufgabe mit voller Konzentration angehen", erklärte der Flügelspieler der 'Fohlenelf'.

(pm/imago)

Profis, 26.06.2020
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